Katja LandauKatja Landau wurde 1905 als Katja Lipschitz in Wien geboren. Sie war Publizistin und Mitglied der österreichischen kommunistischen Partei. Seit 1929 lebte sie mit ihrem Mann Kurt Landau in Berlin. Dort legte sie 1931 ihr Abitur ab und studierte an der Hochschule für Politik. 1933 emigrierten Katja und Kurt Landau nach Paris, im November 1936 gingen sie nach Spanien. Katja Landau verfasste Broschüren über Prostitution und Homosexualität sowie über die Rolle der Frau in der spanischen Revolution. Am 17. Juni 1937 wurde sie in Barcelona verhaftet.

 

Die Publizistin Katja Landau, in Spanien Mitarbeiterin der POUM (Partido Obrero de Unificación Marxista, spanische Linkspartei), wurde im Juni 1937 im Zuge einer von Moskau initiierten Kampagne gegen den „Trotzkismus“ in Barcelona verhaftet. Ende Januar 1938 wurde sie aus Spanien ausgewiesen. Foto: DÖW, Sammlung Hans Schafranek, Wien

Nach ihrer Inhaftierung im Frauengefängnis Las Corts saß sie in verschiedenen Gefängnissen des sowjetischen Geheimdienstes. Am 30. Januar 1938 wurde sie freigelassen und aus Spanien ausgewiesen. Ohne etwas über den Verbleib ihres ebenfalls verhafteten Mannes erfahren zu können, floh sie schließlich von Frankreich nach Marokko. Ab 1942 lebte sie im mexikanischen Exil.

Literatur

  • Hans Landauer in Zusammenarbeit mit Erich Hackl (Hrsg.), Lexikon der österreichischen Spanienkämpfer 1936–1939, Wien, Theodor Kramer Gesellschaft 2003.

 

Kommentar hinzufügen

CAPTCHA
Diese Frage dient der Spam-Vermeidung.
Image CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.