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Edith SteinNach Begriff suchen

Eine deutsche Philosophin und Theologin jüdischer Herkunft, Angehörige des Karmeliterordens. Am 12. Oktober 1891 in Breslau geboren, konvertierte am 01. Januar 1922 zum katholischen Glauben. Studierte und übersetzte Werke von Thomas von Aquin, sie war stark vom Leben der heiligen Theresa aus Avil inspiriert. Die Philosophie und Mystik der Edith SteinEine deutsche Philosophin und Theologin jüdischer Herkunft, Angehörige des Karmeliterordens. Am 12. Oktober 1891 in Breslau geboren, konvertierte am 01. Januar 1922 zum katholischen Glauben. Studierte und übersetzte Werke von Thomas von Aquin, sie war stark vom Leben der heiligen Theresa aus Avil inspiriert. Die Philosophie und Mystik der Edith Stein ist dem Menschen als bewusstem, denkendem und freiem Lebewesen gewidmet, sowie Gott und dem Weg, der zu ihm führt. Nach Hitlers Machtübernahme wurde ihre wissenschaftliche Tätigkeit im Zuge der Judenverfolgung immer stärker eingeschränkt. Am 02. August 1942 wurde sie von der Gestapo festgenommen und kam wahrscheinlich bereits am 09. August desselben Jahres in einer der Gaskammern von Auschwitz um. Edith Stein wurde durch Papst Johannes Paul den II 1987 selig und 1998 heilig gesprochen, sowie 1999 zur Schirmherrin Europas erklärt. ist dem Menschen als bewusstem, denkendem und freiem Lebewesen gewidmet, sowie Gott und dem Weg, der zu ihm führt. Nach Hitlers MachtübernahmeTag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler und damit Beteiligung der NSDAP an der Reichsregierung. Von den Nationalsozialisten als Tag der "Machtergreifung" gefeiert. Zwei Tage danach wurde der Reichstag (Parlament) aufgelöst. wurde ihre wissenschaftliche Tätigkeit im Zuge der JudenverfolgungDie Verfolgung der Juden mit dem Ziel ihres Ausschlusses aus der deutschen Nation war zentraler Bestandteil der nationalsozialistischen Politik. Die Verfolgungsmaßnahmen führten auf der Grundlage von über 2.000 rassistischen Gesetzen und Verordnungen zwischen 1933 und 1945 schrittweise von der Vernichtung der bürgerlichen Existenz und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen im Zweiten Weltkrieg zum Holocaust, der physischen Vernichtung als ethnische und kulturelle Minderheit in Europa. immer stärker eingeschränkt. Am 02. August 1942 wurde sie von der GestapoAbk. für Geheime Staatspolizei, am 26.4.1933 von Göring als preußischem Ministerpräsidenten eingerichtet, (Zentralbehörde: Geheimes Staatspolizeiamt Gestapa). 1934 Reichsbehörde unter Himmler als Reichsführer SS und Chef der Dt. Polizei, mit Kriminalpolizei zur Sicherheitspolizei vereinigt, ab 1939 als Amt IV im Reichssicherheitshauptamt. Ohne Bindung an Recht und Gesetz verhängte die Gestapo Haft in Gefängnissen und KZ, folterte, ermordete politische Häftlinge, ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und war beteiligt an den Mordaktionen der Einsatzgruppen. festgenommen und kam wahrscheinlich bereits am 09. August desselben Jahres in einer der GaskammernGeschlossene Räume in Tötungszentren der Aktion T4, den Vernichtungslagern der "Aktion Reinhard" sowie in Auschwitz , Majdanek und einigen Konzentrationslagern, in denen geistig und körperlich Behinderte, Juden, Sinti und Roma sowie andere Gefangene, insgesamt mehr als 3 Millionen Menschen, mit Giftgas (Kohlenmonoxyd und Zyklon B) ermordet wurden. von Auschwitz um. Edith Stein wurde durch Papst Johannes Paul den II 1987 selig und 1998 heilig gesprochen, sowie 1999 zur Schirmherrin Europas erklärt.

Eduard DietlNach Begriff suchen

Geboren 1890. Generaloberst, Berufssoldat ab 1909. 1938 Generalmajor. Mit seiner 3. Gebirgsdivision beim Überfall auf Polen bei der Heeresgruppe Süd eingesetzt. 1940 Landung deutscher Truppen unter seinem Kommando in Narvik (Norwegen). 1941 Vorstoß in die SowjetunionIst die Kurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR). Sie wurde nach dem Ende des russischen Reiches (1917) im Dezember 1922 gegründet. Bis zu ihrem Zerfall im Jahr 1991 Bildete sie das politische Zentrum des Ostblocks (auch Warschauer Vertragsstaaten) und des real existierenden Sozialismus. Die Sowjetunion umfasste etwa das Territorium der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) sowie Estlands, Lettlands und Litauens.	nach Murmansk. Oberbefehlshaber der Gebirgstruppe in Finnland und Lappland. Bei Flugzeugabsturz nahe Salzburg im Juni 1944 tödlich verunglückt.

EichbergNach Begriff suchen

Kleinstadt im Rheingau nahe Wiesbaden. In der 1849 gegründeten Landes-Heilanstalt für Geisteskranke wurde 1941 unter dem Leiter Dr. Mennecke eine der sog. Kinderfachabteilungen zur Tötung behinderter Kleinkinder eingerichtet und Gehirne der Opfer an die Universitätsklinik in Heidelberg geliefert. Die Anstalt EichbergKleinstadt im Rheingau nahe Wiesbaden. In der 1849 gegründeten Landes-Heilanstalt für Geisteskranke wurde 1941 unter dem Leiter Dr. Mennecke eine der sog. Kinderfachabteilungen zur Tötung behinderter Kleinkinder eingerichtet und Gehirne der Opfer an die Universitätsklinik in Heidelberg geliefert. Die Anstalt Eichberg war wie die in Herborn, Weilmünster, Scheuern und Kalmenhof Durchgangsstation, von der aus Patienten zur Tarnung der Mordaktion vor den Angehörigen nach Hadamar verlegt wurden. In Eichberg wurden auch Experimente mit Insulin bei Schockbehandlung durchgeführt. war wie die in Herborn, Weilmünster, Scheuern und Kalmenhof Durchgangsstation, von der aus Patienten zur Tarnung der Mordaktion vor den Angehörigen nach HadamarStadt in Hessen bei Limburg. In der 1883 als Armenanstalt gegründeten, ab 1906 zur Unterbringung Geisteskranker genutzten Landes-Heilanstalt wurde 1940 die sechste der "Euthanasie"-Anstalten eingerichtet. Von Januar bis August 1941 wurden 10.072 Menschen in der Gaskammer getötet, bis 1945 weitere 5.000 durch tödliche Medikamente, darunter auch 34 jüdische "Mischlingskinder" in Fürsorgeerziehung sowie 476 Tbc-kranke polnische u. russische Zwangsarbeiterinnen u. -arbeiter. Oktober 1945 erster US-Militärgerichtsprozess gegen das Anstaltspersonal, 1947 dt. ziviler Strafprozess. Seit 1983 erinnert eine Gedenkstätte an die Opfer und die Verbrechen. verlegt wurden. In Eichberg wurden auch Experimente mit Insulin bei Schockbehandlung durchgeführt.

Synonyme: Anstalt Eichberg
Elisabeth LanggässerNach Begriff suchen

1899-1950. Schriftstellerin, geboren in Alzey bei Worms, gläubige Katholikin, väterlicherseits aus jüdischer Familie. Ab 1924 Publikation von Lyrik, Erzählungen und Romanen in der Tradition der Romantik. 1929 Geburt einer Tochter, deren Vater Jude war. Heirat mit dem nichtjüdischen Philosophen Wilhelm Hoffmann, 1936 Schreibverbot. Sie selbst war durch die Ehe geschützt, nicht jedoch ihre Tochter, die15-jährig 1944 nach Auschwitz deportiert wurde, überlebte, bis 1974 in Schweden wohnte und seit 1974 in Israel lebt.

EmigrationNach Begriff suchen

(Lateinisch: emigrare) Auswanderung(Lateinisch: emigrare) Auswanderung, Menschen verlassen für immer oder für eine gewisse Zeit ihren Wohnort aus politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Gründen bzw. aufgrund von Krieg und Naturkatastrophen. In allen historischen Epochen sind Migrationsbewegungen zu beobachten und es wird unterschieden zwischen Binnenmigration - innerhalb eines Landes und internationale Migration - von einem Land in ein anderes. Während des Nationalsozialismus war die Emigration von Künstlern und politisch Verfolgten, Kommunisten und Sozialisten, vor allem aber den aus rassistischen Gründen verfolgten deutschen Juden von großer Bedeutung. In die Flucht getrieben wurden die Unerwünschten bis zum Kriegsbeginn 1939 durch Zerstörung der beruflichen Existenzgrundlagen durch Ausbürgerung, Enteignung von Häusern, Grundstücken und Kapital. Zudem war die Reichsfluchtsteuer zu zahlen. Auch nach dem NS gab und gibt es in der jüdischen Bevölkerung große Wanderbewegungen., Menschen verlassen für immer oder für eine gewisse Zeit ihren Wohnort aus politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Gründen bzw. aufgrund von Krieg und Naturkatastrophen. In allen historischen Epochen sind Migrationsbewegungen zu beobachten und es wird unterschieden zwischen Binnenmigration - innerhalb eines Landes und internationale Migration - von einem Land in ein anderes. Während des Nationalsozialismus war die Emigration von Künstlern und politisch Verfolgten, Kommunisten und Sozialisten, vor allem aber den aus rassistischen Gründen verfolgten deutschen Juden von großer Bedeutung. In die Flucht getrieben wurden die Unerwünschten bis zum Kriegsbeginn 1939 durch Zerstörung der beruflichen Existenzgrundlagen durch Ausbürgerung, EnteignungNationalsozialistischer Begriff für die zwangsweise Enteignung des Besitzes und Vermögens von "Nichtariern" (Juden, Sinti und Roma) sowie ihrer Eliminierung aus dem Berufs- und Wirtschaftsleben zugunsten von "Ariern" bzw. des deutschen Reiches. Diese Maßnahmen wurden auch von den Verbündeten des NS-Staates übernommen. von Häusern, Grundstücken und Kapital. Zudem war die ReichsfluchtsteuerAm 8.12.1931 wurde bereits unter den Bedingungen wirtschaftlicher Depression zur Verhinderung von Kapitalflucht auf Vermögen über 200.000 Reichsmark eine Steuer von 25 Prozent der Vermögenssumme eingeführt, die nach 1933 auswandernden Juden und Regimegegnern gesetzwidrig auferlegt wurde. Durch Verordnung vom 8.5.1934 wurden bereits Vermögen bereits ab 50.000 RM und Jahreseinkommen ab 20.000 RM entsprechend besteuert, wodurch die zur Auswanderung gezwungenen faktisch ausgeplündert wurden. zu zahlen. Auch nach dem NS gab und gibt es in der jüdischen Bevölkerung große Wanderbewegungen.

Synonyme: Auswandern, Auswanderung, Exil, Migration
Emslandlager (KZ)Nach Begriff suchen

Zwischen 1933 und 1938 im Emsland errichtete, von Papenburg aus verwaltete 15 KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos., die direkt dem Reichsjustizministerium unterstanden. Nach der "Reichstagsbrandverordnung" vom 28. 2. 1933 wurden Tausende politische Gegner (Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter) in sog. Schutzhaft genommen und u.a. in die Lager Börgermoor, Neusustrum und Esterwegen unter Aufsicht von SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf. und SAAbk. für "Sturmabteilung", seit 1920 parteieigener Ordnerdienst zum Schutz von Veranstaltungen der NSDAP. 1932 ca. 420.000 Mitglieder, 1934 bereits 4,2 Millionen. Die paramilitärischen, braun-uniformierten Sturmtruppen waren Instrument zur Zerschlagung der Demokratie durch Terrorakte und Straßenkämpfe. Nach 1933 erhielt die SA hilfspolizeiliche Vollmachten. Die Machtansprüche des Stabschefs der SA, Ernst Röhm, die SA mit der Reichswehr zusammenzuschließen, veranlassten Hitler, seinen Freund Röhm sowie 85 SA-Führer und Regimekritiker am 1. Juli 1934 von der SS ermorden zu lassen. eingewiesen. In Esterwegen waren zahlreiche Politiker und Intellektuelle der Weimarer Republik inhaftiert, u.a. der Publizist und Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky1889-1939. Journalist, überzeugter Pazifist. 1919/20 Sekretär der Deutschen Friedensgesellschaft. In den 20er Jahren in Berlin Redakteur bei verschiedenen Zeitungen. 1927-1933 Herausgeber der "Weltbühne". Nach einem Enthüllungsartikel über die geheime Aufrüstung der Reichswehr 1931 wegen Landesverrats zu 18 Monaten Haft verurteilt. 1933 nach dem Reichstagsbrand Verbot der Weltbühne, Gestapo-Haft im KZ Esterwegen. 1935 bekam Ossietzky in Haft den Friedensnobelpreis, dessen Entgegennahme ihm verboten wurde. Er starb an den Folgen der Haft nach seiner Entlassung..

EndlösungNach Begriff suchen

Im vollen Wortlaut des NS-Sprachgebrauchs "Endlösung der JudenfrageIm vollen Wortlaut des NS-Sprachgebrauchs "Endlösung der Judenfrage" Tarnbezeichnung im amtlichen Schriftverkehr spätestens ab Frühjahr 1941 für den Plan der Vernichtung der europäischen Juden im deutschen Machtbereich." Tarnbezeichnung im amtlichen Schriftverkehr spätestens ab Frühjahr 1941 für den Plan der Vernichtung der europäischen Juden im deutschen Machtbereich.

Synonyme: Endlösung der Judenfrage
Entartete KunstNach Begriff suchen

Von den Nationalsozialisten geprägter abwertender Begriff für moderne Kunst, die dem Kunstverständnis und Kunstgeschmack der NS-Ideologie nicht entsprach. Werke der klassischen Moderne wurden als dekadente „Darstellung von Erkrankungserscheinungen und Auswüchsen der Zivilisation“ diffamiert. Als „entartet“ , d.h. Verfallserscheinung der kulturellen Lebenskraft des deutschen Volkes“ galten auch Ausdrucksformen des Kulturpessimismus und Pazifismus sowie alle vermeintlich „artfremden“ Einflüsse bzw. Abweichungen vom NS-Art- und Rassenbegriff. Werke des Expressionismus und der abstrakten Kunst wurden z.B. durch Gegenüberstellung mit pathologischen Erscheinungen diffamiert. Viele der so verfemte Künstler erhielten Berufs- und Malverbot, Ateliers wurden zerstört, Werke beschlagnahmt und aus Museen entfernt. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren viele Künstler dieser Generation und ihre Werke vergessen.

Entartete KunstNach Begriff suchen

Von den Nationalsozialisten geprägter abwertender Begriff für moderne Kunst, die dem Kunstverständnis und Kunstgeschmack der NS-Ideologie nicht entsprach. Werke der klassischen Moderne wurden als dekadente „Darstellung von Erkrankungserscheinungen und Auswüchsen der Zivilisation“ diffamiert. Als „entartet“ , d.h. Verfallserscheinung der kulturellen Lebenskraft des deutschen Volkes“ galten auch Ausdrucksformen des Kulturpessimismus und Pazifismus sowie alle vermeintlich „artfremden“ Einflüsse bzw. Abweichungen vom NS-Art- und Rassenbegriff. Werke des Expressionismus und der abstrakten Kunst wurden z.B. durch Gegenüberstellung mit pathologischen Erscheinungen diffamiert. Viele der so verfemte Künstler erhielten Berufs- und Malverbot, Ateliers wurden zerstört, Werke beschlagnahmt und aus Museen entfernt. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren viele Künstler dieser Generation und ihre Werke vergessen.

Entartete MusikNach Begriff suchen

Titel einer Ausstellung 1938 in Düsseldorf im Rahmen der ersten "Reichsmusiktage". Diffamierende nationalsozialistische Bezeichnung für moderne, avantgardistische Kompositionen sowie Unterhaltungsmusik (SwingDem Jazz verwandter, populärer Musikstil der dreißiger Jahre, von den Nationalsozialisten als "undeutsch" und "entartet" verboten. Interpreten und Anhänger dieser Musikkultur, zumeist Jugendliche, die in Opposition zur Hitler-Jugend standen, wurden deswegen verfolgt und inhaftiert, vor allem in speziellen KZ, den "Jugendschutzlagern" Moringen und Uckermark bei Ravensbrück. Auch Sinti und Roma-Musiker sowie afrodeutsche und afroamerikanische Jazz- und Swing-Musiker wurden diskriminiert und verfolgt.), die als "undeutsch" bzw. "entartet" galt.

EntlausungsstationNach Begriff suchen

Als Maßnahme zur Bekämpfung des Fleckfiebers, einer von Läusen übertragenen, hochgradig ansteckenden und meist tödlich endenden Epidemie in den KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos., wurde die Kleidung der Häftlinge in dafür eingerichteten Baracken d.h. "Entlausungsstationen" desinfiziert, um das SS-Wachpersonal vor Ansteckung zu schützen. Im KZ Buchenwald1937 als Konzentrationslager auf dem Ettersberg bei Weimar (Thüringen) eröffnet für politische Oppositionelle, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma sowie Strafgefangene, auf Grund der Verhaftungen zur "vorbeugenden Verbrechensbekämpfung" ("Asoziale"). Ende 1938 kamen Tausende Juden dazu. Von den ca. 250.000 Häftlingen in Buchenwald und den 130 Nebenlagern starben ca. 65.000. Ab Mitte 1938 organisierten die politischen Häftlinge den Lagerwiderstand. Buchenwald gehörte zu den wenigen Lagern, in denen die Häftlinge vor der Befreiung durch US-Truppen am 11. April 1945 revoltierten. wurde ab Herbst 1941 vom Hygiene Institut der Waffen-SSAb Oktober 1939 von Himmler eingeführte Bezeichnung für die bewaffneten Teile der SS. Der Waffen-SS gehörten 1944 fast 600.000 Mann an, bei Kriegsende 38 Divisionen. Sie unterstand militärisch dem Heereskommando, organisatorisch dem SS-Führungs-Hauptamt. Der Soldat der Waffen-SS war Freiwilliger, musste SS-Rassekriterien erfüllen und war meist fanatischer Vertreter der NS-Weltanschauung. Ab 1943/44 wurden zunehmend Nichttaugliche, Nichtfreiwillige sowie Nichtdeutsche in die Waffen-SS rekrutiert. Die Waffen-SS war vielfach an Kriegsverbrechen beteiligt. Fleckfieberforschung mit sinnlosen, vielfach tödlich endenden Versuchen an Häftlingen betrieben.

EntschädigungNach Begriff suchen

Rückerstattung von enteignetem, geraubtem ("arisierten") Grundbesitz und Vermögen und individuelle EntschädigungRückerstattung von enteignetem, geraubtem ("arisierten") Grundbesitz und Vermögen und individuelle Entschädigung von NS-Verfolgten für zugefügte Leiden an Leib und Leben. Als Sammelbegriff umgangssprachlich, doch für die Problematik unangemessen wurde von deutscher Seite als juristischer Oberbegriff Wiedergutmachung für das komplexe Vertrags- und Gesetzeswerk der Entschädigung durchgesetzt, um einen "sühnenden Akt" zu verdeutlichen.
</p>
<p>Schon vor Ende des 2. Weltkrieges wurden Entschädigungsforderungen von jüdischen Organisationen und der US-Administration diskutiert. Erste internationale Vereinbarung Ende 1945: das Pariser Reparationsabkommen, unterzeichnet von 18 alliierten Staaten. Auf US-Initiative 1947 Rückerstattungsgesetz (US-REG).Erst 1957 Bundesrückerstattungsgesetz. Die Wiedergutmachung war unpopulär und erzeugte Ressentiments gegen die Anspruchsberechtigten.
</p>
<p>Kollektive Entschädigungsabkommen der BRD: 1952 mit Israel und der Claims Conference. Ab 1953 individuelle Entschädigung gemäß Bundesentschädigungsgesetz. Es  benachteiligte vor allem ausländische Verfolgte und verschiedene deutsche Verfolgtengruppen, die in der BRD weiter diskriminiert wurden, wie Sinti u. Roma, Kommunisten, Wehrdienstverweigerer, Homosexuelle, von dem NS-Erbgesundheitsgesetz Betroffene u. sogen. Asoziale.
</p>
<p>Von geschätzten 20 Millionen NS-Verfolgten nur ca. 1,5 Millionen Empfänger von Entschädigung. Heftige Kritik gab es an der Praxis der Schadensfeststellung sowie der tatsächlich gezahlten Entschädigung für schweres Leid. Insgesamt leistete die Bundesrepublik bis Ende der 90er Jahre über 100 Milliarden DM an Entschädigungsleistungen, 80 Prozent davon entfallen auf individuelle Ansprüche, 80 Prozent der Gesamtsumme wurden an jüdische Holocaust-Überlebende gezahlt. Im Juli 2000 wurde vom Deutschen Bundestag die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ zur Entschädigung der ca. 1,2 Millionen noch lebenden Zwangsarbeiter der deutschen Industrie in der NS-Zeit errichtet. von NS-Verfolgten für zugefügte Leiden an Leib und Leben. Als Sammelbegriff umgangssprachlich, doch für die Problematik unangemessen wurde von deutscher Seite als juristischer Oberbegriff Wiedergutmachung für das komplexe Vertrags- und Gesetzeswerk der Entschädigung durchgesetzt, um einen "sühnenden Akt" zu verdeutlichen.

Schon vor Ende des 2. Weltkrieges wurden Entschädigungsforderungen von jüdischen Organisationen und der US-Administration diskutiert. Erste internationale Vereinbarung Ende 1945: das Pariser Reparationsabkommen, unterzeichnet von 18 alliierten Staaten. Auf US-Initiative 1947 Rückerstattungsgesetz (US-REG).Erst 1957 Bundesrückerstattungsgesetz. Die Wiedergutmachung war unpopulär und erzeugte Ressentiments gegen die Anspruchsberechtigten.

Kollektive Entschädigungsabkommen der BRD: 1952 mit Israel und der Claims Conference. Ab 1953 individuelle Entschädigung gemäß Bundesentschädigungsgesetz. Es benachteiligte vor allem ausländische Verfolgte und verschiedene deutsche Verfolgtengruppen, die in der BRD weiter diskriminiert wurden, wie SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). u. RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet., Kommunisten, Wehrdienstverweigerer, HomosexuelleHomosexualität, bereits vor dem NS kriminalisiert, galt nach der NS-Ideologie als der Bevölkerungspolitik schädliche, zu bekämpfende "Entartung". Die Verfolgung setzte in den eigenen Reihen der NSDAP 1934 mit dem "Röhm-Putsch"(SA) ein. Ein von Himmler in der Zentrale der Gestapo eingerichtetes "Sonderdezernat Homosexualität" organisierte die Erfassung. Tausende homosexuelle Männer wurden inhaftiert, z. T. kastriert und in KZ ermordet. Der rosa Winkel kennzeichnete H. in den KZ. Es gibt keinen Beleg darüber, dass lesbische Frauen aufgrund ihrer Homosexualität verurteilt und inhaftiert wurden., von dem NS-Erbgesundheitsgesetz Betroffene u. sogen. AsozialeBereits vor 1933 diskriminierender Sammelbegriff für Bettler, Fürsorgeempfänger, Obdachlose, Zuhälter, Prostituierte, auch Homosexuelle und "Zigeuner" sowie sonstige nach rassenideologischen und kriminalpolizeilichen Kriterien als "gemeinschaftsunfähig" definierte soziale Minderheitern. Tausende als "asozial" geltende Menschen wurden von der Kriminalpolizei auf Grund des Erlasses zur "vorbeugenden Verbrechensbekämpfung" vom 14. 12. 1937 verhaftet, in KZ inhaftiert, viele zwangssterilisiert oder im Rahmen der "Euthanasie" ermordet..

Von geschätzten 20 Millionen NS-Verfolgten nur ca. 1,5 Millionen Empfänger von Entschädigung. Heftige Kritik gab es an der Praxis der Schadensfeststellung sowie der tatsächlich gezahlten Entschädigung für schweres Leid. Insgesamt leistete die Bundesrepublik bis Ende der 90er Jahre über 100 Milliarden DM an Entschädigungsleistungen, 80 Prozent davon entfallen auf individuelle Ansprüche, 80 Prozent der Gesamtsumme wurden an jüdische HolocaustDer Begriff Holocaust  kommt aus dem Griechischen, bedeutet "vollständig verbrannt" und bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten Antisemitismus begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt. -Überlebende gezahlt. Im Juli 2000 wurde vom Deutschen Bundestag die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ zur Entschädigung der ca. 1,2 Millionen noch lebenden Zwangsarbeiter der deutschen Industrie in der NS-Zeit errichtet.

Synonyme: Restitution
Erich HoneckerNach Begriff suchen

Erich HoneckerErich Honecker wurde am 25. August 1912 in Neuenkirchen (Saar) geboren und starb am 29. Mai 1994 in Santiago de Chile. Er war schon als Kind in der Kommunistischen Kindergruppe und trat als Siebzehnjähriger in die KPD ein. In der Zeit des Nationalsozialismus musste er eine mehrjährige Haftstrafe absitzen. 1946 gründete er die Jugendorganisation FDJ mit, die er als Vorsitzender bis 1955 leitete. Drei Jahre später wurde Honecker als vollwertiges Mitlgied des Politbüros aufgenommen und war somit Teil des Zentralkomitees (ZK). Er wurde als Sicherheitssektretär ernannt und war somit verantwortlich für den Bau der Berliner Mauer und für den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze. 
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<p>Mit dem Rücktritt von Walter Ulrbicht wurde Erich Honecker am 3. Mai 1971 Erster Sekretär des Zentralkommitees der SED.  Am 29. Oktober 1976 wählte ihn die Volkskammer zum Vorsitzenden des Staatsrats, ein Amt das er bis zum 17. Oktober 1989 inne hatte. Seine größten Erfolge in seiner Amtszeit waren der Grundlagenvertrag mit der Bundesrepublik Deutschland (!972), der die Basis für die Beziehungen zwischen beiden deutschen Staaten bildete, die Teilnahme an der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) (1972/1973) und die Vollmitgliedschaft der DDR in der UNO (1973). Sein Ziel, einen offiziellen Besuch in den USA, hatte er jedoch nie erreicht. 
</p>
<p>Am Ende seiner Amtszeit erkrankte er schwer und wurde aufgrund innerpolitischer Schwierigkeiten zum Rücktritt gezwungen. Nach dem Vorwurf der Korruption und Amtsmissbrauch wurde im Dezember 1989 eine Strafverfolgung gegen ihn eingeleitet und die Parteispitze schloss ihn aus der SED aus. Der Haftbefehl wurde aber aufgrund seines Gesundheitszustandes wieder aufgehoben. Nach der Wiedervereinigung erließ die gesamtdeutsche Berliner Staatsanwaltschaft einen erneuten Haftbefehl gegen ihn. Seine Anklage lautete, dass er den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze verfügt haben solle. Da Honecker gemeinsam mit seiner Frau Margot Honecker jedoch im sowjetischen Militärkrankenhaus untergebracht waren, konnte er nicht verhaftet werden. Sie flohen daraufhin zusammen nach Moskau. Honecker wurde nach Berlin ausgelierfert und kam dort ins Gefängnis, seine Frau konnte nach Chile fliehen. Alle Haftbefehle, die gegen ihn liefen, wurden jedoch aufgehoben und Erich Honecker wanderte zu seiner Familie nach Chile aus, wo er im Alter von 81 Jahren starb.<br />
wurde am 25. August 1912 in Neuenkirchen (Saar) geboren und starb am 29. Mai 1994 in Santiago de Chile. Er war schon als Kind in der Kommunistischen Kindergruppe und trat als Siebzehnjähriger in die KPD ein. In der Zeit des Nationalsozialismus musste er eine mehrjährige Haftstrafe absitzen. 1946 gründete er die Jugendorganisation FDJ mit, die er als Vorsitzender bis 1955 leitete. Drei Jahre später wurde Honecker als vollwertiges Mitlgied des Politbüros aufgenommen und war somit Teil des Zentralkomitees (ZK). Er wurde als Sicherheitssektretär ernannt und war somit verantwortlich für den Bau der Berliner MauerTag, an dem die Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) den Bau einer Mauer mitten durch Berlin und um den Westteil Berlins anordnete, propagandistisch als "antifaschistischer Schutzwall" deklariert, in Wahrheit scharf bewachte Grenze mit Todesstreifen zur Abschottung und Verhinderung der Massenflucht von Bürgern der DDR nach West Berlin und in die Bundesrepublik. und für den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze.

Mit dem Rücktritt von Walter Ulrbicht wurde Erich Honecker am 3. Mai 1971 Erster Sekretär des Zentralkommitees der SED. Am 29. Oktober 1976 wählte ihn die Volkskammer zum Vorsitzenden des Staatsrats, ein Amt das er bis zum 17. Oktober 1989 inne hatte. Seine größten Erfolge in seiner Amtszeit waren der Grundlagenvertrag mit der Bundesrepublik Deutschland (!972), der die Basis für die Beziehungen zwischen beiden deutschen Staaten bildete, die Teilnahme an der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) (1972/1973) und die Vollmitgliedschaft der DDR in der UNO (1973). Sein Ziel, einen offiziellen Besuch in den USA, hatte er jedoch nie erreicht.

Am Ende seiner Amtszeit erkrankte er schwer und wurde aufgrund innerpolitischer Schwierigkeiten zum Rücktritt gezwungen. Nach dem Vorwurf der Korruption und Amtsmissbrauch wurde im Dezember 1989 eine Strafverfolgung gegen ihn eingeleitet und die Parteispitze schloss ihn aus der SED aus. Der Haftbefehl wurde aber aufgrund seines Gesundheitszustandes wieder aufgehoben. Nach der Wiedervereinigung erließ die gesamtdeutsche Berliner Staatsanwaltschaft einen erneuten Haftbefehl gegen ihn. Seine Anklage lautete, dass er den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze verfügt haben solle. Da Honecker gemeinsam mit seiner Frau Margot Honecker jedoch im sowjetischen Militärkrankenhaus untergebracht waren, konnte er nicht verhaftet werden. Sie flohen daraufhin zusammen nach Moskau. Honecker wurde nach Berlin ausgelierfert und kam dort ins Gefängnis, seine Frau konnte nach Chile fliehen. Alle Haftbefehle, die gegen ihn liefen, wurden jedoch aufgehoben und Erich Honecker wanderte zu seiner Familie nach Chile aus, wo er im Alter von 81 Jahren starb.

Erich NeumannNach Begriff suchen

1892-1948. Jurist, ab 1920 Karriere im preußischen Staatsdienst: Innen-, Handels- und Staatsministerium. 1933 Eintritt in die NSDAPIm Januar 1919 als Deutsche Arbeiterpartei gegründete antimarxistische, antisemitische und völkische Organisation. Im Februar 1920 umbenannt in NSDAP und Verkündung des 25 Punkte umfassenden Parteiprogramms durch Adolf Hitler, nach dem Hitlerputsch vom 8./9. November 1923 verboten. Wiedergründung im Februar 1925. Die Mitgliederzahl stieg von 27.000 im Jahr 1925 auf 2,5 Millionen im März 1933., 1934 in die SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf.. 1938 Staatssekretär im Amt des Beauftragten für den VierjahresplanAuftrag Hitlers 1936, in vier Jahren die Aufrüstung Deutschlands und die Kriegsbereitschaft der deutschen Wirtschaft zu erreichen. Das Ziel des Plans beinhaltete die Revision des Versailler Friedensvertrags. Hermann Göring wurde Beauftragter für den Vierjahresplan mit Generalvollmacht in allen wirtschaftlichen Fragen und Chef des 1936 geschaffenen Amtes im Rang einer Obersten Reichsbehörde. (Göring). Teilnahme an Maßnahmen der "ArisierungNationalsozialistischer Begriff für die zwangsweise Enteignung des Besitzes und Vermögens von "Nichtariern" (Juden, Sinti und Roma) sowie ihrer Eliminierung aus dem Berufs- und Wirtschaftsleben zugunsten von "Ariern" bzw. des deutschen Reiches. Diese Maßnahmen wurden auch von den Verbündeten des NS-Staates übernommen.", Kennzeichnung der Juden, 1942 Teilnehmer an der Wannsee-KonferenzKonferenz am 20. Januar 1942 in einer Villa am Wannsee im Süden Berlins. Unter dem Vorsitz des SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA), verhandelten 14 hochrangige Vertreter der Ministerialbürokratie und der SS über die organisatorische Durchführung der "Endlösung", d.h. die Entscheidung, die Juden Europas in den Osten zu deportieren und zu ermorden. als Vertreter der Ministerien für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen, Ernährung, Verkehr sowie Bewaffnung und Munition. 1945 interniert und verhört, 1948 aus gesundheitlichen Gründen entlassen und gestorben.

ErmächtigungsgesetzNach Begriff suchen

"Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich" v. 23.3. 1933. Grundlage für Hitlers Diktatur. Mit diesem Gesetz wurde die Weimarer Verfassung faktisch abgeschafft. Gesetze, Haushaltsentscheidungen und Verträge mit fremden Staaten konnten danach ohne parlamentarisches Verfahren vom Reichskanzler allein erlassen werden. Die Abstimmung fand in Anwesenheit von bewaffneten SAAbk. für "Sturmabteilung", seit 1920 parteieigener Ordnerdienst zum Schutz von Veranstaltungen der NSDAP. 1932 ca. 420.000 Mitglieder, 1934 bereits 4,2 Millionen. Die paramilitärischen, braun-uniformierten Sturmtruppen waren Instrument zur Zerschlagung der Demokratie durch Terrorakte und Straßenkämpfe. Nach 1933 erhielt die SA hilfspolizeiliche Vollmachten. Die Machtansprüche des Stabschefs der SA, Ernst Röhm, die SA mit der Reichswehr zusammenzuschließen, veranlassten Hitler, seinen Freund Röhm sowie 85 SA-Führer und Regimekritiker am 1. Juli 1934 von der SS ermorden zu lassen. und SS Männern statt. Mit der NSDAPIm Januar 1919 als Deutsche Arbeiterpartei gegründete antimarxistische, antisemitische und völkische Organisation. Im Februar 1920 umbenannt in NSDAP und Verkündung des 25 Punkte umfassenden Parteiprogramms durch Adolf Hitler, nach dem Hitlerputsch vom 8./9. November 1923 verboten. Wiedergründung im Februar 1925. Die Mitgliederzahl stieg von 27.000 im Jahr 1925 auf 2,5 Millionen im März 1933. stimmten alle bürgerlichen Parteien. Allein die Sozialdemokraten votierten geschlossen dagegen. Die KPD-Abgeordneten waren vorher verhaftet worden.

Ernst BuschNach Begriff suchen

1900-1980. Schauspieler und Sänger, arbeitete mit Erwin Piscator und Bertolt Brecht in den 20er Jahren in Berlin, aktiv in der sozialistischen Arbeiterbewegung. Nach 1933 Exil(Lateinisch: emigrare) Auswanderung, Menschen verlassen für immer oder für eine gewisse Zeit ihren Wohnort aus politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Gründen bzw. aufgrund von Krieg und Naturkatastrophen. In allen historischen Epochen sind Migrationsbewegungen zu beobachten und es wird unterschieden zwischen Binnenmigration - innerhalb eines Landes und internationale Migration - von einem Land in ein anderes. Während des Nationalsozialismus war die Emigration von Künstlern und politisch Verfolgten, Kommunisten und Sozialisten, vor allem aber den aus rassistischen Gründen verfolgten deutschen Juden von großer Bedeutung. In die Flucht getrieben wurden die Unerwünschten bis zum Kriegsbeginn 1939 durch Zerstörung der beruflichen Existenzgrundlagen durch Ausbürgerung, Enteignung von Häusern, Grundstücken und Kapital. Zudem war die Reichsfluchtsteuer zu zahlen. Auch nach dem NS gab und gibt es in der jüdischen Bevölkerung große Wanderbewegungen. in Holland, Belgien und Frankreich, Teilnahme am spanischen Bürgerkrieg. 1942 in Südfrankreich von den Deutschen verhaftet und 1943 wegen Hochverrats verurteilt, bis 1945 im Zuchthaus Brandenburg inhaftiert. Nach 1945 bedeutender Interpret vieler Stücke und Lieder von Brecht und Hanns Eisler1898-1962. Deutscher Komponist, wichtigster Repräsentant der sozialistischen Musikkultur. Eisler studierte u.a. bei Arnold Schönberg und Anton Webern. Ab 1929 Zusammenarbeit mit dem Dramatiker Bertolt Brecht. 1933 Emigration. Ab 1938 in den USA, Hochschullehrer für Komposition in New York und Los Angeles. Rückkehr nach Deutschland. In Berlin (DDR) lehrte er von 1950 bis zu seinem Tod an der später nach ihm benannten Hochschule für Musik. Eisler komponierte 1949 die Hymne der DDR "Auferstanden aus Ruinen". am Deutschen Theater und Berliner Ensemble. Mitglied der Akademie der Künste der DDR.

EröffnungsbescheinigungNach Begriff suchen

Formular, womit SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. durch Unterschrift bestätigen mussten, dass sie gemäß "FestschreibungserlassErlass Himmlers vom 17. Oktober 1939, wodurch Sinti und Roma unter Androhung von KZ-Haft verboten wurde, ihre Wohnorte zu verlassen. Anordnung von Maßnahmen zur Vorbereitung der Deportation der Sinti und Roma: Fahndung und Festnahme von Sinti und Roma, Erfassung aller "Zigeuner und Zigeunermischlinge einschließlich der Kinder", Unterbringung in Sammellagern." den Wohnort nicht verlassen durften.

EugenikNach Begriff suchen

Griechisch: eugenos = wohlgeboren. Lehre von der Erbpflege und Förderung des Erbguts, RassenhygieneNach 1860 in England von Francis Galton als Eugenik bezeichnete Lehre von der Förderung des Erbguts. Die in Deutschland von Alfred Ploetz und Wilhelm Schallmeyer nach 1890 mit einer radikaleren Zielsetzung unter dem Begriff Rassenhygiene propagierte Steuerung der Fortpflanzung durch "Auslese" und "Ausmerze" bereitete bei den deutschen Ärzten den Boden für die Akzeptanz der nationalsozialistischen Gesundheits- und Bevölkerungspolitik, die mit Zwangssterilisation und Heiratsverboten begann und im "Euthanasie"-Programm und Völkermord endete..

Synonyme: Rassenhygiene
EuthanasieNach Begriff suchen

Griechisch: leichter, schmerzloser Tod. Im 20. Jh. Begriff für Sterbehilfe. Als "Gnadentod" bzw. Aktion T4Mit dem Aktenzeichen "14f13" als Tarnung bezeichnete Erfassung und Ermordung ca. 20.000 kranker KZ-Häftlinge von April 1941 bis April 1943 durch Personal der Aktion T4 in den "Euthanasie"-Anstalten. verschleierte Tötung durch Giftgas von über 70.000 körperlich und geistig Behinderten in speziell eingerichteten Tötungsanstalten in BernburgPsychiatrisches Krankenhaus Bernburg (Sachsen-Anhalt), eine der sechs "Euthanasie"-Tötungsanstalten, geleitet von dem Arzt, Dr. I. Eberl, 1942 erster Kommandant von Treblinka. Zwischen 1940 bis 1943 wurden mehr als 9.000 geistig und körperlich Behinderte sowie Psychiatriepatienten aus Nord- und Mitteldeutschland, zudem über 5.000 mehrheitlich jüdische Häftlinge der KZ Buchenwald, Flossenbürg, Groß-Rosen, Neuengamme, Ravensbrück und Sachsenhausen in der Gaskammer mit Kohlenmonoxid erstickt ("Sonderbehandlung 14f13"). Nach 1943 wieder Krankenhaus, Gedenkstätte seit 1989., Brandenburg, Grafeneck, HadamarStadt in Hessen bei Limburg. In der 1883 als Armenanstalt gegründeten, ab 1906 zur Unterbringung Geisteskranker genutzten Landes-Heilanstalt wurde 1940 die sechste der "Euthanasie"-Anstalten eingerichtet. Von Januar bis August 1941 wurden 10.072 Menschen in der Gaskammer getötet, bis 1945 weitere 5.000 durch tödliche Medikamente, darunter auch 34 jüdische "Mischlingskinder" in Fürsorgeerziehung sowie 476 Tbc-kranke polnische u. russische Zwangsarbeiterinnen u. -arbeiter. Oktober 1945 erster US-Militärgerichtsprozess gegen das Anstaltspersonal, 1947 dt. ziviler Strafprozess. Seit 1983 erinnert eine Gedenkstätte an die Opfer und die Verbrechen., Hartheim/Linz, Sonnenstein/Pirna zwischen Oktober 1939 und August 1941. Bis 1945 dezentral über 200.000 weitere Opfer durch Giftinjektionen, Nahrungsentzug, Erschießungen, auch Tausende jüdische Patienten, KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos.-Häftlinge ("Sonderbehandlung 14f13Griechisch: leichter, schmerzloser Tod. Im 20. Jh. Begriff für Sterbehilfe. Als "Gnadentod" bzw. Aktion T4 verschleierte Tötung durch Giftgas von über 70.000 körperlich und geistig Behinderten in speziell eingerichteten Tötungsanstalten in Bernburg, Brandenburg, Grafeneck, Hadamar, Hartheim/Linz, Sonnenstein/Pirna zwischen Oktober 1939 und August 1941. Bis 1945 dezentral über 200.000 weitere Opfer durch Giftinjektionen, Nahrungsentzug, Erschießungen, auch Tausende jüdische Patienten, KZ-Häftlinge ("Sonderbehandlung 14f13") und Behinderte in Polen und der Sowjetunion.") und Behinderte in Polen und der SowjetunionIst die Kurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR). Sie wurde nach dem Ende des russischen Reiches (1917) im Dezember 1922 gegründet. Bis zu ihrem Zerfall im Jahr 1991 Bildete sie das politische Zentrum des Ostblocks (auch Warschauer Vertragsstaaten) und des real existierenden Sozialismus. Die Sowjetunion umfasste etwa das Territorium der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) sowie Estlands, Lettlands und Litauens.	.

Synonyme: Aktion T4, Krankenmord, Sonderbehandlung 14f13
EvakuierungNach Begriff suchen

Nationalsozialistischer Tarnbegriff für die DeportationZwangsumsiedlung von Juden sowie Sinti und Roma aus ihren Wohnungen zunächst in besondere Unterkünfte, Häuser und städtische Lager, in Osteuropa in Ghettos, KZ, Arbeits- und Straflager sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" oder "Evakuierung" getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen. und Tötung von Juden, SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. und Slawen in Ghettos, Arbeits-, Konzentrations- und Straflagern sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" und "EvakuierungNationalsozialistischer Tarnbegriff für die Deportation und Tötung von Juden, Sinti und Roma und Slawen in Ghettos, Arbeits-, Konzentrations- und Straflagern sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" und "Evakuierung" getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen." getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen.

Evangelisch-Augsburgische KircheNach Begriff suchen

Eine der protestantischen Kirchen, die im 16. Jahrhundert unter dem Einfluss des Wirkens von Martin Luther entstand, ihr Name leitet sich vom Augsburger Glaubensbekenntnis (1530) ab, das neben der Bibel die Grundlage des Luthertums darstellt, in Polen liegen seine Anfänge im 16. Jahrhundert, als 1565 in Großpolen die erste lutherische Diözese eingerichtet wurde. Nach 1918 schlossen sich in Polen die lutherischen Diözesen im ehemaligen preußischen Teilungsgebiet der Evangelisch-Augsburgischen Kirche an, die bisher schon im russischen Teilungsgebiet bestanden hatte. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen lebten in Polen etwa 500.000 Gläubige dieser Kirche, gegenwärtig hat sie noch etwa 85.000 Mitglieder. Die Gründe dafür liegen in den Verfolgungen und Verlusten während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg und nach KriegsendeAm 8. Mai 1945 in Europa durch die bedingungslose Kapitulation Deutschlands. Ende des Zweiten Weltkrieges am 15. August 1945 mit der Kapitulation Japans.. Etwa 20 Prozent der lutherischen Geistlichen kamen in deutschen nationalsozialistischen Lagern und Gefängnissen ums Leben, u.a. weil sie sich nicht zum Deutschtum bekennen wollten. Nach dem Krieg wurde ein großer Teil der Gläubigen ausgesiedelt, zumal nach traditioneller stereotyper Ansicht „Evangelische“ in Polen stets mit Deutschen gleichgesetzt wurden, gleichgültig, ob sie Mitglieder der polnischen Evangelisch-Ausgburgischen Kirche oder der preußischen lutherischen Kirche Augsburger Konfession waren, der die deutschen Einwohner von Osowo angehörten.

Synonyme: Die Lutherische Kirche Augsburger Konfession