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Waffen-SSNach Begriff suchen

Ab Oktober 1939 von Himmler eingeführte Bezeichnung für die bewaffneten Teile der SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf.. Der Waffen-SSAb Oktober 1939 von Himmler eingeführte Bezeichnung für die bewaffneten Teile der SS. Der Waffen-SS gehörten 1944 fast 600.000 Mann an, bei Kriegsende 38 Divisionen. Sie unterstand militärisch dem Heereskommando, organisatorisch dem SS-Führungs-Hauptamt. Der Soldat der Waffen-SS war Freiwilliger, musste SS-Rassekriterien erfüllen und war meist fanatischer Vertreter der NS-Weltanschauung. Ab 1943/44 wurden zunehmend Nichttaugliche, Nichtfreiwillige sowie Nichtdeutsche in die Waffen-SS rekrutiert. Die Waffen-SS war vielfach an Kriegsverbrechen beteiligt. gehörten 1944 fast 600.000 Mann an, bei KriegsendeAm 8. Mai 1945 in Europa durch die bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Ende des Zweiten Weltkrieges am 15. August 1945 mit der Kapitulation Japans. 38 Divisionen. Sie unterstand militärisch dem Heereskommando, organisatorisch dem SS-Führungs-Hauptamt. Der Soldat der Waffen-SS war Freiwilliger, musste SS-Rassekriterien erfüllen und war meist fanatischer Vertreter der NS-Weltanschauung. Ab 1943/44 wurden zunehmend Nichttaugliche, Nichtfreiwillige sowie Nichtdeutsche in die Waffen-SS rekrutiert. Die Waffen-SS war vielfach an Kriegsverbrechen beteiligt.

Walther FunkNach Begriff suchen

1890-1960. Reichswirtschaftsminister von 1938-1945 und Präsident der Deutschen Reichsbank von 1939-1945. Im Nürnberger ProzessSammelbezeichnung für Verfahren vor dem Internationalen Militärtribunal (IMT) 1945/46 gegen 24 Hauptverantwortliche für die NS-Verbrechen und 6 NS-Organisationen sowie weitere 12 Nachfolgeprozesse zwischen 1946-1948 vor US-Militärgerichten mit 177 Angeklagten der NS-Bürokratie, Wehrmacht, SS, Polizei, der Ärzteschaft, Justiz, Industrie und Wirtschaft. In Hunderten Prozessen britischer, französischer, sowjetischer und US-amerikanischer Militärgerichte wurden vor Gründung der beiden deutschen Nachkriegsstaaten NS-Täter abgeurteilt. gegen die Hauptkriegsverbrecher wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslänglicher Haft verurteilt, jedoch 1957 aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig entlassen.

Wannsee-KonferenzNach Begriff suchen

Konferenz am 20. Januar 1942 in einer Villa am Wannsee im Süden Berlins. Unter dem Vorsitz des SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf.-Obergruppenführers Reinhard HeydrichGeboren 1904 in Halle, Vater Musiker. Katholisches Gymnasium, 1919/20 Meldegänger im Freikorps Maercker. 1922-1931 Kriegsmarine, in Unehren entlassen. 1931 Eintritt in die NSDAP und SS. Chef der Sicherheitspolizei und des SD. 1939 Chef des RSHA. Organisator der "Endlösung der Judenfrage". 1941 Reichsprotektor von Böhmen und Mähren. Einberufung und Leitung der Wannsee-Konferenz (20.1.1942). Am 27.5.1942 durch Attentat des tschechischen Widerstands schwer verletzt, starb H. am 4.6.1942. Zur Vergeltung wurde das Dorf Lidice liquidiert., Chef des Reichssicherheitshauptamtes (RSHAIm September 1939 gegründete Behörde im SS-Apparat. Zusammenschluss von SD und Sicherheitspolizei einschließlich der Gestapo und Kriminalpolizei unter der Leitung von Reinhard Heydrich (1943-45 Ernst Kaltenbrunner) mit Sitz in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße.), verhandelten 14 hochrangige Vertreter der Ministerialbürokratie und der SS über die organisatorische Durchführung der "EndlösungIm vollen Wortlaut des NS-Sprachgebrauchs "Endlösung der Judenfrage" Tarnbezeichnung im amtlichen Schriftverkehr spätestens ab Frühjahr 1941 für den Plan der Vernichtung der europäischen Juden im deutschen Machtbereich.", d.h. die Entscheidung, die Juden Europas in den Osten zu deportieren und zu ermorden.

Warschauer AufstandNach Begriff suchen

1. August-2. Oktober 1944. Bewaffneter Aufstand der Heimatarmee unter General Bór-Komorowski, unterstützt durch die Stadtbevölkerung. Er wurde in Verbindung mit der Exilregierung und dem Polnischen Untergrundstaat im Rahmen der Aktion „Sturm“ organisiert. Als Aufstand gegen die deutschen Besatzer gerichtet war sein Hauptziel dennoch die Rettung der Souveränität Nachkriegspolens angesichts der sich Warschau annähernden sowjetischen Truppen. Zunächst konnte sich der Aufstand nur auf 23.000 Soldaten (10% davon bewaffnet) stützen. Die Aufständischen erlitten in langen, erbitterten Kämpfen schwere Niederlagen und mussten am 2. Oktober kapitulieren, obwohl seit 14. September die sowjetischen Truppen die Weichsel und die Vorstadt Praga erreicht hatten. Warschau wurde auf Befehl Hitlers weitgehend zerstört. Die Aufständischen hatten 10.000 Gefallene und 5.000 schwer Verletzte zu beklagen.150.000-200.000 Zivilisten fielen den Kämpfen zum Opfer, ca. 70.000 Polen wurden zur ZwangsarbeitSchon ab 1936 wurden Sinti und Roma in kommunale KZ eingewiesen und mussten Zwangsarbeit leisten. Ende 1938 Zwangsarbeit für "Asoziale" und arbeitslose Juden. Im Krieg wurden KZ-Häftlinge und zwangsrekrutierte Zivilarbeiter aus den besetzten Ländern, vor allem aus Osteuropa, zur Arbeit in der deutschen Industrie, Landwirtschaft sowie der Bau- und Rüstungswirtschaft gezwungen und in mehr als 30.000 Lagern unter brutalen Bedingungen ("Vernichtung durch Arbeit") ausgebeutet. Die Anklage im Nürnberger Prozess ging von einer Gesamtzahl von 12 Millionen Zwangsarbeitern aus. in KZs verschleppt. 18.000 deutsche Soldaten kamen im Aufstand um, ca. 25.000 wurden schwer verletzt.

Synonyme: Aufstand von Warschau
Warschauer GhettoNach Begriff suchen

Besetzung der polnischen Hauptstadt am 29.9.1939, Entrechtung der 350.000 jüdischen Einwohner. November 1940 Errichtung des Ghettos nach mittelalterlichem Muster. Bewacht hinter Mauern, Konzentration von 500.000 Juden und Tausenden SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. auf minimaler Fläche unter unmenschlichen Bedingungen. 45.000 Todesopfer allein 1941. Deportationen in das VernichtungslagerKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. TreblinkaNordöstlich von Warschau errichtetes größtes Vernichtungslager der "Aktion Reinhard", nach Belzec und Sobibór im Juni/Juli 1942 zur Steigerung der Tötungskapazitäten errichtet. Von Angehörigen der Aktion T4 geplant, mit SS-Hilfspersonal betriebene Mordstätte für ca. 900.000 Menschen, vor allem Juden aus dem Warschauer Ghetto, dem Bezirk Radom und vielen europäischen Ländern sowie Tausenden Sinti und Roma. Nach dem Aufstand der "Arbeitsjuden" am 2. August 1943 Auflösung, Beseitigung der Spuren, Tarnung des Ortes durch Überbauung mit einem Bauernhof. 1942/43. April 1943 Aufstand der Widerstandsbewegung unter Mordechai Anielewicz, Zerstörung des Ghettos nach 28 Tagen durch SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf. unter dem Kommando Stroop, Anlage eines Parks und KZ.

WehrkraftzersetzungNach Begriff suchen

Durch Verordnung vom 17.8.1939 gemäß Kriegssonderstrafrecht eingeführter Straftatbestand, auf den die Todesstrafe stand. Als WehrkraftzersetzungDurch Verordnung vom 17.8.1939 gemäß Kriegssonderstrafrecht eingeführter Straftatbestand, auf den die Todesstrafe stand. Als Wehrkraftzersetzung galten:  Wehrdienstentziehung z.B. durch Selbstverstümmelung, Verweigerung der Dienstpflicht, Fahnenflucht und die Aufforderung dazu. Selbst kritische Äußerungen zur Kriegslage in privatem Kreis wurden als Wehrkraftzersetzung abgeurteilt. Volksgerichtshof, Kriegs-, Sonder- und Militärgerichte fällten Tausende Todesurteile im Verlauf des Krieges. galten: Wehrdienstentziehung z.B. durch Selbstverstümmelung, Verweigerung der Dienstpflicht, Fahnenflucht und die Aufforderung dazu. Selbst kritische Äußerungen zur Kriegslage in privatem Kreis wurden als Wehrkraftzersetzung abgeurteilt. Volksgerichtshof, Kriegs-, Sonder- und Militärgerichte fällten Tausende Todesurteile im Verlauf des Krieges.

Weiße RoseNach Begriff suchen

Widerstandsgruppe um die Geschwister Scholl. Die Gruppe verbreitete 1942/43 Flugblätter mit Aufrufen, sich vom Nationalsozialismus zu trennen. Die Kerngruppe in München bestand aus vier vom Wehrdienst zum Medizinstudium abkommandierten Studenten, Hans SchollHans (22.9.1918-22.2.1943), Widerstandskämpfer, Medizinstudent, HJ-Führer wurde vom begeisterten Anhänger des Nationalsozialismus zum entschiedenen Gegner. Gründete im Herbst 1942 mit anderen Gleichgesinnten die Widerstandsgruppe Weiße Rose. Nach einer Flugblattaktion in der Münchner Universität am 18.2.1943 verhaftet. Vier Tage später durch das Fallbeil hingerichtet. Sophie (9.5.1921-22.2.1943), Widerstandskämpferin, Schwester von Hans, Studentin der Biologie und Philosophie, zusammen mit ihrem Bruder verhaftet und hingerichtet., Alexander Schmorell, Christoph Probst und Willi Graf sowie Sophie Scholl, der Schwester von Hans, und dem Philosophieprofessor Kurt Huber. Hans und Sophie Scholl wurden bei einer Flugblattaktion beobachtet und denunziert. Auch Schmorell, Probst, Graf und Huber wurden hingerichtet, andere Mitglieder zu Haft verurteilt.

Synonyme: Widerstandsgruppe Weiße Rose
Werner BestNach Begriff suchen

1903-1989. Jurist, Promotion 1927, NSDAPIm Januar 1919 als Deutsche Arbeiterpartei gegründete antimarxistische, antisemitische und völkische Organisation. Im Februar 1920 umbenannt in NSDAP und Verkündung des 25 Punkte umfassenden Parteiprogramms durch Adolf Hitler, nach dem Hitlerputsch vom 8./9. November 1923 verboten. Wiedergründung im Februar 1925. Die Mitgliederzahl stieg von 27.000 im Jahr 1925 auf 2,5 Millionen im März 1933.-Mitglied 1930, SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf.-Eintritt 1931, 1944 SS - Obergruppenführer, geht 1935 zur GestapoAbk. für Geheime Staatspolizei, am 26.4.1933 von Göring als preußischem Ministerpräsidenten eingerichtet, (Zentralbehörde: Geheimes Staatspolizeiamt Gestapa). 1934 Reichsbehörde unter Himmler als Reichsführer SS und Chef der Dt. Polizei, mit Kriminalpolizei zur Sicherheitspolizei vereinigt, ab 1939 als Amt IV im Reichssicherheitshauptamt. Ohne Bindung an Recht und Gesetz verhängte die Gestapo Haft in Gefängnissen und KZ, folterte, ermordete politische Häftlinge, ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und war beteiligt an den Mordaktionen der Einsatzgruppen. nach Berlin. 1939-40 Chef des Amtes Verwaltung und Recht im Hauptamt Sicherheitspolizei, Leiter des Amts des RSHAIm September 1939 gegründete Behörde im SS-Apparat. Zusammenschluss von SD und Sicherheitspolizei einschließlich der Gestapo und Kriminalpolizei unter der Leitung von Reinhard Heydrich (1943-45 Ernst Kaltenbrunner) mit Sitz in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße., 1940-42 Verwaltungschef beim Militärbefehlshaber in Frankreich, 1942-45 Reichsbevollmächtigter im besetzten Dänemark, 1948 in Dänemark zum Tode verurteilt, 1949 begnadigt, 1951 entlassen. Danach Rechtsanwalt und Rechtsberater in der Industrie, 1972 erneute Anklage, Einstellung des Verfahrens aus Gesundheitsgründen.

Werner HeydeNach Begriff suchen

Geboren 1902. Prof. Dr. med., Psychiater, Neurologe. 1933 Eintritt in die NSDAPIm Januar 1919 als Deutsche Arbeiterpartei gegründete antimarxistische, antisemitische und völkische Organisation. Im Februar 1920 umbenannt in NSDAP und Verkündung des 25 Punkte umfassenden Parteiprogramms durch Adolf Hitler, nach dem Hitlerputsch vom 8./9. November 1923 verboten. Wiedergründung im Februar 1925. Die Mitgliederzahl stieg von 27.000 im Jahr 1925 auf 2,5 Millionen im März 1933., 1936 Aufnahme in die SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf., 1938 Führer im SS-Sanitätsamt. 1940/41 medizinischer Leiter der Aktion T4Mit dem Aktenzeichen "14f13" als Tarnung bezeichnete Erfassung und Ermordung ca. 20.000 kranker KZ-Häftlinge von April 1941 bis April 1943 durch Personal der Aktion T4 in den "Euthanasie"-Anstalten.. 1945 SS-Standartenführer, Chefarzt des SS-Lazaretts in Würzburg. 1945 Flucht nach Dänemark, verhaftet, interniert. 1947 von den US Militärbehörden an die deutsche Justiz überstellt. Nach Zeugenaussage 1947 im Nürnberger Ärzteprozess geflohen. In Schleswig-Holstein unter dem Namen Sawade bis zur Enttarnung 1959 psychiatrischer Gutachter. 1964 in Untersuchungshaft Selbstmord vor dem Strafprozess.

Wewelsburg, Kult- und Terrorstätte der SSNach Begriff suchen

1603-1609 erbaut als Nebenresidenz der Fürstbischöfe von Paderborn. Von der SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf. 1934 gemietet. Nach Plänen Himmlers vom Reichsarbeitsdienst zur "Weihestätte" für tote SS-Führer ausgebaut, ab 1939 durch Einsatz von KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos.-Häftlingen aus Sachsenhausen. 1941 Gründung des KZ Niederhagen. Von den 3.900 Häftlingen starben ca. 1.285 an Unterernährung und den Arbeits- u. Haftbedingungen. Am 31. März 1945 befahl Himmler die Sprengung der Burg. Zwei Tage später befreiten US-Soldaten die Häftlinge des KZ. 1982 Eröffnung einer dokumentarischen Ausstellung und Gedenkstätte.

Wilhelm StuckartNach Begriff suchen

Geboren 1902. 1922 Eintritt in die NSDAPIm Januar 1919 als Deutsche Arbeiterpartei gegründete antimarxistische, antisemitische und völkische Organisation. Im Februar 1920 umbenannt in NSDAP und Verkündung des 25 Punkte umfassenden Parteiprogramms durch Adolf Hitler, nach dem Hitlerputsch vom 8./9. November 1923 verboten. Wiedergründung im Februar 1925. Die Mitgliederzahl stieg von 27.000 im Jahr 1925 auf 2,5 Millionen im März 1933., Teilnahme am Hitlerputsch. Jurist, 1928 Promotion. 1935 Staatssekretär im Reichsministerium des Innern. An der Ausarbeitung u. Kommentierung der Nürnberger GesetzeZwei am 15.9.1935 auf dem Nürnberger Parteitag verkündete, jedoch lange vorbereitete rassistische Gesetze,- das "Gesetz zum Schutz des dt. Blutes und der dt. Ehre" und das "Reichsbürgergesetz". Ehen zwischen "Ariern" und "Nichtariern" wurden verboten, außerehelicher Geschlechtsverkehr als "Rassenschande" unter Strafe gestellt. "Nichtarier" wurden zu Bürgern minderen Rechts. Die Gesetze definierten, wer als Jude, "Mischling" oder "deutschblütig" galt. ("Arier" "Ariernachweis") Anwendung der NG gemäß Ausführungsbestimmungen auch auf deutsche "Zigeuner" und "Neger". sowie der Rassen- u. Gesundheitsgesetzgebung maßgeblich beteiligt. Stuckart schlug auf der Wannsee-KonferenzKonferenz am 20. Januar 1942 in einer Villa am Wannsee im Süden Berlins. Unter dem Vorsitz des SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA), verhandelten 14 hochrangige Vertreter der Ministerialbürokratie und der SS über die organisatorische Durchführung der "Endlösung", d.h. die Entscheidung, die Juden Europas in den Osten zu deportieren und zu ermorden. Zwangssterilisation für "Mischlinge" und Zwangsscheidung für "Mischehen" vor. 1944 SS-Obergruppenführer. 1945 verhaftet, 1949 zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, die als verbüßt galten. Als "Mitläufer "entnazifiziert". 1953 Tod durch einen Verkehrsunfall.

WilhelmstraßenprozessNach Begriff suchen

Fall 11 der amerikanischen Nürnberger Nachfolgeprozesse von November 1947 bis November 1948 gegen den ehemaligen Staatssekretär, Ernst von Weizsäcker, und weitere Angehörige des Auswärtigen Amts, das sich in der Wilhelmstraße in Berlin befand.

WittenbergeNach Begriff suchen

Von 1938 bis 1945 wurde in WittenbergeVon 1938 bis 1945 wurde in Wittenberge das Werk der Kurmärkischen Zellwolle und Zellulose AG aufgebaut, in dem zeitweise über 1000 Menschen Zwangsarbeit für die Herstellung von Kunstfasern (u.a. zur Weiterverarbeitung zu Uniformteilen und Schießbaumwolle) und Nährhefe leisteten. Seit 1942 unterhielt auf dem Werksgelände das KZ Neuengamme ein Außenlager, in dem mehrere hundert Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen leben und arbeiten mussten. das Werk der Kurmärkischen Zellwolle und Zellulose AG aufgebaut, in dem zeitweise über 1000 Menschen ZwangsarbeitSchon ab 1936 wurden Sinti und Roma in kommunale KZ eingewiesen und mussten Zwangsarbeit leisten. Ende 1938 Zwangsarbeit für "Asoziale" und arbeitslose Juden. Im Krieg wurden KZ-Häftlinge und zwangsrekrutierte Zivilarbeiter aus den besetzten Ländern, vor allem aus Osteuropa, zur Arbeit in der deutschen Industrie, Landwirtschaft sowie der Bau- und Rüstungswirtschaft gezwungen und in mehr als 30.000 Lagern unter brutalen Bedingungen ("Vernichtung durch Arbeit") ausgebeutet. Die Anklage im Nürnberger Prozess ging von einer Gesamtzahl von 12 Millionen Zwangsarbeitern aus. für die Herstellung von Kunstfasern (u.a. zur Weiterverarbeitung zu Uniformteilen und Schießbaumwolle) und Nährhefe leisteten. Seit 1942 unterhielt auf dem Werksgelände das KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. Neuengamme ein Außenlager, in dem mehrere hundert Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen leben und arbeiten mussten.

Synonyme: KZ-Außenlager Neuengamme
Wöbbelin (KZ)Nach Begriff suchen

Ortschaft bei Ludwigslust in Mecklenburg. In den letzten Wochen der NS-Herrschaft entstand am 12. Februar 1945 bei Wöbbelin noch ein Außenlager des KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. Neuengamme, das zum Auffanglager für Tausende Häftlinge bestimmt war, die in Todesmärschen aus anderen KZ wegen der anrückenden Truppen der Alliierten evakuiert wurden. Einheiten der US-Armee befreiten am 2.5.1945 ca. 4.000 Häftlinge und fanden ca. 1.000 Tote vor, die im Umkreis von Wöbbelin in Massengräbern beerdigt wurden. Die genaue Zahl der Opfer des Lagers Wöbbelin ist nicht bestimmbar.

Synonyme: Konzentrationslager Wöbbelin
Wolfgang LanghoffNach Begriff suchen

1901-1966. Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor in Düsseldorf (1928-1933). Als Kommunist im Februar 1933 verhaftet und im KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. Börgermoor inhaftiert. Nach der Entlassung 1934 Flucht in die Schweiz. Sein Bericht "Die Moorsoldaten", veröffentlicht 1935, schildert die Lagerhaft und enthält das Lied der Moorsoldaten. 1934-1945 arbeitete Langhoff am Züricher Schauspielhaus. 1946-1963 Leiter des Deutschen Theaters in Ostberlin.