Klicken und kostenlos helfen!

Glossareinträge beginnend mit H

h
HachscharaNach Begriff suchen

Neuhebräisch: Ertüchtigung, Bezeichnung für landwirtschaftliche und handwerkliche Ausbildungslager der zionistischen Bewegung zur Vorbereitung auf die Auswanderung(Lateinisch: emigrare) Auswanderung, Menschen verlassen für immer oder für eine gewisse Zeit ihren Wohnort aus politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Gründen bzw. aufgrund von Krieg und Naturkatastrophen. In allen historischen Epochen sind Migrationsbewegungen zu beobachten und es wird unterschieden zwischen Binnenmigration - innerhalb eines Landes und internationale Migration - von einem Land in ein anderes. Während des Nationalsozialismus war die Emigration von Künstlern und politisch Verfolgten, Kommunisten und Sozialisten, vor allem aber den aus rassistischen Gründen verfolgten deutschen Juden von großer Bedeutung. In die Flucht getrieben wurden die Unerwünschten bis zum Kriegsbeginn 1939 durch Zerstörung der beruflichen Existenzgrundlagen durch Ausbürgerung, Enteignung von Häusern, Grundstücken und Kapital. Zudem war die Reichsfluchtsteuer zu zahlen. Auch nach dem NS gab und gibt es in der jüdischen Bevölkerung große Wanderbewegungen. und das Leben als Pionier (Chaluz) beim Aufbau des jüdischen Gemeinwesens bzw. Staates in Palästina/Israel.

HadamarNach Begriff suchen

Stadt in Hessen bei Limburg. In der 1883 als Armenanstalt gegründeten, ab 1906 zur Unterbringung Geisteskranker genutzten Landes-Heilanstalt wurde 1940 die sechste der "EuthanasieMit dem Aktenzeichen "14f13" als Tarnung bezeichnete Erfassung und Ermordung ca. 20.000 kranker KZ-Häftlinge von April 1941 bis April 1943 durch Personal der Aktion T4 in den "Euthanasie"-Anstalten."-Anstalten eingerichtet. Von Januar bis August 1941 wurden 10.072 Menschen in der Gaskammer getötet, bis 1945 weitere 5.000 durch tödliche Medikamente, darunter auch 34 jüdische "Mischlingskinder" in Fürsorgeerziehung sowie 476 Tbc-kranke polnische u. russische Zwangsarbeiterinnen u. -arbeiter. Oktober 1945 erster US-Militärgerichtsprozess gegen das Anstaltspersonal, 1947 dt. ziviler Strafprozess. Seit 1983 erinnert eine Gedenkstätte an die Opfer und die Verbrechen.

Hanns EislerNach Begriff suchen

1898-1962. Deutscher Komponist, wichtigster Repräsentant der sozialistischen Musikkultur. Eisler studierte u.a. bei Arnold Schönberg und Anton Webern. Ab 1929 Zusammenarbeit mit dem Dramatiker Bertolt Brecht. 1933 Emigration. Ab 1938 in den USA, Hochschullehrer für Komposition in New York und Los Angeles. Rückkehr nach Deutschland. In Berlin (DDR) lehrte er von 1950 bis zu seinem Tod an der später nach ihm benannten Hochschule für Musik. Eisler komponierte 1949 die Hymne der DDR "Auferstanden aus Ruinen".

Haus der Wannsee-KonferenzNach Begriff suchen

Hier fand am 20. Januar 1942 die Wannsee-KonferenzKonferenz am 20. Januar 1942 in einer Villa am Wannsee im Süden Berlins. Unter dem Vorsitz des SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA), verhandelten 14 hochrangige Vertreter der Ministerialbürokratie und der SS über die organisatorische Durchführung der "Endlösung", d.h. die Entscheidung, die Juden Europas in den Osten zu deportieren und zu ermorden. statt. Seit 1992 Gedenk- und Bildungsstätte.

HeimatarmeeNach Begriff suchen

Anfang 1942 schlossen sich im deutsch besetzten Polen verschiedene polnische Widerstandsgruppen zu einer bewaffneten Untergrundorganisation (Armia Krajowa - AKAnfang 1942 schlossen sich im deutsch besetzten Polen verschiedene polnische Widerstandsgruppen zu einer bewaffneten Untergrundorganisation (Armia Krajowa - AK) zusammen. Die Aufgaben der Heimatarmee waren zunächst die Fluchthilfe, Ausbildung und Information, später Sabotage, Partisanentätigkeit und direkter Angriff auf die deutschen Besatzer. Als im Sommer 1944 die Rote Armee in Polen eindrang und damit die Chancen auf eine erfolgreiche Erhebung gegen die deutsche Fremdherrschaft stiegen, machte die Heimatarmee unter der Führung von General Bór-Komorowski in großem Umfang mobil. Sie sollte der Befreiung der Hauptstadt durch die Sowjets zuvorkommen und löste am 01. August 1944 den Warschauer Aufstand aus. Da die Rote Armee die Vorstadt Warschaus Praga erreicht hatte und keine Hilfe leistete, musste die Heimatarmee am 02.10.1944 kapitulieren und wurde am 19. Januar 1945 von ihrem Führer aufgelöst.) zusammen. Die Aufgaben der Heimatarmee waren zunächst die Fluchthilfe, Ausbildung und Information, später Sabotage, Partisanentätigkeit und direkter Angriff auf die deutschen Besatzer. Als im Sommer 1944 die Rote Armee in Polen eindrang und damit die Chancen auf eine erfolgreiche Erhebung gegen die deutsche Fremdherrschaft stiegen, machte die Heimatarmee unter der Führung von General Bór-Komorowski in großem Umfang mobil. Sie sollte der BefreiungBedingungslose Kapitulation Deutschlands, Kriegsende in Europa. der Hauptstadt durch die Sowjets zuvorkommen und löste am 01. August 1944 den Warschauer Aufstand1. August-2. Oktober 1944. Bewaffneter Aufstand der Heimatarmee unter General Bór-Komorowski, unterstützt durch die Stadtbevölkerung. Er wurde in Verbindung mit der Exilregierung und dem Polnischen Untergrundstaat im Rahmen der Aktion „Sturm“ organisiert. Als Aufstand gegen die deutschen Besatzer gerichtet war sein Hauptziel dennoch die Rettung der Souveränität Nachkriegspolens angesichts der sich Warschau annähernden sowjetischen Truppen. Zunächst konnte sich der Aufstand nur auf 23.000 Soldaten (10% davon  bewaffnet) stützen. Die Aufständischen erlitten in langen, erbitterten Kämpfen schwere Niederlagen und mussten am 2. Oktober kapitulieren, obwohl seit 14. September die sowjetischen Truppen die Weichsel und die Vorstadt Praga erreicht hatten. Warschau wurde auf Befehl Hitlers weitgehend zerstört. Die Aufständischen hatten 10.000 Gefallene und 5.000 schwer Verletzte zu beklagen.150.000-200.000 Zivilisten fielen den Kämpfen zum Opfer, ca. 70.000 Polen wurden zur Zwangsarbeit in KZs verschleppt. 18.000 deutsche Soldaten kamen im Aufstand um, ca. 25.000 wurden schwer verletzt. aus. Da die Rote Armee die Vorstadt Warschaus Praga erreicht hatte und keine Hilfe leistete, musste die Heimatarmee am 02.10.1944 kapitulieren und wurde am 19. Januar 1945 von ihrem Führer aufgelöst.

Synonyme: AK, Armia Krajowa
Heinrich HimmlerNach Begriff suchen

Geboren 1900 in München, Vater Gymnasialdirektor. 1922 Dipl.-Landwirt. 1923 Teilnahme am Hitlerputsch. 1929 "Reichsführer SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf.". Juni 1936 Chef der deutschen Polizei. Befehlsgewalt über den gesamten SS Terrorapparat. 1939 Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums, zuständig für die GermanisierungTarnbegriff der Nationalsozialisten für Vertreibung slawischer Völker aus besetzten Gebieten, wo anschließend »Volksdeutsche« angesiedelt werden sollten. Begriff auch für die von Heinrich Himmler betriebene rassistische Politik der »Eindeutschung« von Kindern aus den besetzten Gebieten in deutsche Familien. Bei blonden und blauäugigen Kindern vermuteten Nazis »germanische Erbanlagen«. und "Umvolkung" in den besetzten Ostgebieten".1943 Reichsinnenminister. Verantwortlich für die Errichtung des Nazi-Terrorapparates in den besetzten Ländern und für die Durchführung der "EndlösungIm vollen Wortlaut des NS-Sprachgebrauchs "Endlösung der Judenfrage" Tarnbezeichnung im amtlichen Schriftverkehr spätestens ab Frühjahr 1941 für den Plan der Vernichtung der europäischen Juden im deutschen Machtbereich." (Ermordung der Juden in Europa). Nach der KapitulationBedingungslose Kapitulation Deutschlands, Kriegsende in Europa. und gescheiterten Flucht in britischer Gefangenschaft Selbstmord am 23. Mai 1945.

Hermann GöringNach Begriff suchen

1893-1946. Im 1. Weltkrieg Jagdflieger, seit 1922 Mitglied der NSDAPIm Januar 1919 als Deutsche Arbeiterpartei gegründete antimarxistische, antisemitische und völkische Organisation. Im Februar 1920 umbenannt in NSDAP und Verkündung des 25 Punkte umfassenden Parteiprogramms durch Adolf Hitler, nach dem Hitlerputsch vom 8./9. November 1923 verboten. Wiedergründung im Februar 1925. Die Mitgliederzahl stieg von 27.000 im Jahr 1925 auf 2,5 Millionen im März 1933., Teilnahme am Hitlerputsch.1933 Preußischer Innenminister u. Ministerpräsident, 1935 Reichskommissar für Luftfahrt. Als Beauftragter für den VierjahresplanAuftrag Hitlers 1936, in vier Jahren die Aufrüstung Deutschlands und die Kriegsbereitschaft der deutschen Wirtschaft zu erreichen. Das Ziel des Plans beinhaltete die Revision des Versailler Friedensvertrags. Hermann Göring wurde Beauftragter für den Vierjahresplan mit Generalvollmacht in allen wirtschaftlichen Fragen und Chef des 1936 geschaffenen Amtes im Rang einer Obersten Reichsbehörde. ab 1936 diktatorische Vollmacht über die Wirtschaft, verantwortlich für die ArisierungNationalsozialistischer Begriff für die zwangsweise Enteignung des Besitzes und Vermögens von "Nichtariern" (Juden, Sinti und Roma) sowie ihrer Eliminierung aus dem Berufs- und Wirtschaftsleben zugunsten von "Ariern" bzw. des deutschen Reiches. Diese Maßnahmen wurden auch von den Verbündeten des NS-Staates übernommen. jüdischen Eigentums. Hitlers designierter Nachfolger. Im Juli 1941 Auftrag an Reinhard HeydrichGeboren 1904 in Halle, Vater Musiker. Katholisches Gymnasium, 1919/20 Meldegänger im Freikorps Maercker. 1922-1931 Kriegsmarine, in Unehren entlassen. 1931 Eintritt in die NSDAP und SS. Chef der Sicherheitspolizei und des SD. 1939 Chef des RSHA. Organisator der "Endlösung der Judenfrage". 1941 Reichsprotektor von Böhmen und Mähren. Einberufung und Leitung der Wannsee-Konferenz (20.1.1942). Am 27.5.1942 durch Attentat des tschechischen Widerstands schwer verletzt, starb H. am 4.6.1942. Zur Vergeltung wurde das Dorf Lidice liquidiert. zur Vorbereitung der "Endlösung der JudenfrageIm vollen Wortlaut des NS-Sprachgebrauchs "Endlösung der Judenfrage" Tarnbezeichnung im amtlichen Schriftverkehr spätestens ab Frühjahr 1941 für den Plan der Vernichtung der europäischen Juden im deutschen Machtbereich.". Als einer der Hauptangeklagten im Nürnberger ProzessSammelbezeichnung für Verfahren vor dem Internationalen Militärtribunal (IMT) 1945/46 gegen 24 Hauptverantwortliche für die NS-Verbrechen und 6 NS-Organisationen sowie weitere 12 Nachfolgeprozesse zwischen 1946-1948 vor US-Militärgerichten mit 177 Angeklagten der NS-Bürokratie, Wehrmacht, SS, Polizei, der Ärzteschaft, Justiz, Industrie und Wirtschaft. In Hunderten Prozessen britischer, französischer, sowjetischer und US-amerikanischer Militärgerichte wurden vor Gründung der beiden deutschen Nachkriegsstaaten NS-Täter abgeurteilt. zum Tode verurteilt. Selbstmord vor der Hinrichtung.

HimmlerlandNach Begriff suchen

Der Ausdruck „Himmlerland” existiert auf Polnisch als Titel der 10. Folge der TV-Serie „Polskie Drogi” aus den 1970-/1980er Jahren. In der genannten Folge geht es um die im vorliegenden Projekt geschilderte Aussiedlungsaktion, den polnischen Widerstand dagegen und insbesondere um das Schicksal der jüdischen Adoptivtochter eines der beiden ethnisch polnischen Helden der Serie. Das Mädchen, das aus Sicherheitsgründen in ein katholisches Schwesternheim in der entlegenen „Region Zamosc” gegeben wurde, wird mit den anderen Heiminsassinnen bei der Aussiedlung zur Adoption nach Deutschland verschleppt.

Hitler-Stalin-PaktNach Begriff suchen

Legte neben dem Freundschafts- und GrenzvertragLegte neben dem Nichtangriffspakt zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion nach deren Angriff auf Polen die Aufteilung Ostmitteleuropas in eine deutsche und eine sowjetische Einflusszone fest, unterzeichnet am 28. September 1939, sanktionierte die Teilung Polens und bot die Grundlage für deutsch-sowjetische Einzelvereinbarungen in gleichzeitig unterzeichneten Erklärungen, Geheimprotokollen und einem Briefwechsel zwischen Ribbentrop und Molotow, korrigierte den Verlauf der deutsch-sowjetischen Grenze und bestimmte die Grundsätze für eine gemeinsame Bekämpfung der polnischen Unabhängigkeitsbewegung im Untergrund. Ganz Litauen fiel an die UdSSR, die dafür auf die Wojewodschaft Lublin und den Ostteil der Wojewodschaft Warschau verzichtete. zwischen dem Deutschen Reich und der SowjetunionIst die Kurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR). Sie wurde nach dem Ende des russischen Reiches (1917) im Dezember 1922 gegründet. Bis zu ihrem Zerfall im Jahr 1991 Bildete sie das politische Zentrum des Ostblocks (auch Warschauer Vertragsstaaten) und des real existierenden Sozialismus. Die Sowjetunion umfasste etwa das Territorium der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) sowie Estlands, Lettlands und Litauens.	die Aufteilung Ostmitteleuropas in eine deutsche und eine sowjetische Einflusszone fest, am 23.8.1939 von den Außenministern v. Ribbentrop und Molotow in Polen unterzeichnet, enthielt bei einer Gültigkeitsdauer von zehn Jahren die gegenseitige Verpflichtung zur Nichtanwendung von Gewalt und zur Neutralität im Falle eines Konflikts einer der beiden Vertrag schließenden Parteien mit einer dritten. Auf Wunsch Stalins Beifügung eines geheimen Protokolls, das der UdSSR in Bessarabien, Estland, Finnland, Lettland und in Polen östlich der Linie „der Flüsse Narew, Weichsel und San“ freie Hand ließ, dem Dritten Reich in Litauen und dem restlichen polnischen Gebiet. Wie im Hitler-Stalin-PaktLegte neben dem Freundschafts- und Grenzvertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion die Aufteilung Ostmitteleuropas in eine deutsche und eine sowjetische Einflusszone fest, am 23.8.1939 von den Außenministern v. Ribbentrop und Molotow in Polen unterzeichnet, enthielt bei einer Gültigkeitsdauer von zehn Jahren die gegenseitige Verpflichtung zur Nichtanwendung von Gewalt und zur Neutralität im Falle eines Konflikts einer der beiden Vertrag schließenden Parteien mit einer dritten. Auf Wunsch Stalins Beifügung eines geheimen Protokolls, das der UdSSR in Bessarabien, Estland, Finnland, Lettland und in Polen östlich der Linie „der Flüsse Narew, Weichsel und San“ freie Hand ließ, dem Dritten Reich in Litauen und dem restlichen polnischen Gebiet. Wie im Hitler-Stalin-Pakt vorgesehen, rückte die Rote Armee am 17. September 1939 in Polen ein. vorgesehen, rückte die Rote Armee am 17. September 1939 in Polen ein.

Synonyme: deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt, Nichtangriffsvertrag
Hitlerjugend Nach Begriff suchen

Gegründet 1926, Jugendorganisation der NSDAPIm Januar 1919 als Deutsche Arbeiterpartei gegründete antimarxistische, antisemitische und völkische Organisation. Im Februar 1920 umbenannt in NSDAP und Verkündung des 25 Punkte umfassenden Parteiprogramms durch Adolf Hitler, nach dem Hitlerputsch vom 8./9. November 1923 verboten. Wiedergründung im Februar 1925. Die Mitgliederzahl stieg von 27.000 im Jahr 1925 auf 2,5 Millionen im März 1933. für Jungen und Mädchen. Ziel war die totale Erfassung und politische Beeinflussung der deutschen Jugend. Durch Verbot anderer Jugendverbände und Zwangsmitgliedschaft neben Elternhaus und Schule einzige Erziehungsinstitution. 8,7 Mio. Mitglieder 1938. Die HJGegründet 1926, Jugendorganisation der NSDAP für Jungen und Mädchen. Ziel war die totale Erfassung und politische Beeinflussung der deutschen Jugend. Durch Verbot anderer Jugendverbände und Zwangsmitgliedschaft neben Elternhaus und Schule einzige Erziehungsinstitution. 8,7 Mio. Mitglieder 1938. Die HJ war nach Alter u. Regionen paramilitärisch organisiert: die 10-14jährigen als Pimpfe im Deutschen Jungvolk (DJ) bzw. bei den Jungmädel (JM), die 14-18jährigen in HJ und BDM (Bund Deutscher Mädel). 1939-1945 wurden HJ und BDM zu kriegswichtigen Hilfsdiensten eingesetzt. war nach Alter u. Regionen paramilitärisch organisiert: die 10-14jährigen als PimpfeDie Hitlerjugend war nach Alter u. Regionen paramilitärisch organisiert: die 10-14jährigen als Pimpfe im Deutschen Jungvolk (DJ) bzw. bei den Jungmädel (JM), die 14-18jährigen in HJ und BDM (Bund Deutscher Mädel). im Deutschen Jungvolk (DJ) bzw. bei den Jungmädel (JM), die 14-18jährigen in HJ und BDM (Bund Deutscher Mädel). 1939-1945 wurden HJ und BDM zu kriegswichtigen Hilfsdiensten eingesetzt.

Synonyme: HJ
HitlerjungenNach Begriff suchen

Mitglieder der Hitlerjugend, die 1926 gegründete Jugendorganisation der NSDAPIm Januar 1919 als Deutsche Arbeiterpartei gegründete antimarxistische, antisemitische und völkische Organisation. Im Februar 1920 umbenannt in NSDAP und Verkündung des 25 Punkte umfassenden Parteiprogramms durch Adolf Hitler, nach dem Hitlerputsch vom 8./9. November 1923 verboten. Wiedergründung im Februar 1925. Die Mitgliederzahl stieg von 27.000 im Jahr 1925 auf 2,5 Millionen im März 1933. für Jungen und Mädchen.

Hitlerputsch Nach Begriff suchen

Gescheiterter Versuch Hitlers, die Weimarer Republik zu stürzen. Der Marsch Hitlers zusammen mit General Ludendorff und 3.000 republikfeindlichen Anhängern am 9. November 1923Gescheiterter Versuch Hitlers, die Weimarer Republik zu stürzen. Der Marsch Hitlers zusammen mit General Ludendorff und 3.000 republikfeindlichen Anhängern am 9. November 1923 zur Feldherrnhalle in München endete im Gefecht mit der Polizei. Es gab 20 Tote. Hitler wurde 1924 zu 5 Jahren Haft in Landsberg/Lech verurteilt, doch schon nach 9 Monaten entlassen. In der Haft schrieb er sein Buch "Mein Kampf". Nach 1933 wurde die Niederlage durch den jährlich inszenierten Gedenkmarsch zur Feldherrnhalle in einen nationalen Triumph umgedeutet. zur Feldherrnhalle in München endete im Gefecht mit der Polizei. Es gab 20 Tote. Hitler wurde 1924 zu 5 Jahren Haft in Landsberg/LechIm Landkreis Landsberg wurden 1944/ 45 acht der insgesamt elf Lager des Lagerkomplexes Kaufering errichtet, die dem KZ Dachau unterstellt waren, in dem ca. 30.000 Häftlinge (fast ausschließlich Juden) zur Zwangsarbeit an drei unterirdischen Flugzeugfabriken eingesetzt waren. Amerikanische Truppen befreiten Landsberg am 27.4. 1945. Bis 1951 gab es im Landkreis Landsberg ein Lager mit bis zu 7000 Displaced Persons. In den Jahren 1946 bis 1949 durchliefen ca. 1.600 NS-Kriegsverbrecher die Haftanstalt, die in der amerikanischen Besatzungszone abgeurteilt wurden. Hitler saß 1923/ 24 nach einem misslungenen Putschversuch in der Festungshaftabteilung des Landsberger Gefängnisses ein, wobei er "Mein Kampf" diktierte. verurteilt, doch schon nach 9 Monaten entlassen. In der Haft schrieb er sein Buch "Mein Kampf". Nach 1933 wurde die Niederlage durch den jährlich inszenierten Gedenkmarsch zur Feldherrnhalle in einen nationalen Triumph umgedeutet.

Synonyme: 9. November 1923, Hitler-Ludendorff-Putsch
HolocaustNach Begriff suchen

Der Begriff HolocaustDer Begriff Holocaust  kommt aus dem Griechischen, bedeutet "vollständig verbrannt" und bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten Antisemitismus begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt. kommt aus dem Griechischen, bedeutet "vollständig verbrannt" und bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten AntisemitismusIn den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts geprägter Begriff für Judenfeindschaft. Als ein Produkt der bürgerlichen Industriegesellschaft ist der Antisemitismus überwiegend politisch, wirtschaftlich und rassistisch motiviert. Er richtet sich gegen Juden als ethnische und kulturelle Minderheit in Europa. Die seit der Antike vorkommende religiös motivierte Judenfeindschaft bezeichnet man als Antijudaismus. begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt.

HomosexuelleNach Begriff suchen

Homosexualität, bereits vor dem NS kriminalisiert, galt nach der NS-Ideologie als der Bevölkerungspolitik schädliche, zu bekämpfende "Entartung". Die Verfolgung setzte in den eigenen Reihen der NSDAPIm Januar 1919 als Deutsche Arbeiterpartei gegründete antimarxistische, antisemitische und völkische Organisation. Im Februar 1920 umbenannt in NSDAP und Verkündung des 25 Punkte umfassenden Parteiprogramms durch Adolf Hitler, nach dem Hitlerputsch vom 8./9. November 1923 verboten. Wiedergründung im Februar 1925. Die Mitgliederzahl stieg von 27.000 im Jahr 1925 auf 2,5 Millionen im März 1933. 1934 mit dem "Röhm-Putsch"(SAAbk. für "Sturmabteilung", seit 1920 parteieigener Ordnerdienst zum Schutz von Veranstaltungen der NSDAP. 1932 ca. 420.000 Mitglieder, 1934 bereits 4,2 Millionen. Die paramilitärischen, braun-uniformierten Sturmtruppen waren Instrument zur Zerschlagung der Demokratie durch Terrorakte und Straßenkämpfe. Nach 1933 erhielt die SA hilfspolizeiliche Vollmachten. Die Machtansprüche des Stabschefs der SA, Ernst Röhm, die SA mit der Reichswehr zusammenzuschließen, veranlassten Hitler, seinen Freund Röhm sowie 85 SA-Führer und Regimekritiker am 1. Juli 1934 von der SS ermorden zu lassen.) ein. Ein von Himmler in der Zentrale der GestapoAbk. für Geheime Staatspolizei, am 26.4.1933 von Göring als preußischem Ministerpräsidenten eingerichtet, (Zentralbehörde: Geheimes Staatspolizeiamt Gestapa). 1934 Reichsbehörde unter Himmler als Reichsführer SS und Chef der Dt. Polizei, mit Kriminalpolizei zur Sicherheitspolizei vereinigt, ab 1939 als Amt IV im Reichssicherheitshauptamt. Ohne Bindung an Recht und Gesetz verhängte die Gestapo Haft in Gefängnissen und KZ, folterte, ermordete politische Häftlinge, ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und war beteiligt an den Mordaktionen der Einsatzgruppen. eingerichtetes "Sonderdezernat Homosexualität" organisierte die Erfassung. Tausende homosexuelleHomosexualität, bereits vor dem NS kriminalisiert, galt nach der NS-Ideologie als der Bevölkerungspolitik schädliche, zu bekämpfende "Entartung". Die Verfolgung setzte in den eigenen Reihen der NSDAP 1934 mit dem "Röhm-Putsch"(SA) ein. Ein von Himmler in der Zentrale der Gestapo eingerichtetes "Sonderdezernat Homosexualität" organisierte die Erfassung. Tausende homosexuelle Männer wurden inhaftiert, z. T. kastriert und in KZ ermordet. Der rosa Winkel kennzeichnete H. in den KZ. Es gibt keinen Beleg darüber, dass lesbische Frauen aufgrund ihrer Homosexualität verurteilt und inhaftiert wurden. Männer wurden inhaftiert, z. T. kastriert und in KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. ermordet. Der rosa Winkel kennzeichnete H. in den KZ. Es gibt keinen Beleg darüber, dass lesbische Frauen aufgrund ihrer Homosexualität verurteilt und inhaftiert wurden.