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Glossareinträge beginnend mit D

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Dachau (KZ)Nach Begriff suchen

Am 20.3. 1933 gab Himmler die Errichtung des KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. in DachauAm 20.3. 1933 gab Himmler die Errichtung des KZ in Dachau bei München zur Inhaftierung politischer Gegner bekannt. Der zweite Kommandant, Theodor Eicke, später Inspekteur aller KZ, machte Dachau zum "Musterlager". Schrittweise wurden weitere Häftlingsgruppen nach Dachau überstellt, u.a. viele Geistliche, Zeugen Jehovas, Juden und Kriegsgefangene. Ab 1942 wurde ein Netz von Außenlagern errichtet. Von den über 200.000 Häftlingen zwischen 1933 und 1945 kamen außer den 30.000 registrierten Toten Tausende nicht registrierte Häftlinge ums Leben. Befreiung am 29.4. 1945 durch die US-Armee. bei München zur Inhaftierung politischer Gegner bekannt. Der zweite Kommandant, Theodor Eicke, später Inspekteur aller KZ, machte Dachau zum "Musterlager". Schrittweise wurden weitere Häftlingsgruppen nach Dachau überstellt, u.a. viele Geistliche, Zeugen JehovasReligionsgemeinschaft der Ernsten Bibelforscher, die sich ab 1931 "Zeugen Jehovas" nannten. Sie wurden nach Machtantritt der Nationalsozialisten verboten, ihre Mitglieder verfolgt, weil sie sich der NS-Ideologie und NS-Herrschaft widersetzten und als konsequente Pazifisten den Militärdienst verweigerten. Zu Tausenden in KZ inhaftiert. Mit dem lila Winkel gekennzeichnet, bildeten sie eine besondere Häftlingsgruppe. Von den nach Kriegsbeginn 1939 zum Tode verurteilten Kriegsdienstverweigerern waren Zeugen Jehovas die größte Gruppe., Juden und Kriegsgefangene. Ab 1942 wurde ein Netz von Außenlagern errichtet. Von den über 200.000 Häftlingen zwischen 1933 und 1945 kamen außer den 30.000 registrierten Toten Tausende nicht registrierte Häftlinge ums Leben. BefreiungBedingungslose Kapitulation Deutschlands, Kriegsende in Europa. am 29.4. 1945 durch die US-Armee.

Synonyme: Dachau, Konzentrationslager Dachau
DeportationNach Begriff suchen

Zwangsumsiedlung von Juden sowie SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. aus ihren Wohnungen zunächst in besondere Unterkünfte, Häuser und städtische Lager, in Osteuropa in Ghettos, KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos., Arbeits- und Straflager sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" oder "EvakuierungNationalsozialistischer Tarnbegriff für die Deportation und Tötung von Juden, Sinti und Roma und Slawen in Ghettos, Arbeits-, Konzentrations- und Straflagern sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" und "Evakuierung" getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen." getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen.

Synonyme: Deportation der jüdischen Bevölkerung
Deutsch-polnische GewaltverzichtserklärungNach Begriff suchen

Am 26. Januar 1934 in Berlin vom polnischen Botschafter Józef Lipski und dem Reichsaußenminister Konstantin von Neurath unterzeichnet, auf zehn Jahre befristet sah sie vor, strittige Angelegenheiten in den deutsch-polnischen Beziehungen bei völligem Gewaltverzicht in direkter Verständigung zu lösen, sie leitete die Politik der sog. deutsch-polnischen Annäherung (»gutnachbarliches Verhältnis«) ein, die von polnischer Seite bis zum Frühjahr 1939 verfolgt wurde, als Hitler die Vereinbarung am 28. April aufkündigte.

DiasporaNach Begriff suchen

Ein Wort griechischer Herkunft, steht für die Verstreuung von religiösen oder ethnischen Bevölkerungsgruppen über weite Teile der Welt, die ihre traditionelle Heimat verlassen haben und unter Andersdenkenden leben. Der Begriff bezieht sich auf verschiedene Länder und Völker, er kann sich aber auch auf Mitglieder einer lokalen Gemeinde beziehen (z.B. eine jüdische Gemeinde in einer polnischen Stadt in der Vorkriegszeit).

Dietrich BonhoefferNach Begriff suchen

Geboren 1906. Evangelischer Theologe, Mitbegründer der Bekennenden Kirche, bedeutender Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er verhalf 15 jüdischen Verfolgten 1942 zur Flucht in die Schweiz, wurde am 5. April 1943 von der GestapoAbk. für Geheime Staatspolizei, am 26.4.1933 von Göring als preußischem Ministerpräsidenten eingerichtet, (Zentralbehörde: Geheimes Staatspolizeiamt Gestapa). 1934 Reichsbehörde unter Himmler als Reichsführer SS und Chef der Dt. Polizei, mit Kriminalpolizei zur Sicherheitspolizei vereinigt, ab 1939 als Amt IV im Reichssicherheitshauptamt. Ohne Bindung an Recht und Gesetz verhängte die Gestapo Haft in Gefängnissen und KZ, folterte, ermordete politische Häftlinge, ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und war beteiligt an den Mordaktionen der Einsatzgruppen. verhaftet, nach dem misslungenen Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 in das KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. Buchenwald1937 als Konzentrationslager auf dem Ettersberg bei Weimar (Thüringen) eröffnet für politische Oppositionelle, Zeugen Jehovas, Sinti und Roma sowie Strafgefangene, auf Grund der Verhaftungen zur "vorbeugenden Verbrechensbekämpfung" ("Asoziale"). Ende 1938 kamen Tausende Juden dazu. Von den ca. 250.000 Häftlingen in Buchenwald und den 130 Nebenlagern starben ca. 65.000. Ab Mitte 1938 organisierten die politischen Häftlinge den Lagerwiderstand. Buchenwald gehörte zu den wenigen Lagern, in denen die Häftlinge vor der Befreiung durch US-Truppen am 11. April 1945 revoltierten., dann in das KZ Flossenbürg eingewiesen und dort am 9. April 1945 hingerichtet. Bonhoeffers gelebtes Christentum prägte den Protestantismus der Nachkriegszeit auch in den USA und Großbritannien.

Displaced PersonsNach Begriff suchen

Nach 1945 Bezeichnung der Alliierten für die im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland verschleppten ausländischen Zwangsarbeiter, Kriegsgefangenen, heimat- und staatenlosen jüdischen Überlebenden der befreiten Lager sowie nichtdeutschen Flüchtlinge aus Osteuropa, zusammen ca. 8,5 Millionen Menschen. DP-Lager bestanden nach 1945 vielfach für einige Jahre in ehemaligen NS-Lagern bis zur Auswanderung(Lateinisch: emigrare) Auswanderung, Menschen verlassen für immer oder für eine gewisse Zeit ihren Wohnort aus politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Gründen bzw. aufgrund von Krieg und Naturkatastrophen. In allen historischen Epochen sind Migrationsbewegungen zu beobachten und es wird unterschieden zwischen Binnenmigration - innerhalb eines Landes und internationale Migration - von einem Land in ein anderes. Während des Nationalsozialismus war die Emigration von Künstlern und politisch Verfolgten, Kommunisten und Sozialisten, vor allem aber den aus rassistischen Gründen verfolgten deutschen Juden von großer Bedeutung. In die Flucht getrieben wurden die Unerwünschten bis zum Kriegsbeginn 1939 durch Zerstörung der beruflichen Existenzgrundlagen durch Ausbürgerung, Enteignung von Häusern, Grundstücken und Kapital. Zudem war die Reichsfluchtsteuer zu zahlen. Auch nach dem NS gab und gibt es in der jüdischen Bevölkerung große Wanderbewegungen., Repatriierung oder Einbürgerung der D.P.Nach 1945 Bezeichnung der Alliierten für die im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland verschleppten ausländischen Zwangsarbeiter, Kriegsgefangenen, heimat- und staatenlosen jüdischen Überlebenden der befreiten Lager sowie nichtdeutschen Flüchtlinge aus Osteuropa, zusammen ca. 8,5 Millionen Menschen. DP-Lager bestanden nach 1945 vielfach für einige Jahre in ehemaligen NS-Lagern bis zur Auswanderung, Repatriierung oder Einbürgerung der D.P.

Synonyme: D.P., DP, DP Camp
DNBNach Begriff suchen

Abkürzung für Deutsches NachrichtenbüroAbkürzung für Deutsches Nachrichtenbüro GmbH, gegründet am 5.12.1933 im Zuge der "Gleichschaltung" durch Zusammenlegung zweier großer Nachrichtenagenturen, der Continental Telegraphen Compagnie, Wolffs Telegraphisches Büro (gegr. 1849, Dr. B. Wolff war Besitzer der National-Zeitung) und der Telegraphen = Union, gegründet 1913, die bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten der deutsch-nationalen Volkspartei (DNVP) nahestand. Über das DNB verbreitete des NS-Regime alle Nachrichten amtlichen Charakters. GmbH, gegründet am 5.12.1933 im Zuge der "Gleichschaltung" durch Zusammenlegung zweier großer Nachrichtenagenturen, der Continental Telegraphen Compagnie, Wolffs Telegraphisches Büro (gegr. 1849, Dr. B. Wolff war Besitzer der National-Zeitung) und der Telegraphen = Union, gegründet 1913, die bis zur MachtübernahmeTag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler und damit Beteiligung der NSDAP an der Reichsregierung. Von den Nationalsozialisten als Tag der "Machtergreifung" gefeiert. Zwei Tage danach wurde der Reichstag (Parlament) aufgelöst. der Nationalsozialisten der deutsch-nationalen Volkspartei (DNVP) nahestand. Über das DNB verbreitete des NS-Regime alle Nachrichten amtlichen Charakters.

Synonyme: Deutsches Nachrichtenbüro, Deutsches Nachrichtenbüro GmbH, Nachrichtenbüro