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Adam KuckhoffNach Begriff suchen

Geboren 1887. Schriftsteller und Dramaturg, gehörte mit seiner Frau zu dem 1933 entstehenden Kreis um Harnack/Schulze-Boysen (Rote KapelleFahndungs- und Tarnbezeichnung der Gestapo für die linksliberalen Widerstandskreise um Arvid Harnack, Oberregierungsrat im Reichswirtschaftsministerium, und Harro Schulze-Boysen, Offizier im Reichsluftfahrtministerium. Die Klassifizierung als sowjetische Spionageorganisation verfälschte die Motive und politischen Ziele dieser Gruppen und wirkte sich nachteilig auf ihre Anerkennung in der Nachkriegszeit aus. 120 von den über 50 Frauen und 100 Männer der "Roten Kapelle" wurden Ende 1942 verhaftet, 92 angeklagt, 49 davon zum Tode verurteilt und hingerichtet, darunter 19 Frauen.). Kuckoff schrieb für die antifaschistische Zeitschrift "Die innere Front" und war Verbindungsmann zu akademischen und literarischen Widerstandskreisen. Im August 1942 wurde Kuckhoff verhaftet und am 5. 8. 1943 in PlötzenseeGefängniskomplex in Berlin, 1869-1879 für 1.400 Häftlinge erbaut, bis heute Strafanstalt. 1933-1945 Hinrichtungsstätte für über 3.000 aus politischen Gründen meist vom "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilte Menschen. Viele der in P. Ermordeten gehörten dem deutschen Widerstand an: Mitglieder der Roten Kapelle, der Herbert Baum-Gruppe, des Kreisauer Kreises und Beteiligte am gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944. Nach 1942 wurden auch Widerstandskämpfer aus 19 europäischen Nationen in Plötzensee hingerichtet. Der Hinrichtungsbau auf dem Anstaltsgelände ist seit 1952 Gedenkstätte. hingerichtet.

Adolf EichmannNach Begriff suchen

Geboren 1906 in Solingen. Nach abgebrochenem Studium Vertreter. 1932 Eintritt in die österreichische NSDAPIm Januar 1919 als Deutsche Arbeiterpartei gegründete antimarxistische, antisemitische und völkische Organisation. Im Februar 1920 umbenannt in NSDAP und Verkündung des 25 Punkte umfassenden Parteiprogramms durch Adolf Hitler, nach dem Hitlerputsch vom 8./9. November 1923 verboten. Wiedergründung im Februar 1925. Die Mitgliederzahl stieg von 27.000 im Jahr 1925 auf 2,5 Millionen im März 1933. und SSAbk. für "Schutzstaffel", gegründet 1925 als Leibgarde Hitlers. Ab 1929 unter Himmler Entwicklung zur Eliteeinheit der Partei. Nach der Entmachtung der SA 1934 selbständige Organisation der NSDAP und schrittweise Verschmelzung mit der staatlichen Polizei. Die SS war zuständig für die innenpolitische Machtsicherung, die Inspektion sowie die Bewachung der KZ durch bewaffnete "Totenkopfverbände". Nach 1939 spielte die SS die entscheidende Rolle bei der Eroberungs- und Vernichtungspolitik. Die Farbe der Uniform war schwarz, Erkennungszeichen ein doppeltes S in Runenform und der Totenkopf., 1934 im SD in Berlin. 1938/39 Leiter der "Zentralstelle für jüdische Auswanderung(Lateinisch: emigrare) Auswanderung, Menschen verlassen für immer oder für eine gewisse Zeit ihren Wohnort aus politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Gründen bzw. aufgrund von Krieg und Naturkatastrophen. In allen historischen Epochen sind Migrationsbewegungen zu beobachten und es wird unterschieden zwischen Binnenmigration - innerhalb eines Landes und internationale Migration - von einem Land in ein anderes. Während des Nationalsozialismus war die Emigration von Künstlern und politisch Verfolgten, Kommunisten und Sozialisten, vor allem aber den aus rassistischen Gründen verfolgten deutschen Juden von großer Bedeutung. In die Flucht getrieben wurden die Unerwünschten bis zum Kriegsbeginn 1939 durch Zerstörung der beruflichen Existenzgrundlagen durch Ausbürgerung, Enteignung von Häusern, Grundstücken und Kapital. Zudem war die Reichsfluchtsteuer zu zahlen. Auch nach dem NS gab und gibt es in der jüdischen Bevölkerung große Wanderbewegungen." in Wien. 1941 SS-Obersturmbannführer, Leiter des Judenreferats IV B4 im RSHAIm September 1939 gegründete Behörde im SS-Apparat. Zusammenschluss von SD und Sicherheitspolizei einschließlich der Gestapo und Kriminalpolizei unter der Leitung von Reinhard Heydrich (1943-45 Ernst Kaltenbrunner) mit Sitz in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße.. Protokollführer der Wannsee-KonferenzKonferenz am 20. Januar 1942 in einer Villa am Wannsee im Süden Berlins. Unter dem Vorsitz des SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA), verhandelten 14 hochrangige Vertreter der Ministerialbürokratie und der SS über die organisatorische Durchführung der "Endlösung", d.h. die Entscheidung, die Juden Europas in den Osten zu deportieren und zu ermorden.. 1942-44 verantwortlich für die Deportationen der europäischen Juden im Rahmen der "EndlösungIm vollen Wortlaut des NS-Sprachgebrauchs "Endlösung der Judenfrage" Tarnbezeichnung im amtlichen Schriftverkehr spätestens ab Frühjahr 1941 für den Plan der Vernichtung der europäischen Juden im deutschen Machtbereich.". Nach 1945 untergetaucht, 1950 Flucht nach Argentinien, 1960 vom israelischen Geheimdienst aufgespürt, in Jerusalem zum Tode verurteilt, 1962 hingerichtet.

Adolf ReichweinNach Begriff suchen

Geboren 1898. Pädagoge, Sozialdemokrat und Widerstandskämpfer. Auf Grund des Berufsbeamtengesetzes 1933 Entlassung aus der Lehrerbildungsakademie Halle. Seit 1938 Verbindung zu James Graf Moltke und der Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis. 1944 Verbindung zum kommunistischen Widerstand, Gruppe Saefkow-Bästlein. Nach dem 20. Juli 1944 verhaftet und vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Nach Folterungen am 20.10.1944 in PlötzenseeGefängniskomplex in Berlin, 1869-1879 für 1.400 Häftlinge erbaut, bis heute Strafanstalt. 1933-1945 Hinrichtungsstätte für über 3.000 aus politischen Gründen meist vom "Volksgerichtshof" zum Tode verurteilte Menschen. Viele der in P. Ermordeten gehörten dem deutschen Widerstand an: Mitglieder der Roten Kapelle, der Herbert Baum-Gruppe, des Kreisauer Kreises und Beteiligte am gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944. Nach 1942 wurden auch Widerstandskämpfer aus 19 europäischen Nationen in Plötzensee hingerichtet. Der Hinrichtungsbau auf dem Anstaltsgelände ist seit 1952 Gedenkstätte. hingerichtet.

Aktion ReinhardNach Begriff suchen

Nicht eindeutig geklärte, allgemein auf Reinhard HeydrichGeboren 1904 in Halle, Vater Musiker. Katholisches Gymnasium, 1919/20 Meldegänger im Freikorps Maercker. 1922-1931 Kriegsmarine, in Unehren entlassen. 1931 Eintritt in die NSDAP und SS. Chef der Sicherheitspolizei und des SD. 1939 Chef des RSHA. Organisator der "Endlösung der Judenfrage". 1941 Reichsprotektor von Böhmen und Mähren. Einberufung und Leitung der Wannsee-Konferenz (20.1.1942). Am 27.5.1942 durch Attentat des tschechischen Widerstands schwer verletzt, starb H. am 4.6.1942. Zur Vergeltung wurde das Dorf Lidice liquidiert. bezogene Tarnbezeichnung für die planmäßige Durchführung der "EndlösungIm vollen Wortlaut des NS-Sprachgebrauchs "Endlösung der Judenfrage" Tarnbezeichnung im amtlichen Schriftverkehr spätestens ab Frühjahr 1941 für den Plan der Vernichtung der europäischen Juden im deutschen Machtbereich." durch Giftgas in den drei speziell eingerichteten Todeslagern BelzecErstes der drei Vernichtungslager der "Aktion Reinhard" (Sobibór, Treblinka) im besetzten Polen zu Ermordung der Juden. Anfänglich Arbeitslager, wurde Belzec ab November 1941 Vernichtungslager. Die drei Gaskammern wurden mit Kohlenmonoxydabgasen von Dieselmotoren betrieben. Im Juni 1942 Bau neuer Gaskammern mit der Kapazität von jeweils mehr als 1.000 Menschen. Bis Ende 1942 wurden über 600.000 Menschen, überwiegend Juden, aber auch Sinti und Roma, ermordet. Im Frühjahr 1943 Auflösung des Lagers, Beseitigung der Spuren durch Exhumierung und Verbrennung der menschlichen Überreste., SobibórIm östlichen Polen nahe dem Dorf Sobibór im Rahmen der "Aktion Reinhard" zur Durchführung der "Endlösung" im März/April 1942 errichtetes Vernichtungslager, wie Belzec und Treblinka. Sobibór wurde von wenigen Mitarbeitern der Aktion T4 und SS-Hilfspersonal betrieben und bewacht. Aus den Transporten wurden Opfer zu Arbeiten für die Mordmaschinerie aussortiert, nach kurzer Zeit jedoch ebenfalls ermordet. Mehr als 250.000 Juden wurden in Sobibór mit Abgasen von Dieselmotoren in Gaskammern ermordet. Am 14. Oktober 1943 nach dem Aufstand der jüdischen Häftlinge geschlossen. und TreblinkaNordöstlich von Warschau errichtetes größtes Vernichtungslager der "Aktion Reinhard", nach Belzec und Sobibór im Juni/Juli 1942 zur Steigerung der Tötungskapazitäten errichtet. Von Angehörigen der Aktion T4 geplant, mit SS-Hilfspersonal betriebene Mordstätte für ca. 900.000 Menschen, vor allem Juden aus dem Warschauer Ghetto, dem Bezirk Radom und vielen europäischen Ländern sowie Tausenden Sinti und Roma. Nach dem Aufstand der "Arbeitsjuden" am 2. August 1943 Auflösung, Beseitigung der Spuren, Tarnung des Ortes durch Überbauung mit einem Bauernhof.. Zwischen März 1942 und Oktober 1943 wurden 1,75 Millionen Juden aus Polen und anderen europäischen Ländern sowie Tausende SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. im Rahmen der "Aktion ReinhardNicht eindeutig geklärte, allgemein auf Reinhard Heydrich bezogene Tarnbezeichnung für die planmäßige Durchführung der "Endlösung" durch Giftgas in den drei speziell eingerichteten Todeslagern Belzec, Sobibór und Treblinka. Zwischen März 1942 und Oktober 1943 wurden 1,75 Millionen Juden aus Polen und anderen europäischen Ländern sowie Tausende Sinti und Roma im Rahmen der "Aktion Reinhard" ermordet." ermordet.

Synonyme: Einsatz Reinhard, Operation Reinhard
Aktion T4Nach Begriff suchen

NS-Tarnbegriff für den euphemistisch als "EuthanasieMit dem Aktenzeichen "14f13" als Tarnung bezeichnete Erfassung und Ermordung ca. 20.000 kranker KZ-Häftlinge von April 1941 bis April 1943 durch Personal der Aktion T4 in den "Euthanasie"-Anstalten." bezeichneten staatlich organisierten Massenmord an geistig und körperlich behinderten Kindern und Erwachsenen sowie Psychiatriepatienten und nicht mehr arbeitsfähigen oder kranken KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos.-Häftlingen, benannt nach der Adresse einer Villa in der Tiergartenstraße 4 in Berlin, in der sich von 1940 bis 1945 die der Kanzlei des FührersHitler unterstanden vier Kanzleien: Die Präsidialkanzlei des Staatsoberhaupts unter dem Staatssekretär Otto Meisner, die Reichskanzlei, Amtssitz des Reichskanzlers, geleitet von dem Reichsminister Hans Heinrich Lammers, die Kanzlei des Führers, geleitet von NSDAP Reichsleiter Philipp Bouhler, zuständig für persönlich an Hitler gerichtete Eingaben, ab 1939 für das Euthanasieprogramm, schließlich in München bis 1941 die von Rudolf Heß geleitete Dienststelle Stellvertreter des Führers, ab 1941 umbenannt in Parteikanzlei unter dem Reichsleiter Martin Bormann. unterstellte Organisationszentrale befand.

Synonyme: Eu-Aktion, Euthanasie, Krankenmorde, T4-Aktion
Albrecht HaushoferNach Begriff suchen

1903-1945. Professor für politische Geographie in Berlin. Verfasser von Tragödien in Versen. Vertreter des konservativen Widerstands. Sohn von Karl Haushofer, dem deutschen Theoretiker der Geopolitik, dessen Schüler Rudolf Hess (Stellvertreter des Führers) war. Vermutlich regte A. Haushofer dessen erfolglosen Englandflug an. Danach Beobachtung durch die GestapoAbk. für Geheime Staatspolizei, am 26.4.1933 von Göring als preußischem Ministerpräsidenten eingerichtet, (Zentralbehörde: Geheimes Staatspolizeiamt Gestapa). 1934 Reichsbehörde unter Himmler als Reichsführer SS und Chef der Dt. Polizei, mit Kriminalpolizei zur Sicherheitspolizei vereinigt, ab 1939 als Amt IV im Reichssicherheitshauptamt. Ohne Bindung an Recht und Gesetz verhängte die Gestapo Haft in Gefängnissen und KZ, folterte, ermordete politische Häftlinge, ausländische Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und war beteiligt an den Mordaktionen der Einsatzgruppen., im Dezember 1944 verhaftet. Im Gefängnis Berlin-Moabit schrieb er die "Moabiter Sonnette", die erst nach seinem Tod gefunden wurden. Am 23. April 1945 wurde Haushofer von einem SS-Kommando erschossen.

Alfred HrdlickaNach Begriff suchen

Geboren in Wien 1928, österreichischer Bildhauer und Graphiker. Seine Werke, Plastiken, Zeichnungen, Radierungen, zeichnen sich durch ausdrucksstarke Bildsprache aus. Hrdlicka stellt Themen wie Mord und Gewalt als die bestimmenden Zeitphänomene dar. Dies zeigt der von ihm 1972 vollendete "Plötzenseer Totentanz" im Evangelischen Gemeindezentrum Plötzensee (Berlin), nahe bei der NS-Hinrichtungsstätte und heutigen Gedenkstätte Plötzensee gelegen. Heftig umstritten bleibt seine Plastik zur Erinnerung an die Verfolgung der Wiener Juden, die seit 1988 auf dem Albertinerplatz in Wien steht.

Alte Synagoge EssenNach Begriff suchen

Die Alte Synagoge in Essen (Nordrhein-Westfalen), 1911-1913 erbaut, eine der größten und schönsten Synagogen in Deutschland, wurde in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, in der sogenannten "ReichskristallnachtReichsweite gewalttätige Übergriffe auf jüdische Menschen, Geschäfte, Wohnungen, Synagogen und jüdische Einrichtungen in Deutschland und Österreich durch SA, HJ und NSDAP- Mitglieder am 9./10. November 1938. Über 7.000 Geschäfte und Wohnungen wurden zerstört, 91 Menschen getötet, und ca. 28.000 jüdische Männer in KZ, Tausende jüdische Frauen in städtische Gefängnisse eingesperrt. Durch Terror sollten die Juden massenhaft zum Verlassen des Deutschen Reiches veranlasst werden." zerstört, nach dem Krieg zunächst notdürftig restauriert und für verschiedene kulturelle Zwecke genutzt, seit 1980 Mahn- und Gedenkstätte.

Synonyme: Essener Synagoge
Anne FrankNach Begriff suchen

1929 in einer deutsch-jüdischen Familie in Frankfurt am Main geboren. Die Familie Frank emigrierte 1933 nach Amsterdam. Ab Juli 1942 lebte die Familie im Versteck in einem Hinterhaus. Anne Frank1929 in einer deutsch-jüdischen Familie in Frankfurt am Main geboren. Die Familie Frank emigrierte 1933 nach Amsterdam. Ab Juli 1942 lebte die Familie im Versteck in einem Hinterhaus. Anne Frank dokumentierte das Leben in ihrem Tagebuch. Im August 1944 wurde die Familie durch Verrat entdeckt und über das Lager Westerbork nach Auschwitz deportiert, wo die Mutter starb. Anne Frank und ihre ältere Schwester Margot wurden im Oktober 1944 nach  Bergen-Belsen gebracht, wo beide im März 1945 an Typhus starben. Der Vater überlebte Auschwitz. Anne Franks Tagebuch wurde in vielen Sprachen veröffentlicht. dokumentierte das Leben in ihrem Tagebuch. Im August 1944 wurde die Familie durch Verrat entdeckt und über das Lager Westerbork nach Auschwitz deportiert, wo die Mutter starb. Anne Frank und ihre ältere Schwester Margot wurden im Oktober 1944 nach Bergen-Belsen gebracht, wo beide im März 1945 an Typhus starben. Der Vater überlebte Auschwitz. Anne Franks Tagebuch wurde in vielen Sprachen veröffentlicht.

AnschlussNach Begriff suchen

Die nationalsozialistische MachtübernahmeTag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler und damit Beteiligung der NSDAP an der Reichsregierung. Von den Nationalsozialisten als Tag der "Machtergreifung" gefeiert. Zwei Tage danach wurde der Reichstag (Parlament) aufgelöst. und Zwangseingliederung Österreichs in das Deutsche Reich am 13. März 1938.

Synonyme: Annexion Österreichs, Anschluss Österreichs, Anschluß, Besetzung Österreichs
AnsiedlungskommissionNach Begriff suchen

Eine deutsche Einrichtung, die zwischen 1886 und 1918 tätig war. Sie wurde auf Beschluss des preußischen Landtages ins Leben gerufen, um von Polen Grund und Boden aufzukaufen und darauf Deutsche anzusiedeln. Insgesamt waren es etwa 22.000 deutsche Familien. Polnische Gegenmaßnahmen zur Selbstverteidigung wie die Schaffung von Parzellierungs-Genossenschaften erschwerten die Durchsetzung der preußischen Pläne erheblich.

AntifaschismusNach Begriff suchen

AntifaschismusAntifaschismus bezeichnet die politische Ablehnung des Faschismus und möglicher Entwicklungen dorthin. Entstanden ist der Begriff in Italien der 1920er-Jahren als „antifascismo“. Später bezeichnete der Ausdruck auch die Bekämpfung anderer rechtsgerichteter Diktaturen, vor allem die des deutschen Nationalsozialismus. bezeichnet die politische Ablehnung des Faschismus und möglicher Entwicklungen dorthin. Entstanden ist der Begriff in Italien der 1920er-Jahren als „antifascismo“. Später bezeichnete der Ausdruck auch die Bekämpfung anderer rechtsgerichteter Diktaturen, vor allem die des deutschen Nationalsozialismus.

AntisemitismusNach Begriff suchen

In den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts geprägter Begriff für Judenfeindschaft. Als ein Produkt der bürgerlichen Industriegesellschaft ist der AntisemitismusIn den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts geprägter Begriff für Judenfeindschaft. Als ein Produkt der bürgerlichen Industriegesellschaft ist der Antisemitismus überwiegend politisch, wirtschaftlich und rassistisch motiviert. Er richtet sich gegen Juden als ethnische und kulturelle Minderheit in Europa. Die seit der Antike vorkommende religiös motivierte Judenfeindschaft bezeichnet man als Antijudaismus. überwiegend politisch, wirtschaftlich und rassistisch motiviert. Er richtet sich gegen Juden als ethnische und kulturelle Minderheit in Europa. Die seit der Antike vorkommende religiös motivierte Judenfeindschaft bezeichnet man als Antijudaismus.

AntizionismusNach Begriff suchen

Der AntizionismusDer Antizionismus gibt vor, im Gegensatz zum Antisemitismus nicht Juden und Jüdinnen zu bekämpfen, sondern den Zionismus, d.h. konkret den Staat Israel und die Israelis. Die gesonderte Ausrichtung auf Israel geht auf die Zeit nach 1945 zurück. Ausgehend vor allem von der Sowjetunion, die nach anfänglicher Unterstützung Israels den Antizionismus zur Staatsdoktrin erhoben hatte, wurde der Antizionismus als Antisemitismus in neuen Kleidern nahezu weltweit gesellschaftsfähig. gibt vor, im Gegensatz zum AntisemitismusIn den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts geprägter Begriff für Judenfeindschaft. Als ein Produkt der bürgerlichen Industriegesellschaft ist der Antisemitismus überwiegend politisch, wirtschaftlich und rassistisch motiviert. Er richtet sich gegen Juden als ethnische und kulturelle Minderheit in Europa. Die seit der Antike vorkommende religiös motivierte Judenfeindschaft bezeichnet man als Antijudaismus. nicht Juden und Jüdinnen zu bekämpfen, sondern den Zionismus, d.h. konkret den Staat Israel und die Israelis. Die gesonderte Ausrichtung auf Israel geht auf die Zeit nach 1945 zurück. Ausgehend vor allem von der SowjetunionIst die Kurzbezeichnung für die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR). Sie wurde nach dem Ende des russischen Reiches (1917) im Dezember 1922 gegründet. Bis zu ihrem Zerfall im Jahr 1991 Bildete sie das politische Zentrum des Ostblocks (auch Warschauer Vertragsstaaten) und des real existierenden Sozialismus. Die Sowjetunion umfasste etwa das Territorium der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) sowie Estlands, Lettlands und Litauens.	, die nach anfänglicher Unterstützung Israels den Antizionismus zur Staatsdoktrin erhoben hatte, wurde der Antizionismus als Antisemitismus in neuen Kleidern nahezu weltweit gesellschaftsfähig.

AprilboykottNach Begriff suchen

Am 1. April 1933Am 1. April 1933, öffentlich angekündigter, von SA organisierter Boykott von Geschäften, Anwaltskanzleien, Arztpraxen, Apotheken jüdischer bzw. "nichtarischer" Inhaber. Beginn der Berufsverbote. Bitten der Reichsvertretung der deutschen Juden an beide christliche Kirchen um Beistand blieben unbeantwortet., öffentlich angekündigter, von SAAbk. für "Sturmabteilung", seit 1920 parteieigener Ordnerdienst zum Schutz von Veranstaltungen der NSDAP. 1932 ca. 420.000 Mitglieder, 1934 bereits 4,2 Millionen. Die paramilitärischen, braun-uniformierten Sturmtruppen waren Instrument zur Zerschlagung der Demokratie durch Terrorakte und Straßenkämpfe. Nach 1933 erhielt die SA hilfspolizeiliche Vollmachten. Die Machtansprüche des Stabschefs der SA, Ernst Röhm, die SA mit der Reichswehr zusammenzuschließen, veranlassten Hitler, seinen Freund Röhm sowie 85 SA-Führer und Regimekritiker am 1. Juli 1934 von der SS ermorden zu lassen. organisierter Boykott von Geschäften, Anwaltskanzleien, Arztpraxen, Apotheken jüdischer bzw. "nichtarischer" Inhaber. Beginn der Berufsverbote. Bitten der Reichsvertretung der deutschen Juden an beide christliche Kirchen um Beistand blieben unbeantwortet.

Synonyme: 1. April 1933, Boykottaktion
Arier, arischNach Begriff suchen

Ethnologisch-sprachwiss. Begriff (Sanskrit: arya = Herr, Edler) für Völker der indo-germanischen Sprachfamilie, ab Mitte des 19. Jahrhunderts politische Verwendung in Rassentheorien. Zentraler Begriff in der "RassenlehreKernpunkt der NS-Ideologie war die abwegige Behauptung der biologischen Ungleichheit der Menschen und "Rassen" und der Höherwertigkeit der nordisch-germanischen Völker bzw. "arischen Rasse" gegenüber "minderwertigen Rassen", vor allem Juden,  "Zigeunern", "Negern", Slawen und Asiaten. Vermischung mit "Minderwertigen" führe zum Untergang der "Höherwertigen". Diese Vorstellungen waren keine Erfindung der Nationalsozialisten. Sie basierten auf Rassentheorien des 19. und 20. Jahrhunderts, die im NSDAP-Programm und Hitlers Buch "Mein Kampf" (1923) verarbeitet wurden." der Nationalsozialisten. Ab 1933 wurden "NichtarierNach der nationalsozialistischen "Rassenlehre", Menschen "nicht rein arischer Abstammung" ("Arier", "Ariernachweis"). "Nichtarier" wurden ab 1933 auf Grund des sog. Arierparagraphen im Berufsbeamtengesetz (BBG) und zahlreichen Folgegesetzen und Verordnungen (Nürnberger Gesetze) schrittweise aus Berufen, Verbänden, dem deutschen Kulturleben und der Staatsbürgerschaft ausgeschlossen. Die NS-Rassenpolitik gipfelte im Massen- und Völkermord an Juden, Sinti und Roma und Millionen Slawen in Europa." schrittweise aus Berufen, Verbänden, dem deutschen Kulturleben und von der Staatsbürgerschaft ausgeschlossen. Die NS-RassenpolitikNach 1860 in England von Francis Galton als Eugenik bezeichnete Lehre von der Förderung des Erbguts. Die in Deutschland von Alfred Ploetz und Wilhelm Schallmeyer nach 1890 mit einer radikaleren Zielsetzung unter dem Begriff Rassenhygiene propagierte Steuerung der Fortpflanzung durch "Auslese" und "Ausmerze" bereitete bei den deutschen Ärzten den Boden für die Akzeptanz der nationalsozialistischen Gesundheits- und Bevölkerungspolitik, die mit Zwangssterilisation und Heiratsverboten begann und im "Euthanasie"-Programm und Völkermord endete. gipfelte im Massen- und Völkermord an Juden, SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. und Millionen Slawen in Europa..AriernachweisUrkundlich belegter Nachweis "arischer Abstammung" bis zu den Großeltern ("Arier", "arisch"), erforderlich ab 1933 (Arierparagraph) für die Berufsausübung, ab 1935 (Nürnberger Gesetze) für alle deutschen Staatsbürger in Personenstandsangelegenheiten, bei ungeklärten Familienverhältnissen erteilt auf Grund rassenbiologischer Gutachten durch das 1933 eingerichtete Amt des Sachverständigen für Rasseforschung beim Reichsministerium des Innern.: Urkundlich belegter Nachweis "arischer Abstammung" bis zu den Großeltern ("Arier", "arisch"), erforderlich ab 1933 (Arierparagraph) für die Berufsausübung, ab 1935 (Nürnberger GesetzeZwei am 15.9.1935 auf dem Nürnberger Parteitag verkündete, jedoch lange vorbereitete rassistische Gesetze,- das "Gesetz zum Schutz des dt. Blutes und der dt. Ehre" und das "Reichsbürgergesetz". Ehen zwischen "Ariern" und "Nichtariern" wurden verboten, außerehelicher Geschlechtsverkehr als "Rassenschande" unter Strafe gestellt. "Nichtarier" wurden zu Bürgern minderen Rechts. Die Gesetze definierten, wer als Jude, "Mischling" oder "deutschblütig" galt. ("Arier" "Ariernachweis") Anwendung der NG gemäß Ausführungsbestimmungen auch auf deutsche "Zigeuner" und "Neger".) für alle deutschen Staatsbürger in Personenstandsangelegenheiten, bei ungeklärten Familienverhältnissen erteilt auf Grund rassenbiologischer Gutachten durch das 1933 eingerichtete Amt des Sachverständigen für Rasseforschung beim Reichsministerium des Innern.

AriernachweisNach Begriff suchen

Urkundlich belegter Nachweis "arischer Abstammung" bis zu den Großeltern ("Arier", "arisch"), erforderlich ab 1933 (Arierparagraph) für die Berufsausübung, ab 1935 (Nürnberger GesetzeZwei am 15.9.1935 auf dem Nürnberger Parteitag verkündete, jedoch lange vorbereitete rassistische Gesetze,- das "Gesetz zum Schutz des dt. Blutes und der dt. Ehre" und das "Reichsbürgergesetz". Ehen zwischen "Ariern" und "Nichtariern" wurden verboten, außerehelicher Geschlechtsverkehr als "Rassenschande" unter Strafe gestellt. "Nichtarier" wurden zu Bürgern minderen Rechts. Die Gesetze definierten, wer als Jude, "Mischling" oder "deutschblütig" galt. ("Arier" "Ariernachweis") Anwendung der NG gemäß Ausführungsbestimmungen auch auf deutsche "Zigeuner" und "Neger".) für alle deutschen Staatsbürger in Personenstandsangelegenheiten, bei ungeklärten Familienverhältnissen erteilt auf Grund rassenbiologischer Gutachten durch das 1933 eingerichtete Amt des Sachverständigen für Rasseforschung beim Reichsministerium des Innern.

ArisierungNach Begriff suchen

Nationalsozialistischer Begriff für die zwangsweise EnteignungNationalsozialistischer Begriff für die zwangsweise Enteignung des Besitzes und Vermögens von "Nichtariern" (Juden, Sinti und Roma) sowie ihrer Eliminierung aus dem Berufs- und Wirtschaftsleben zugunsten von "Ariern" bzw. des deutschen Reiches. Diese Maßnahmen wurden auch von den Verbündeten des NS-Staates übernommen. des Besitzes und Vermögens von "Nichtariern" (Juden, SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet.) sowie ihrer Eliminierung aus dem Berufs- und Wirtschaftsleben zugunsten von "Ariern" bzw. des deutschen Reiches. Diese Maßnahmen wurden auch von den Verbündeten des NS-Staates übernommen.

Synonyme: Enteignung, Enteignung jüdischen Eigentums
Arno BrekerNach Begriff suchen

1900-1991. Bildhauer, lebte ab 1933 in Berlin. Von den Nationalsozialisten durch Staatsaufträge gefördert, schuf er monumentale Skulpturen für Repräsentationsbauten, z.B. für das Berliner Olympiagelände und den Ehrenhof der Reichskanzlei (Kanzlei des FührersHitler unterstanden vier Kanzleien: Die Präsidialkanzlei des Staatsoberhaupts unter dem Staatssekretär Otto Meisner, die Reichskanzlei, Amtssitz des Reichskanzlers, geleitet von dem Reichsminister Hans Heinrich Lammers, die Kanzlei des Führers, geleitet von NSDAP Reichsleiter Philipp Bouhler, zuständig für persönlich an Hitler gerichtete Eingaben, ab 1939 für das Euthanasieprogramm, schließlich in München bis 1941 die von Rudolf Heß geleitete Dienststelle Stellvertreter des Führers, ab 1941 umbenannt in Parteikanzlei unter dem Reichsleiter Martin Bormann.). Nach 1945 fertigte er dem Pathos faschistischer Ästhetik weiterhin verhaftet überwiegend Skulpturen und Portraitbüsten bekannter Sportler und Personen des öffentlichen Lebens.

AsozialeNach Begriff suchen

Bereits vor 1933 diskriminierender Sammelbegriff für Bettler, Fürsorgeempfänger, Obdachlose, Zuhälter, Prostituierte, auch HomosexuelleHomosexualität, bereits vor dem NS kriminalisiert, galt nach der NS-Ideologie als der Bevölkerungspolitik schädliche, zu bekämpfende "Entartung". Die Verfolgung setzte in den eigenen Reihen der NSDAP 1934 mit dem "Röhm-Putsch"(SA) ein. Ein von Himmler in der Zentrale der Gestapo eingerichtetes "Sonderdezernat Homosexualität" organisierte die Erfassung. Tausende homosexuelle Männer wurden inhaftiert, z. T. kastriert und in KZ ermordet. Der rosa Winkel kennzeichnete H. in den KZ. Es gibt keinen Beleg darüber, dass lesbische Frauen aufgrund ihrer Homosexualität verurteilt und inhaftiert wurden. und "ZigeunerDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet." sowie sonstige nach rassenideologischen und kriminalpolizeilichen Kriterien als "gemeinschaftsunfähig" definierte soziale Minderheitern. Tausende als "asozial" geltende Menschen wurden von der Kriminalpolizei auf Grund des Erlasses zur "vorbeugenden Verbrechensbekämpfung" vom 14. 12. 1937 verhaftet, in KZKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. inhaftiert, viele zwangssterilisiert oder im Rahmen der "EuthanasieMit dem Aktenzeichen "14f13" als Tarnung bezeichnete Erfassung und Ermordung ca. 20.000 kranker KZ-Häftlinge von April 1941 bis April 1943 durch Personal der Aktion T4 in den "Euthanasie"-Anstalten." ermordet.

Synonyme: Antisoziale, Arbeitsscheue
AsylbewerberheimNach Begriff suchen

Wohnheim für Flüchtlinge, die als politisch Verfolgte nach dem Grundgesetz (Art. 16) Asyl in der Bundesrepublik Deutschland beantragt haben. Das deutsche Asylrecht basiert auf den historischen Lehren aus dem nationalsozialistischen Unrechtsstaat, der Millionen politisch verfolgte Menschen in die Emigration trieb. Das Asylrecht wird seit einigen Jahren zunehmend restriktiv ausgelegt.

Synonyme: Asylantenheim
Auschwitz (KZ)Nach Begriff suchen

Polnisch: Oświęcim. Größtes nationalsozialistisches Konzentrations-, Arbeits- und VernichtungslagerKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. im besetzten Polen während des Zweiten Weltkriegs, westlich von Krakau/Krakow an der Mündung des Flusses Sola in die Weichsel gelegen. Von der SS 1940 errichtet, wurde das KZ Auschwitz 1941/42 zu einem Vernichtungslager erweitert. Es bestand aus drei Hauptlagern: AI war das Stammlager, AII-Birkenau das Vernichtungslager, AIII-Monowitz das Arbeitslager der IG-FarbenInteressengemeinschaft Farbenindustrie AG. Durch Zusammenschluss u.a. von BASF, Bayer und Farbwerke Hoechst größter deutscher Chemie-Konzern, gigantisches internationales Wirtschaftsimperium, führend beteiligt an "Arisierung", Kriegsvorbereitung, wirtschaftlicher Ausbeutung der eroberten Gebiete sowie Massen- und Völkermord. Die IG-Farben baute 1940/41 beim KZ Auschwitz Werke für Treibstoff und Gummiherstellung (Monowitz und Buna), beutete millionenfach KZ-Häftlinge durch Zwangsarbeit aus und lieferte das Giftgas Zyklon B für die Gaskammern., auch als BUNA bezeichnet. Zum Lagerkomplex Auschwitz gehörten zahlreiche Außen- und Nebenlager.

Synonyme: Konzentrationslager Auschwitz
Auschwitz-LügeNach Begriff suchen

Schlagwort für die Leugnung der nationalsozialistischen Verbrechen des Massen- und Völkermords in den NS-Konzentrationslagern, exemplarisch in Auschwitz. In der Bundesrepublik Deutschland seit 1985 als Beleidigung nach § 194 StGB strafrechtlich verfolgt.

Aussiedlung aus der Region ZamośćNach Begriff suchen

Aussiedlung der polnischen Bevölkerung aus den Kreisen Zamość, Hrubieszów und Tomaszów [Lubelski] durch die Deutschen zwischen November 1942 und März 1943 (eingeleitet mit einer Probeaussiedlung im November 1941 und beendet mit einer Pazifizierungs- und Aussiedlungsaktion im Juni und Juli 1943 – den Aktionen Wehrwolf I und II), durchgeführt von Odilo Globocnik1904-1945. Geboren in Triest , Beruf Bauleiter, 1922 in Kärnten Eintritt in die NSDAP, 1932 in die SS, 1933 stellv. NSDAP Gauleiter in Kärnten, von Mai 1938 bis Januar 1939 Gauleiter von Wien, ab November 1939 SS- und Polizeiführer im Distrikt Lublin, ab Mitte 1942 ebenfalls Chef der NSDAP im Distrikt Lublin, verantwortlich für die Vernichtung der Juden im Generalgouvernement (so genannte Aktion Reinhardt), der Plan, einen deutschen Siedlungs-bezirk im Distrikt Lublin zu errichten, von ihm angeregt und  ausgeführt. Im Juli 1943 nach Triest auf den Posten eines Höheren SS- und Polizeiführers versetzt, Nach Festnahme durch die Briten Selbstmord. auf Befehl von Heinrich HimmlerGeboren 1900 in München, Vater Gymnasialdirektor. 1922 Dipl.-Landwirt. 1923 Teilnahme am Hitlerputsch. 1929 "Reichsführer SS". Juni 1936 Chef der deutschen Polizei. Befehlsgewalt über den gesamten SS Terrorapparat. 1939 Reichskommissar für die Festigung des deutschen Volkstums, zuständig für die Germanisierung und "Umvolkung" in den besetzten Ostgebieten".1943 Reichsinnenminister. Verantwortlich für die Errichtung des Nazi-Terrorapparates in den besetzten Ländern und für die Durchführung der "Endlösung" (Ermordung der Juden in Europa). Nach der Kapitulation und gescheiterten Flucht in britischer Gefangenschaft Selbstmord am 23. Mai 1945., um in diesem Gebiet einen deutschen Siedlungsbezirk (im Rahmen der Vorbereitungen zum Generalplan OstBezeichnung der nationalsozialistischen Planung für die Länder Osteuropas. Nach dem "Generalplan Ost" sollten 80 bis 85 % der Bevölkerung Polens, 64 % der Bevölkerung der Westukraine und 75 % der Bevölkerung Weißrusslands umgesiedelt werden. Die Verbliebenen sollten "germanisiert" oder ermordet werden. Außerdem sollten innerhalb von 10 Jahren 4 Millionen Deutsche im Osten angesiedelt werden, mindestens 10 Millionen innerhalb von 20 Jahren. Die Umsetzung dieser Pläne befand sich erst im Anfangsstadium und sollte fortgeführt werden, nachdem Deutschland den Krieg gewonnen hätte.) zu bilden. An Stelle der umgesiedelten Polen wurden auf den von ihnen zurück gelassenen Wirtschaften Volksdeutsche sowie Deutsche aus Siebenbürgen und Bessarabien angesiedelt. Die Aussiedlungen nahmen einen brutalen Verlauf, oft wurden ganze Dörfer niedergebrannt und ihre Bewohner ermordet. Ein beträchtlicher Teil der Ausgesiedelten wurden zur ZwangsarbeitSchon ab 1936 wurden Sinti und Roma in kommunale KZ eingewiesen und mussten Zwangsarbeit leisten. Ende 1938 Zwangsarbeit für "Asoziale" und arbeitslose Juden. Im Krieg wurden KZ-Häftlinge und zwangsrekrutierte Zivilarbeiter aus den besetzten Ländern, vor allem aus Osteuropa, zur Arbeit in der deutschen Industrie, Landwirtschaft sowie der Bau- und Rüstungswirtschaft gezwungen und in mehr als 30.000 Lagern unter brutalen Bedingungen ("Vernichtung durch Arbeit") ausgebeutet. Die Anklage im Nürnberger Prozess ging von einer Gesamtzahl von 12 Millionen Zwangsarbeitern aus. ins Reich oder in KonzentrationslagerKonzentrationslager (NS- Abkürzung: KL), nach 1933 eingerichtet zur Ausschaltung politischer Gegner, zur Einschüchterung der Bevölkerung und zur Isolierung und Vernichtung unerwünschter sozialer, ethnischer und religiöser Minderheiten sowie Kriegsgefangener. Der SS unterstellt, waren die Lager der ordentlichen Rechtsprechung entzogen. Der Tod von Millionen Menschen durch unzureichende Ernährung und Unterbringung, durch Zwangsarbeit, Krankheiten und Misshandlungen war beabsichtigt. Bis 1945 gab es im NS-Machtbereich tausende Lager, Nebenlager und Außenkommandos. verschleppt. Wegen der sich für die Deutschen ungünstig entwickelnden Lage an der Ostfront wurde die Aktion eingestellt. Insgesamt wurden aus der Region Zamość, 120.000 Personen aus 297 Dörfern ausgesiedelt, darunter 30.000 Kinder, von denen 4.500 nach Deutschland zur „Eindeutschung“ verschleppt wurden.

Aussiedlung nach OsteuropaNach Begriff suchen

Nationalsozialistischer Tarnbegriff für die DeportationZwangsumsiedlung von Juden sowie Sinti und Roma aus ihren Wohnungen zunächst in besondere Unterkünfte, Häuser und städtische Lager, in Osteuropa in Ghettos, KZ, Arbeits- und Straflager sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" oder "Evakuierung" getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen. und Tötung von Juden, SintiAuch Cinti. Bezeichnung für die im deutschen, west- und mitteleuropäischen Sprachraum seit 1400 lebende nationale Minderheit, die Teil der seit 1979 mit beratendem Status bei der UNO akkreditierten Weltorganisation der "Romani-Union" ist. Die Bezeichnung leitet sich vermutlich von der Herkunft aus der nordindischen Region Sindh ab. Die ca. 40.000 heute in Deutschland lebenden deutschen Sinti, deren Vorfahren schon seit mehr als 500 Jahren hier ansässig waren, unterscheiden sich von den Roma durch sprachliche Unterschiede (Dialekte und Lehnwörter) und kulturelle Traditionen ("Zigeuner" Romanes). und RomaDie Sammelbezeichnung "Zigeuner", für die ethnische Minderheit der Sinti und  Roma gilt als diskriminierend. Sinti und Roma, die bekanntesten der 5 Hauptgruppen, kamen als Migranten aus Indien. Seit über 600 Jahren leben Sinti und Roma in Europa. Sie sind meist katholische Christen, die balkanischen Roma häufig Muslime. Die Sinti und Roma sind oft über Generationen in ihren Heimatorten verwurzelt. Von den Nationalsozialisten wurden sie wie die Juden aus rassistischen Gründen verfolgt. Nach Schätzungen wurden ca. 500.000 in KZ, Ghettos und durch Massenerschießungen im Zweiten Weltkrieg ermordet. und Slawen in Ghettos, Arbeits-, Konzentrations- und Straflagern sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" oder "EvakuierungNationalsozialistischer Tarnbegriff für die Deportation und Tötung von Juden, Sinti und Roma und Slawen in Ghettos, Arbeits-, Konzentrations- und Straflagern sowie Tötungszentren. Deportationen wurden sprachlich als "Aussiedlung" und "Evakuierung" getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen." getarnt, um das eigentliche Ziel, die Ermordung, zu vertuschen.