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Carl von OssietzkyNach Begriff suchen

1889-1939. Journalist, überzeugter Pazifist. 1919/20 Sekretär der Deutschen Friedensgesellschaft. In den 20er Jahren in Berlin Redakteur bei verschiedenen Zeitungen. 1927-1933 Herausgeber der "Weltbühne". Nach einem Enthüllungsartikel über die geheime Aufrüstung der Reichswehr 1931 wegen Landesverrats zu 18 Monaten Haft verurteilt. 1933 nach dem Reichstagsbrand Verbot der Weltbühne, GestapoAbk. für Geheime Staatspolizei, am 26.4.1933 von Göring als preußischem Ministerpräsidenten eingerichtet, (Zentralbehörde: Geheimes Staatspolizeiamt Gestapa). 1934 Reichsbehörde unter Himmler als Reichsführer SS und Chef der Dt. Polizei, mit Kriminalpolizei zur Sicherheitspolizei vereinigt, ab 1939 als Amt IV im Reichssicherheitshauptamt. Ohne Bindung an Recht und Gesetz verhängte die Gestapo Haft in Gefängnissen und KZ, folterte, ermordete politische Häftlinge, ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und war beteiligt an den Mordaktionen der Einsatzgruppen.-Haft im KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. Esterwegen. 1935 bekam Ossietzky in Haft den Friedensnobelpreis, dessen Entgegennahme ihm verboten wurde. Er starb an den Folgen der Haft nach seiner Entlassung.

ChabadNach Begriff suchen

Wird auch als ChabadWird auch als Chabad Lubawitsch bezeichnet und ist eine orthodoxe Gruppe innerhalb des Judentums. Sie wurde von Rabbi Schneor Salman von Ljadi gegründet, der zwischen 1745 und 1812 lebte. Sein Sohn verlegte den Sitz der entstandenen Bewegung in die Stadt Lubawitsch in der Nähe der Kleinstadt Smolensk im Westen von Russland. Chabad wird dem Chassidismus zugerechnet, der sich als besonders fromm und oft auch mystisch versteht. Bis zum Holocaust lag das Zentrum des Chassidismus in Osteuropa. Die Führung von Chabad ist heute in New York angesiedelt, die Bewegung ist aber sehr dezentral organisiert. Gruppen von Chabad gibt es in 14 deutschen Städten. Die größte Niederlassung ist in Berlin und unterhält ein Familien- und Bildungszentrum, einen Jugendclub, eine Grundschule und eine Synagoge. Lubawitsch bezeichnet und ist eine orthodoxe Gruppe innerhalb des Judentums. Sie wurde von Rabbi Schneor Salman von Ljadi gegründet, der zwischen 1745 und 1812 lebte. Sein Sohn verlegte den Sitz der entstandenen Bewegung in die Stadt Lubawitsch in der Nähe der Kleinstadt Smolensk im Westen von Russland. Chabad wird dem Chassidismus zugerechnet, der sich als besonders fromm und oft auch mystisch versteht. Bis zum HolocaustDer Begriff Holocaust  kommt aus dem Griechischen, bedeutet "vollständig verbrannt" und bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten Antisemitismus begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt. lag das Zentrum des Chassidismus in Osteuropa. Die Führung von Chabad ist heute in New York angesiedelt, die Bewegung ist aber sehr dezentral organisiert. Gruppen von Chabad gibt es in 14 deutschen Städten. Die größte Niederlassung ist in Berlin und unterhält ein Familien- und Bildungszentrum, einen Jugendclub, eine Grundschule und eine Synagoge.

ChelmnoNach Begriff suchen

Ortschaft und Tötungszentrum im annektierten Wartheland (Polen), bestehend aus einem Gutshaus und einem 5 km entfernten Waldlager, wo ab 8. 12.1941 die mechanische Massentötung von Juden aus der Umgebung, (LodzStadt Lodz im 1939 annektierten Teil Polens, umbenannt in Litzmannstadt. Erstes größeres Ghetto, im Frühjahr 1940 eingerichtet. Im Juni 1940 lebten 157.000 Menschen auf einem Areal von 4 km unter unzureichenden Bedingungen. Im Oktober 1941 kamen 20.000 deutsche, österreichische, luxemburgische und tschechische Juden dazu sowie 5.000 Sinti und Roma aus dem Burgenland, die in einem separaten Teil des Ghettos inhaftiert wurden. Zwischen Januar 1942 und Juli 1944 Deportationen zur Vernichtung nach Chelmno. 1944 Auflösung des Ghettos und Deportation von ca. 60.000 Menschen nach Auschwitz. und Posen), in Speziallastwagen durch Motorenabgase begann. ChelmnoOrtschaft und Tötungszentrum im annektierten Wartheland (Polen), bestehend aus einem Gutshaus und einem 5 km entfernten Waldlager, wo ab 8. 12.1941 die mechanische Massentötung von Juden aus der Umgebung, (Lodz und Posen), in Speziallastwagen durch Motorenabgase begann. Chelmno wurde bis März 1943 betrieben, vorübergehend aufgelöst und vom Juli 1944 bis Januar 1945 für die Ermordung der Juden des Ghettos Lodz erneut in Betrieb genommen. 152.000 Juden und ca. 5.000 österreichische Sinti und Roma wurden in Chelmno vergast. wurde bis März 1943 betrieben, vorübergehend aufgelöst und vom Juli 1944 bis Januar 1945 für die Ermordung der Juden des Ghettos LodzStadt im 1939 annektierten Teil Polens, umbenannt in Litzmannstadt. Erstes größeres Ghetto, im Frühjahr 1940 eingerichtet. Im Juni 1940 lebten 157.000 Menschen auf einem Areal von 4 km unter unzureichenden Bedingungen. Im Oktober 1941 kamen 20.000 deutsche, österreichische, luxemburgische und tschechische Juden dazu sowie 5.000 Sinti und Roma aus dem Burgenland, die in einem separaten Teil des Ghettos inhaftiert wurden. Zwischen Januar 1942 und Juli 1944 Deportationen zur Vernichtung nach Chelmno. 1944 Auflösung des Ghettos und Deportation von ca. 60.000 Menschen nach Auschwitz. erneut in Betrieb genommen. 152.000 Juden und ca. 5.000 österreichische SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. wurden in Chelmno vergast.

Synonyme: Kulmhof