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Glossareinträge beginnend mit L

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Landsberg/LechNach Begriff suchen

Im Landkreis Landsberg wurden 1944/ 45 acht der insgesamt elf Lager des Lagerkomplexes Kaufering errichtet, die dem KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. DachauAm 20.3. 1933 gab Himmler die Errichtung des KZ in Dachau bei München zur Inhaftierung politischer Gegner bekannt. Der zweite Kommandant, Theodor Eicke, später Inspekteur aller KZ, machte Dachau zum "Musterlager". Schrittweise wurden weitere Häftlingsgruppen nach Dachau überstellt, u.a. viele Geistliche, Zeugen Jehovas, Juden und Kriegsgefangene. Ab 1942 wurde ein Netz von Außenlagern errichtet. Von den über 200.000 Häftlingen zwischen 1933 und 1945 kamen außer den 30.000 registrierten Toten Tausende nicht registrierte Häftlinge ums Leben. Befreiung am 29.4. 1945 durch die US-Armee. unterstellt waren, in dem ca. 30.000 Häftlinge (fast ausschließlich Juden) zur ZwangsarbeitSchon ab 1936 wurden Sinti und Roma in kommunale KZ eingewiesen und mussten Zwangsarbeit leisten. Ende 1938 Zwangsarbeit für "Asoziale" und arbeitslose Juden. Im Krieg wurden KZ-Häftlinge und zwangsrekrutierte Zivilarbeiter aus den besetzten Ländern, vor allem aus Osteuropa, zur Arbeit in der deutschen Industrie, Landwirtschaft sowie der Bau- und Rüstungswirtschaft gezwungen und in mehr als 30.000 Lagern unter brutalen Bedingungen ("Vernichtung durch Arbeit") ausgebeutet. Die Anklage im Nürnberger Prozess ging von einer Gesamtzahl von 12 Millionen Zwangsarbeitern aus. an drei unterirdischen Flugzeugfabriken eingesetzt waren. Amerikanische Truppen befreiten Landsberg am 27.4. 1945. Bis 1951 gab es im Landkreis Landsberg ein Lager mit bis zu 7000 Displaced PersonsNach 1945 Bezeichnung der Alliierten für die im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland verschleppten ausländischen Zwangsarbeiter, Kriegsgefangenen, heimat- und staatenlosen jüdischen Überlebenden der befreiten Lager sowie nichtdeutschen Flüchtlinge aus Osteuropa, zusammen ca. 8,5 Millionen Menschen. DP-Lager bestanden nach 1945 vielfach für einige Jahre in ehemaligen NS-Lagern bis zur Auswanderung, Repatriierung oder Einbürgerung der D.P.. In den Jahren 1946 bis 1949 durchliefen ca. 1.600 NS-Kriegsverbrecher die Haftanstalt, die in der amerikanischen Besatzungszone abgeurteilt wurden. Hitler saß 1923/ 24 nach einem misslungenen Putschversuch in der Festungshaftabteilung des Landsberger Gefängnisses ein, wobei er "Mein Kampf" diktierte.

Leichte SpracheNach Begriff suchen

Leichte SpracheLeichte Sprache bedeutet, kurze Sätze und keine Fremd- bzw. Fachwörter zu verwenden. Schwierige Wörter werden erklärt und Bilder illustrieren den Text zum besseren Verständnis. Leichte Sprache ist für alle Menschen. Jeder Mensch kann Texte leichter verstehen. Besonders Menschen mit Lernschwierigkeiten hilft Leichte Sprache. Quelle: http://www.people1.de/was_halt.html bedeutet, kurze Sätze und keine Fremd- bzw. Fachwörter zu verwenden. Schwierige Wörter werden erklärt und Bilder illustrieren den Text zum besseren Verständnis. Leichte Sprache ist für alle Menschen. Jeder Mensch kann Texte leichter verstehen. Besonders Menschen mit LernschwierigkeitenDer Begriff wird von der Selbstvertretungsorganisation Netzwerk People First Deutschland e.V. statt "geistig behindert" benutzt: „Bei den Worten 'geistig behindert' denken viele Menschen, dass wir dumm sind und nichts lernen können. Das stimmt nicht. Wir lernen anders. Wir lernen manchmal langsamer oder brauchen besondere Unterstützung. Deshalb wollen wir 'Menschen mit Lernschwierigkeiten' genannt werden.“ Quelle: http://www.people1.de/was_mensch.html hilft Leichte Sprache. Quelle: http://www.people1.de/was_halt.html

LemkenNach Begriff suchen

Eine ethnische Minderheit aus den Ostbeskiden, welche die Ostkarpatengegend zwischen den Quellen des San und der Lomnica bewohnt (heute Ostpolen/Ukraine). Die LemkenEine ethnische Minderheit aus den Ostbeskiden, welche die Ostkarpatengegend zwischen den Quellen des San und der Lomnica bewohnt (heute Ostpolen/Ukraine). Die Lemken siedelten sich in den Beskiden im 14./15. Jahrhundert an. In den Jahren 1944/45 wurden sie in die Ukraine zwangsumgesiedelt. Nachdem 1945 die Grenzen neu gezogen worden waren, siedelte man sie in der Aktion „Weichsel“ (1947) in die Gebiete um Zielona Góra, Koszalin, Olsztyn und Wrocław (Polen) um. Im Rahmen dieser Umsiedlungen wurden die Lemken in Polen polnisiert, in der Ukraine ukrainisiert. Nach 1947 kehrte ein Teil von ihnen in ihre Heimatgebiete in die Ostbeskiden zurück. Die Zahl der Lemken in Polen wird nunmehr auf 100.000-150.000 geschätzt (Stand 1993). siedelten sich in den Beskiden im 14./15. Jahrhundert an. In den Jahren 1944/45 wurden sie in die Ukraine zwangsumgesiedelt. Nachdem 1945 die Grenzen neu gezogen worden waren, siedelte man sie in der Aktion „Weichsel“ (1947) in die Gebiete um Zielona Góra, Koszalin, Olsztyn und Wrocław (Polen) um. Im Rahmen dieser Umsiedlungen wurden die Lemken in Polen polnisiert, in der Ukraine ukrainisiert. Nach 1947 kehrte ein Teil von ihnen in ihre Heimatgebiete in die Ostbeskiden zurück. Die Zahl der Lemken in Polen wird nunmehr auf 100.000-150.000 geschätzt (Stand 1993).

LidiceNach Begriff suchen

Dorf im Protektorat Böhmen und MährenNationalsozialistische Bezeichnung für die von der Wehrmacht besetzten Gebiete der Tschechoslowakei, am 16.3.1939 von Hitler in Prag proklamiert als "Gebiet des Großdeutschen Reiches".. Nach dem Attentat vom 27.5.1942 auf den Reichsprotektor u. Chef des RSHAIm September 1939 gegründete Behörde im SS-Apparat. Zusammenschluss von SD und Sicherheitspolizei einschließlich der Gestapo und Kriminalpolizei unter der Leitung von Reinhard Heydrich (1943-45 Ernst Kaltenbrunner) mit Sitz in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße., Reinhard HeydrichGeboren 1904 in Halle, Vater Musiker. Katholisches Gymnasium, 1919/20 Meldegänger im Freikorps Maercker. 1922-1931 Kriegsmarine, in Unehren entlassen. 1931 Eintritt in die NSDAP und SS. Chef der Sicherheitspolizei und des SD. 1939 Chef des RSHA. Organisator der "Endlösung der Judenfrage". 1941 Reichsprotektor von Böhmen und Mähren. Einberufung und Leitung der Wannsee-Konferenz (20.1.1942). Am 27.5.1942 durch Attentat des tschechischen Widerstands schwer verletzt, starb H. am 4.6.1942. Zur Vergeltung wurde das Dorf Lidice liquidiert. befahl Hitler die Liquidierung des Dorfes. Die männlichen Einwohner über 16 Jahre wurden am 10.6.1942 erschossen, die Frauen und Kinder in KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. deportiert, einige wenige kamen später in deutsche Familien zur EindeutschungTarnbegriff der Nationalsozialisten für Vertreibung slawischer Völker aus besetzten Gebieten, wo anschließend »Volksdeutsche« angesiedelt werden sollten. Begriff auch für die von Heinrich Himmler betriebene rassistische Politik der »Eindeutschung« von Kindern aus den besetzten Gebieten in deutsche Familien. Bei blonden und blauäugigen Kindern vermuteten Nazis »germanische Erbanlagen«.. Einige Kinder wurden in ChelmnoOrtschaft und Tötungszentrum im annektierten Wartheland (Polen), bestehend aus einem Gutshaus und einem 5 km entfernten Waldlager, wo ab 8. 12.1941 die mechanische Massentötung von Juden aus der Umgebung, (Lodz und Posen), in Speziallastwagen durch Motorenabgase begann. Chelmno wurde bis März 1943 betrieben, vorübergehend aufgelöst und vom Juli 1944 bis Januar 1945 für die Ermordung der Juden des Ghettos Lodz erneut in Betrieb genommen. 152.000 Juden und ca. 5.000 österreichische Sinti und Roma wurden in Chelmno vergast. vergast.

Synonyme: Massaker von Lidice
LitzmannstadtNach Begriff suchen

Stadt LodzStadt Lodz im 1939 annektierten Teil Polens, umbenannt in Litzmannstadt. Erstes größeres Ghetto, im Frühjahr 1940 eingerichtet. Im Juni 1940 lebten 157.000 Menschen auf einem Areal von 4 km unter unzureichenden Bedingungen. Im Oktober 1941 kamen 20.000 deutsche, österreichische, luxemburgische und tschechische Juden dazu sowie 5.000 Sinti und Roma aus dem Burgenland, die in einem separaten Teil des Ghettos inhaftiert wurden. Zwischen Januar 1942 und Juli 1944 Deportationen zur Vernichtung nach Chelmno. 1944 Auflösung des Ghettos und Deportation von ca. 60.000 Menschen nach Auschwitz. im 1939 annektierten Teil Polens, umbenannt in LitzmannstadtStadt im 1939 annektierten Teil Polens, umbenannt in Litzmannstadt. Erstes größeres Ghetto, im Frühjahr 1940 eingerichtet. Im Juni 1940 lebten 157.000 Menschen auf einem Areal von 4 km unter unzureichenden Bedingungen. Im Oktober 1941 kamen 20.000 deutsche, österreichische, luxemburgische und tschechische Juden dazu sowie 5.000 Sinti und Roma aus dem Burgenland, die in einem separaten Teil des Ghettos inhaftiert wurden. Zwischen Januar 1942 und Juli 1944 Deportationen zur Vernichtung nach Chelmno. 1944 Auflösung des Ghettos und Deportation von ca. 60.000 Menschen nach Auschwitz.. Erstes größeres GhettoItalienisch, Bezeichnung für zwangsweise zugewiesenen, räumlich beschränkten Wohnbezirk für eine Minderheit, der von außen abgeriegelt und mit Ausgehverbot und behördlichen Kontrollen belegt werden kann. Im Rückgriff auf historische Vorbilder aus dem Mittelalter errichteten die Nationalsozialisten ab Dezember 1939 in den besetzten osteuropäischen Gebieten durch Mauern und Stacheldraht abgetrennte Wohnbezirke z.B. in Lodz, Warschau, Wilna, Riga, Minsk, in denen Juden und "Zigeuner" unter unmenschlichen Bedingungen leben mussten, bevor sie deportiert und ermordet wurden., im Frühjahr 1940 eingerichtet. Im Juni 1940 lebten 157.000 Menschen auf einem Areal von 4 km unter unzureichenden Bedingungen. Im Oktober 1941 kamen 20.000 deutsche, österreichische, luxemburgische und tschechische Juden dazu sowie 5.000 SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. aus dem Burgenland, die in einem separaten Teil des Ghettos inhaftiert wurden. Zwischen Januar 1942 und Juli 1944 Deportationen zur Vernichtung nach ChelmnoOrtschaft und Tötungszentrum im annektierten Wartheland (Polen), bestehend aus einem Gutshaus und einem 5 km entfernten Waldlager, wo ab 8. 12.1941 die mechanische Massentötung von Juden aus der Umgebung, (Lodz und Posen), in Speziallastwagen durch Motorenabgase begann. Chelmno wurde bis März 1943 betrieben, vorübergehend aufgelöst und vom Juli 1944 bis Januar 1945 für die Ermordung der Juden des Ghettos Lodz erneut in Betrieb genommen. 152.000 Juden und ca. 5.000 österreichische Sinti und Roma wurden in Chelmno vergast.. 1944 Auflösung des Ghettos und Deportation von ca. 60.000 Menschen nach Auschwitz.

Synonyme: Lodz
LodzNach Begriff suchen

Stadt im 1939 annektierten Teil Polens, umbenannt in LitzmannstadtStadt Lodz im 1939 annektierten Teil Polens, umbenannt in Litzmannstadt. Erstes größeres Ghetto, im Frühjahr 1940 eingerichtet. Im Juni 1940 lebten 157.000 Menschen auf einem Areal von 4 km unter unzureichenden Bedingungen. Im Oktober 1941 kamen 20.000 deutsche, österreichische, luxemburgische und tschechische Juden dazu sowie 5.000 Sinti und Roma aus dem Burgenland, die in einem separaten Teil des Ghettos inhaftiert wurden. Zwischen Januar 1942 und Juli 1944 Deportationen zur Vernichtung nach Chelmno. 1944 Auflösung des Ghettos und Deportation von ca. 60.000 Menschen nach Auschwitz.. Erstes größeres GhettoItalienisch, Bezeichnung für zwangsweise zugewiesenen, räumlich beschränkten Wohnbezirk für eine Minderheit, der von außen abgeriegelt und mit Ausgehverbot und behördlichen Kontrollen belegt werden kann. Im Rückgriff auf historische Vorbilder aus dem Mittelalter errichteten die Nationalsozialisten ab Dezember 1939 in den besetzten osteuropäischen Gebieten durch Mauern und Stacheldraht abgetrennte Wohnbezirke z.B. in Lodz, Warschau, Wilna, Riga, Minsk, in denen Juden und "Zigeuner" unter unmenschlichen Bedingungen leben mussten, bevor sie deportiert und ermordet wurden., im Frühjahr 1940 eingerichtet. Im Juni 1940 lebten 157.000 Menschen auf einem Areal von 4 km unter unzureichenden Bedingungen. Im Oktober 1941 kamen 20.000 deutsche, österreichische, luxemburgische und tschechische Juden dazu sowie 5.000 SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. aus dem Burgenland, die in einem separaten Teil des Ghettos inhaftiert wurden. Zwischen Januar 1942 und Juli 1944 Deportationen zur Vernichtung nach ChelmnoOrtschaft und Tötungszentrum im annektierten Wartheland (Polen), bestehend aus einem Gutshaus und einem 5 km entfernten Waldlager, wo ab 8. 12.1941 die mechanische Massentötung von Juden aus der Umgebung, (Lodz und Posen), in Speziallastwagen durch Motorenabgase begann. Chelmno wurde bis März 1943 betrieben, vorübergehend aufgelöst und vom Juli 1944 bis Januar 1945 für die Ermordung der Juden des Ghettos Lodz erneut in Betrieb genommen. 152.000 Juden und ca. 5.000 österreichische Sinti und Roma wurden in Chelmno vergast.. 1944 Auflösung des Ghettos und Deportation von ca. 60.000 Menschen nach Auschwitz.

Synonyme: Ghetto Litzmannstadt, Ghetto Lodz, Litzmannstadt
LublinNach Begriff suchen

Stadt in Ostpolen, nach der deutschen Besetzung im sogenannten Generalgouvernement (GGBezeichnung für die nach Kriegsbeginn (1.9.1939) besetzten polnischen Gebiete, die nicht dem Deutschen Reich eingegliedert wurden, unterteilt in die vier Distrikte Krakau, Radom, Warschau und Lublin mit zusammen 12 Millionen Einwohnern. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion am 22.6.1941 Annexion des Gebiets um Lemberg (Lwow) als 5. Distrikt Galizien. Das GG umfasste eine Fläche von 94.000 km2, auf der ca. 12 Millionen Menschen lebten (ca. 10 Mio. Polen, 1,5 Mio. Juden, 650.000 Deutsche und über 500.000 Ukrainer und Weißrussen). Die Hauptstadt war Krakau, wo der Generalgouverneur Dr. Hans Frank residierte. Amtssprachen waren Deutsch und Polnisch. Abschaffung des polnischen Schul- und Bildungswesen bis auf die Grundschule, Raub und Zerstörung polnischer Kulturgüter. Die polnische Bevölkerung war Hunger Verschleppung zur Zwangsarbeit nach Deutschland, Aussiedlung, öffentliche Erschießungen, „Pazifikationen“ von Dörfern ausgesetzt. Die jüdische Bevölkerung 1942-1944 in Ghettos eingesperrt wurde bis Ende 1943 fast vollständig ermordet.). Nach Planungen der SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf. Stützpunkt für ein Imperium im Osten. Ort des Konzentrations- und Vernichtungslagers MajdanekStadt in Ostpolen, nach der deutschen Besetzung im sogenannten Generalgouvernement (GG). Nach Planungen der SS Stützpunkt für ein Imperium im Osten. Ort des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek für Polen und Juden. für Polen und Juden.

Synonyme: Majdanek
Ludmila Peškarova, geb. KadlecovaNach Begriff suchen

1890-1987. Geboren in Sobotovice bei Brünn. Studium der Musik, ab 1910 Arbeit als Musiklehrerin. 1912 Umzug nach Rajhrad, dort Heirat mit Jan Peška&#345,, Lehrer. Nach der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren“ im März 1939 schloss sich ihr Mann dem tschechischen Widerstand an. 1942 Verhaftung des Ehemannes in Brünn und seine Ermordung nach dem Attentat auf Reinhard HeydrichGeboren 1904 in Halle, Vater Musiker. Katholisches Gymnasium, 1919/20 Meldegänger im Freikorps Maercker. 1922-1931 Kriegsmarine, in Unehren entlassen. 1931 Eintritt in die NSDAP und SS. Chef der Sicherheitspolizei und des SD. 1939 Chef des RSHA. Organisator der "Endlösung der Judenfrage". 1941 Reichsprotektor von Böhmen und Mähren. Einberufung und Leitung der Wannsee-Konferenz (20.1.1942). Am 27.5.1942 durch Attentat des tschechischen Widerstands schwer verletzt, starb H. am 4.6.1942. Zur Vergeltung wurde das Dorf Lidice liquidiert.. Verhaftung von Ludmila Peškarova im Mai 1943 wegen Hochverrats, weil sie zum Gedenken an ihren Mann zwei schwarze Fähnchen ins Fenster gestellt hatte. Ihr 14-jähriger Sohn blieb allein zurück. Nach fünfmonatiger Gefängnishaft in Brünn, wo sie schon begann Lieder zu schreiben, wurde sie im Oktober 1943 nach Ravensbrück überstellt (Häftlingsnummer 24 072). Sie sang mit den Lagerkameradinnen heimlich patriotische Lieder und schrieb bis zur BefreiungBedingungslose Kapitulation Deutschlands, Kriegsende in Europa. über 100 Gedichte und Lieder, die sie z.T. im Sommer 1945 nach der Rückkehr in ihre Heimat aufzeichnete. Nach ihrer Befreiung engagierte sie sich in der Vereinigung der Widerstandskämpfer. Sie starb 1987 im Alter von 97 Jahren.