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Glossareinträge beginnend mit F

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FestschreibungserlassNach Begriff suchen

Erlass Himmlers vom 17. Oktober 1939, wodurch SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. unter Androhung von KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos.-Haft verboten wurde, ihre Wohnorte zu verlassen. Anordnung von Maßnahmen zur Vorbereitung der DeportationZwangsumsiedlung von Juden sowie Sinti und Roma aus ihren Wohnungen zunächst in besondere Unterkünfte, Häuser und städtische Lager, in Osteuropa in Ghettos, KZ, Arbeits- und Straflager sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" oder "Evakuierung" getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen. der Sinti und RomaRom bedeutet Mensch in Romanes, der Sprache der Roma. Internationale kollektive Bezeichnung für ca. 10 Millionen Menschen auf der Welt. Roma leben überwiegend in Ost- und Südosteuropa, einige auch seit ca. 100 Jahren in Deutschland und Mitteleuropa. Sie unterscheiden sich von den Sinti durch sprachliche Unterschiede (Dialekte u. Lehnwörter) und in kulturellen Traditionen. Gemeinsam ist ihnen der besondere Zusammenhalt der Familien, die unbestrittene Autorität und Verehrung der älteren Generation durch die Jüngeren sowie die Erfahrung der Verfolgung als "Zigeuner".: Fahndung und Festnahme von Sinti und Roma, Erfassung aller "Zigeuner und Zigeunermischlinge einschließlich der Kinder", Unterbringung in Sammellagern.

Festung BreslauNach Begriff suchen

Ende Juli 1944 wurde Breslau aufgrund der heranrückenden Front durch die deutsche Führung zu einer Festung ernannt. Hierzu wurde, um die Abwehr gegen die russische Armee vorzubereiten, die Bevölkerung aus der Stadt evakuiert und das Verteidigungssystem gestärkt. Während der Belagerung Breslaus durch die I. ukrainische Front mussten mittels einer Luftbrücke Nahrungsmittel, Waffen sowie Arzneimittel aus dem Reichsgebiet in das angeschlossene Breslau transportiert werden. Bei dem Bau und Reparatur der Verteidigungsanlagen wurden zahlreiche Zwangsarbeiter eingesetzt. Schätzungen zufolge hat die EvakuierungNationalsozialistischer Tarnbegriff für die Deportation und Tötung von Juden, Sinti und Roma und Slawen in Ghettos, Arbeits-, Konzentrations- und Straflagern sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" und "Evakuierung" getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen. der Zivilbevölkerung 90.000 Menschenleben gekostet. Die Stadt Breslau kapitulierte am 06. Mai 1945.

Flossenbürg (KZ)Nach Begriff suchen

KonzentrationslagerKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. im Nordosten Bayerns. 1938 in der Nähe großer Granitsteinbrüche als Männerlager für "AsozialeBereits vor 1933 diskriminierender Sammelbegriff für Bettler, Fürsorgeempfänger, Obdachlose, Zuhälter, Prostituierte, auch Homosexuelle und "Zigeuner" sowie sonstige nach rassenideologischen und kriminalpolizeilichen Kriterien als "gemeinschaftsunfähig" definierte soziale Minderheitern. Tausende als "asozial" geltende Menschen wurden von der Kriminalpolizei auf Grund des Erlasses zur "vorbeugenden Verbrechensbekämpfung" vom 14. 12. 1937 verhaftet, in KZ inhaftiert, viele zwangssterilisiert oder im Rahmen der "Euthanasie" ermordet." und Strafgefangene eröffnet, ab 1943 auch weibliche Häftlinge. Zum KZ Flossenbürg gehörten ca. 100 Außenlager und -kommandos. Insgesamt wurden 96.716 Häftlinge registriert, von denen ca. 30.000 ermordet wurden. Im letzten Kriegsjahr wurden ca. 1.500 politische GefangenePolitische Gegner, deutsche und ausländische Widerstandskämpfer, zur Ausschaltung der Opposition gegen die NS-Diktatur inhaftiert. In den KZ waren sie mit dem roten Winkel, einem auf der Spitze stehenden Dreieck gekennzeichnet, bei Ausländern oft mit dem Initial des Herkunftslandes. hingerichtet, so noch am 9. 4. 1945 Dietrich BonhoefferGeboren 1906. Evangelischer Theologe, Mitbegründer der Bekennenden Kirche, bedeutender Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er verhalf 15 jüdischen Verfolgten 1942 zur Flucht in die Schweiz, wurde am 5. April 1943 von der Gestapo verhaftet, nach dem misslungenen Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 in das KZ Buchenwald, dann in das KZ Flossenbürg eingewiesen und dort am 9. April 1945 hingerichtet. Bonhoeffers gelebtes Christentum prägte den Protestantismus der Nachkriegszeit auch in den USA und Großbritannien. und Beteiligte am gescheiterten Attentat auf Hitler (20. Juli 1944). Das KZ Flossenbürg wurde am 23.4.1945 von US-Truppen befreit.

Synonyme: Konzentrationslager Flossenbürg
FreimaurerNach Begriff suchen

Internationale Bewegung humanitärer Weltanschauung. Säkularer Zusammenschluss von Männern, die miteinander geistigen Austausch und Brüderlichkeit pflegen. FreimaurerInternationale Bewegung humanitärer Weltanschauung. Säkularer Zusammenschluss von Männern, die miteinander geistigen Austausch und Brüderlichkeit pflegen. Freimaurer treten für die Achtung der Menschenwürde, Toleranz, Entfaltung der Persönlichkeit und Hilfsbereitschaft ein. Die Nationalsozialisten verfolgten die Freimaurer wegen des Geheimbundcharakters ihrer Logen. Sie unterstellten ihnen, den "artfremden Einfluss" der Juden gefördert zu haben. Nach 1933 wurden Freimaurer verhaftet, Logen zur Auflösung gezwungen und ihr Vermögen enteignet. treten für die Achtung der Menschenwürde, Toleranz, Entfaltung der Persönlichkeit und Hilfsbereitschaft ein. Die Nationalsozialisten verfolgten die Freimaurer wegen des Geheimbundcharakters ihrer Logen. Sie unterstellten ihnen, den "artfremden Einfluss" der Juden gefördert zu haben. Nach 1933 wurden Freimaurer verhaftet, Logen zur Auflösung gezwungen und ihr Vermögen enteignet.

Freundschafts- und GrenzvertragNach Begriff suchen

Legte neben dem Nichtangriffspakt zwischen dem Deutschen Reich und der SowjetunionIst die Kurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR). Sie wurde nach dem Ende des russischen Reiches (1917) im Dezember 1922 gegründet. Bis zu ihrem Zerfall im Jahr 1991 Bildete sie das politische Zentrum des Ostblocks (auch Warschauer Vertragsstaaten) und des real existierenden Sozialismus. Die Sowjetunion umfasste etwa das Territorium der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) sowie Estlands, Lettlands und Litauens.	nach deren Angriff auf Polen die Aufteilung Ostmitteleuropas in eine deutsche und eine sowjetische Einflusszone fest, unterzeichnet am 28. September 1939, sanktionierte die Teilung Polens und bot die Grundlage für deutsch-sowjetische Einzelvereinbarungen in gleichzeitig unterzeichneten Erklärungen, Geheimprotokollen und einem Briefwechsel zwischen Ribbentrop und Molotow, korrigierte den Verlauf der deutsch-sowjetischen Grenze und bestimmte die Grundsätze für eine gemeinsame Bekämpfung der polnischen Unabhängigkeitsbewegung im Untergrund. Ganz Litauen fiel an die UdSSR, die dafür auf die Wojewodschaft LublinStadt in Ostpolen, nach der deutschen Besetzung im sogenannten Generalgouvernement (GG). Nach Planungen der SS Stützpunkt für ein Imperium im Osten. Ort des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek für Polen und Juden. und den Ostteil der Wojewodschaft Warschau verzichtete.

Fritz CremerNach Begriff suchen

1906-1993. Bildhauer und Graphiker, geboren in Arnsberg, Westfalen. 1922-34 Studium der Bildhauerei in Essen und Berlin. 1929 Eintritt in die kommunistische Partei. 1946-50mProfessor an der Kunsthochschule in Wien. 1950 Übersiedlung in die DDR, wo er als einer der anerkanntesten und wichtigsten Meister realistischer Plastik galt. Sein Stil zeigt Einflüsse von Ernst Barlach und Käthe Kollwitz. Zu seinen Hauptwerken zählen Mahnmale für Auschwitz (1947), Buchenwald1937 als Konzentrationslager auf dem Ettersberg bei Weimar (Thüringen) eröffnet für politische Oppositionelle, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma sowie Strafgefangene, auf Grund der Verhaftungen zur "vorbeugenden Verbrechensbekämpfung" ("Asoziale"). Ende 1938 kamen Tausende Juden dazu. Von den ca. 250.000 Häftlingen in Buchenwald und den 130 Nebenlagern starben ca. 65.000. Ab Mitte 1938 organisierten die politischen Häftlinge den Lagerwiderstand. Buchenwald gehörte zu den wenigen Lagern, in denen die Häftlinge vor der Befreiung durch US-Truppen am 11. April 1945 revoltierten. (1952-58) und Ravensbrück (1959/60).

Fumikatsu InoueNach Begriff suchen

Architekt und Schriftsteller, geb. 1944 in Japan, gestaltete das HolocaustDer Begriff Holocaust  kommt aus dem Griechischen, bedeutet "vollständig verbrannt" und bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten Antisemitismus begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt. -Mahnmal "Erdknospe", Vorstandsmitglied der japanischen Korczak-Gesellschaft, des Internationalen Instituts zur Erforschung von Holocaust und Völkermord (Sitz in Jerusalem), Mitglied der Japan-Auschwitz-Gedenkstätte in Tokio und Mitorganisator des "Welttreffens der jüdischen Holocaust-Überlebenden".

Fünfte KolonneNach Begriff suchen

Bezeichnung für versteckte Parteigänger des Feindes, die Diversion oder Spionage betreiben oder dazu bereit sind, erstmals im spanischen Bürgerkrieg 1936-1939 von den Republikanern, die das belagerte Madrid verteidigten, auf die Anhänger von General Franco in der Stadt angewandt, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges verwendete man diesen Begriff für Angehörige der deutschen Minderheit, die sich in den Ländern, in denen sie lebten und die von Deutschland überfallen wurden (oder auch schon vorher), bis zur bewaffneten Diversion einschließlich feindlich betätigten.