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Glossareinträge beginnend mit M

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MadrichaNach Begriff suchen

Der Begriff kommt aus dem Hebräischen. Er bezeichnet dort eine freiwillige Gruppenleiterin für Kindergruppen in der jüdischen Gemeinschaft. Die männliche Form lautet Madrich, die Mehrzahl sind Madrichim.

Majdanek (KZ)Nach Begriff suchen

Konzentrations- und VernichtungslagerKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. in einem Stadtteil Lublins. Ende 1941 Kriegsgefangenen- und Arbeitslager für Russen und Polen, ab 1942/43 KZ und zugleich Vernichtungslager mit GaskammernGeschlossene Räume in Tötungszentren der Aktion T4, den Vernichtungslagern der "Aktion Reinhard" sowie in Auschwitz , Majdanek und einigen Konzentrationslagern, in denen geistig und körperlich Behinderte, Juden, Sinti und Roma sowie andere Gefangene, insgesamt mehr als 3 Millionen Menschen, mit Giftgas (Kohlenmonoxyd und Zyklon B) ermordet wurden. wie in Auschwitz. Von den mehr als 200.000 Todesopfern waren ca. 60-80.000 Juden. BefreiungBedingungslose Kapitulation Deutschlands, Kriegsende in Europa. im Juli 1944 durch die Sowjetarmee, im Oktober 1944 dort erstes Militärtribunal zur Aburteilung der Kriegsverbrechen, November 1944 Einrichtung einer Gedenkstätte.

MatzotNach Begriff suchen

Matze = Einzahl, MatzotMatze = Einzahl, Matzot = Plural, Matzot sind dünne Brotfladen, die aus Wasser und Getreide ohne Triebmittel (wie Hefe) gefertigt werden. Traditionell werden sie zu Pessach gegessen. = Plural, Matzot sind dünne Brotfladen, die aus Wasser und Getreide ohne Triebmittel (wie Hefe) gefertigt werden. Traditionell werden sie zu Pessach gegessen.

Mauthausen (KZ)Nach Begriff suchen

Ab 8.8.1938 KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. bei Linz/ Österreich mit 62 Außenlagern. Dort wurde "Vernichtung durch Arbeit" in Steinbrüchen praktiziert. Berüchtigt war die "Todesstiege" (186 Stufen). Ab 1941 Ermordung von 5.000 Häftlingen durch Giftgas in der "Sonderbehandlung 14f13Mit dem Aktenzeichen "14f13" als Tarnung bezeichnete Erfassung und Ermordung ca. 20.000 kranker KZ-Häftlinge von April 1941 bis April 1943 durch Personal der Aktion T4 in den "Euthanasie"-Anstalten." in Hartheim. 1942 Inbetriebnahme der Gaskammer. Von den 200.000 Häftlingen - dt. u. österr. Kommunisten, Spanienkämpfer, Juden, SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet., Widerstandskämpfer, Kriegsgefangene aus den okkupierten Ländern Europas, - ab Ende 1943 auch Frauen -, kamen ca. 119.000 zu Tode, davon ca. 38.000 Juden. Am 5.5.1945 BefreiungBedingungslose Kapitulation Deutschlands, Kriegsende in Europa. durch US-Panzereinheit.

Synonyme: Konzentrationslager Mauthausen
Max KoegelNach Begriff suchen

Geboren 1895 in Füssen (Bayern), Kaufmann. Eintritt in die NSDAPIm Januar 1919 als Deutsche Arbeiterpartei gegründete antimarxistische, antisemitische und völkische Organisation. Im Februar 1920 umbenannt in NSDAP und Verkündung des 25 Punkte umfassenden Parteiprogramms durch Adolf Hitler, nach dem Hitlerputsch vom 8./9. November 1923 verboten. Wiedergründung im Februar 1925. Die Mitgliederzahl stieg von 27.000 im Jahr 1925 auf 2,5 Millionen im März 1933. 1932, in die SS 1933, Aufstieg zum Obersturmbannführer 1942. Stationen seiner Karriere in der KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos.-Verwaltung ab 1933: KZ DachauAm 20.3. 1933 gab Himmler die Errichtung des KZ in Dachau bei München zur Inhaftierung politischer Gegner bekannt. Der zweite Kommandant, Theodor Eicke, später Inspekteur aller KZ, machte Dachau zum "Musterlager". Schrittweise wurden weitere Häftlingsgruppen nach Dachau überstellt, u.a. viele Geistliche, Zeugen Jehovas, Juden und Kriegsgefangene. Ab 1942 wurde ein Netz von Außenlagern errichtet. Von den über 200.000 Häftlingen zwischen 1933 und 1945 kamen außer den 30.000 registrierten Toten Tausende nicht registrierte Häftlinge ums Leben. Befreiung am 29.4. 1945 durch die US-Armee., Columbia-Haus in Berlin, erneut Dachau, Kommandant der Frauen-KZ Lichtenburg und Ravensbrück, 1942 Kommandant des KZ Lublin-MajdanekStadt in Ostpolen, nach der deutschen Besetzung im sogenannten Generalgouvernement (GG). Nach Planungen der SS Stützpunkt für ein Imperium im Osten. Ort des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek für Polen und Juden. und 1943 des KZ Flossenbürg. Selbstmord 1946.

Medizinische ExperimenteNach Begriff suchen

Experimente vor allem an Juden, SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet., Frauen und sowjetischen Kriegsgefangenen in den KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos.. Ohne Schmerz- bzw. Betäubungsmittel Versuche mit Medikamenten, Infizierung mit Erregern, Verfahren zur Unfruchtbarmachung, Transplantationen, Unterkühlungs- und Unterdrucktests, als "rassenhygienisch" notwendig und kriegswichtig begründet, in Wahrheit jedoch wissenschaftlich sinnlos. Ca. 350 Ärzte aus der SS, Universitätsinstituten und der Wehrmacht waren als Täter beteiligt. 23 wurden 1947 im Nürnberger Ärzteprozess angeklagt, 16 verurteilt.

Menschen mit LernschwierigkeitenNach Begriff suchen

Der Begriff wird von der Selbstvertretungsorganisation Netzwerk People First Deutschland e.V. statt "geistig behindert" benutzt: „Bei den Worten 'geistig behindert' denken viele Menschen, dass wir dumm sind und nichts lernen können. Das stimmt nicht. Wir lernen anders. Wir lernen manchmal langsamer oder brauchen besondere Unterstützung. Deshalb wollen wir 'Menschen mit LernschwierigkeitenDer Begriff wird von der Selbstvertretungsorganisation Netzwerk People First Deutschland e.V. statt "geistig behindert" benutzt: „Bei den Worten 'geistig behindert' denken viele Menschen, dass wir dumm sind und nichts lernen können. Das stimmt nicht. Wir lernen anders. Wir lernen manchmal langsamer oder brauchen besondere Unterstützung. Deshalb wollen wir 'Menschen mit Lernschwierigkeiten' genannt werden.“ Quelle: http://www.people1.de/was_mensch.html' genannt werden.“ Quelle: http://www.people1.de/was_mensch.html

Milgram ExperimentNach Begriff suchen

Benannt nach dem Sozialpsychologen Stanley Milgram, enthüllt das Milgram ExperimentBenannt nach dem Sozialpsychologen Stanley Milgram, enthüllt das Milgram Experiment die Bereitschaft von Menschen, sich einer Autorität zu beugen und offensichtlich "unmenschliche" Anordnungen zu befolgen. Die Ergebnisse des Experiments liefern erschreckende Erkenntnisse zu den Themen "Verantwortung und Absicht", "Brutalität und emotionale Erwiderung" und "moralisches Urteil und Gruppeneinfluss". die Bereitschaft von Menschen, sich einer Autorität zu beugen und offensichtlich "unmenschliche" Anordnungen zu befolgen. Die Ergebnisse des Experiments liefern erschreckende Erkenntnisse zu den Themen "Verantwortung und Absicht", "Brutalität und emotionale Erwiderung" und "moralisches Urteil und Gruppeneinfluss".

Mittelbau-Dora (KZ)Nach Begriff suchen

Im August 1943 als Außenlager von Buchenwald1937 als Konzentrationslager auf dem Ettersberg bei Weimar (Thüringen) eröffnet für politische Oppositionelle, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma sowie Strafgefangene, auf Grund der Verhaftungen zur "vorbeugenden Verbrechensbekämpfung" ("Asoziale"). Ende 1938 kamen Tausende Juden dazu. Von den ca. 250.000 Häftlingen in Buchenwald und den 130 Nebenlagern starben ca. 65.000. Ab Mitte 1938 organisierten die politischen Häftlinge den Lagerwiderstand. Buchenwald gehörte zu den wenigen Lagern, in denen die Häftlinge vor der Befreiung durch US-Truppen am 11. April 1945 revoltierten. bei Nordhausen im Harz errichtet. Nach der Bombardierung des Raketenversuchsgeländes Peenemünde wurde die Produktion der "V1"- und "V2"- Raketen in unterirdische Fabriken verlegt. KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos.-Häftlinge aus Buchenwald wurden für den Bau der Stollen und die Waffenproduktion eingesetzt. Von den 60.000 in das KZ Mittelbau-Dora und seine Nebenlager verschleppten Menschen aus über 40 Nationen starben über 20.000 auf Grund der mörderischen Arbeitsbedingungen.

Synonyme: Dora-Mittelbau, Konzentrationslager Mittelbau-Dora
Mordechai Chaim RumkowskiNach Begriff suchen

1877-1944. Polnischer Zionist, Fabrikant, in den zwanziger Jahren in der kommunalen Sozialarbeit der jüdischen Gemeinde von LodzStadt Lodz im 1939 annektierten Teil Polens, umbenannt in Litzmannstadt. Erstes größeres Ghetto, im Frühjahr 1940 eingerichtet. Im Juni 1940 lebten 157.000 Menschen auf einem Areal von 4 km unter unzureichenden Bedingungen. Im Oktober 1941 kamen 20.000 deutsche, österreichische, luxemburgische und tschechische Juden dazu sowie 5.000 Sinti und Roma aus dem Burgenland, die in einem separaten Teil des Ghettos inhaftiert wurden. Zwischen Januar 1942 und Juli 1944 Deportationen zur Vernichtung nach Chelmno. 1944 Auflösung des Ghettos und Deportation von ca. 60.000 Menschen nach Auschwitz. tätig. Bis 1939 Direktor eines Waisenhauses. 1943 wurde Rumkowski von den deutschen Besatzungsbehörden im Ghetto LodzStadt im 1939 annektierten Teil Polens, umbenannt in Litzmannstadt. Erstes größeres Ghetto, im Frühjahr 1940 eingerichtet. Im Juni 1940 lebten 157.000 Menschen auf einem Areal von 4 km unter unzureichenden Bedingungen. Im Oktober 1941 kamen 20.000 deutsche, österreichische, luxemburgische und tschechische Juden dazu sowie 5.000 Sinti und Roma aus dem Burgenland, die in einem separaten Teil des Ghettos inhaftiert wurden. Zwischen Januar 1942 und Juli 1944 Deportationen zur Vernichtung nach Chelmno. 1944 Auflösung des Ghettos und Deportation von ca. 60.000 Menschen nach Auschwitz. als "Judenältester" bzw. Vorsteher des Judenrats eingesetzt und mit dem Aufbau und der Leitung der jüdischen Selbstverwaltung beauftragt. Nach der Auflösung des Ghettos im August 1944 wurde er mit seiner Familie nach Auschwitz deportiert und ermordet.

MoringenNach Begriff suchen

Kleinstadt zwischen Göttingen und Hannover, in der es von April bis November 1933 ein Männer-KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos., anschließend bis 1938 ein Frauen-KZ und 1940-1945 ein KZ für männliche Jugendliche im Alter von 12-22 Jahren gab. In MoringenMoringen, Uckermark. Konzentrationslager für Kinder und Jugendliche, die den Behörden in negativer Weise auffielen. Das Jugend-KZ Moringen war 1940 das erste Lager für männliche Jugendliche, dem 1943 u. 1944 zwei Außenlager angegliedert wurden. Das Jugend-KZ Uckermark für Mädchen wurde 1942 bei Ravensbrück eröffnet, das Nebenlager Dallgow/Döberitz 1944. Ab Dezember 1942 wurden in Polen im Bezirk Lodz ein "Polen-Jugendverwahrlager" mit zwei Nebenlagern eingerichtet, in dem Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts im Alter ab 2 Jahren inhaftiert waren. waren bis 1945 ca. 1.600 politisch, religiös, rassistisch und sozial verfolgte Jugendliche inhaftiert, u.a. weil sie SwingDem Jazz verwandter, populärer Musikstil der dreißiger Jahre, von den Nationalsozialisten als "undeutsch" und "entartet" verboten. Interpreten und Anhänger dieser Musikkultur, zumeist Jugendliche, die in Opposition zur Hitler-Jugend standen, wurden deswegen verfolgt und inhaftiert, vor allem in speziellen KZ, den "Jugendschutzlagern" Moringen und Uckermark bei Ravensbrück. Auch Sinti und Roma-Musiker sowie afrodeutsche und afroamerikanische Jazz- und Swing-Musiker wurden diskriminiert und verfolgt. und Jazz hörten oder spielten. Sie wurden kriminalbiologischen Untersuchungen, ZwangsarbeitSchon ab 1936 wurden Sinti und Roma in kommunale KZ eingewiesen und mussten Zwangsarbeit leisten. Ende 1938 Zwangsarbeit für "Asoziale" und arbeitslose Juden. Im Krieg wurden KZ-Häftlinge und zwangsrekrutierte Zivilarbeiter aus den besetzten Ländern, vor allem aus Osteuropa, zur Arbeit in der deutschen Industrie, Landwirtschaft sowie der Bau- und Rüstungswirtschaft gezwungen und in mehr als 30.000 Lagern unter brutalen Bedingungen ("Vernichtung durch Arbeit") ausgebeutet. Die Anklage im Nürnberger Prozess ging von einer Gesamtzahl von 12 Millionen Zwangsarbeitern aus., Hunger und drakonischen Strafen ausgesetzt. Viele Jugendliche starben. Seit 1993 besteht in MoringenKleinstadt zwischen Göttingen und Hannover, in der es von April bis November 1933 ein Männer-KZ, anschließend bis 1938 ein Frauen-KZ und 1940-1945 ein KZ für männliche Jugendliche im Alter von 12-22 Jahren gab. In Moringen waren bis 1945 ca. 1.600 politisch, religiös, rassistisch und sozial verfolgte Jugendliche inhaftiert, u.a. weil sie Swing und Jazz hörten oder spielten. Sie wurden kriminalbiologischen Untersuchungen, Zwangsarbeit, Hunger und drakonischen Strafen ausgesetzt. Viele Jugendliche starben. Seit 1993 besteht in Moringen eine Gedenkstätte. eine Gedenkstätte.

Synonyme: Jugendschutzlager