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Podcastreihe "Rote Sekretäre"

Vor rund 20 Jahren, an Weihnachten 1991, verkündete der damalige KPdSU-Generalsekretär und sowjetische Staatspräsident Michail Gorbatschow seinen Rücktritt von beiden Ämtern - die Sowjetunion zerbrach. Sie war 1922 als "Union der sozialistischen Sowjetrepubliken" (UdSSR) von Wladimir Iljitsch Lenin gegründet worden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die UdSSR zur Weltmacht aufgestiegen und hatte im "Kalten Krieg" versucht, dem Westen den Rang abzulaufen. Aber Mitte der 1980er Jahre war das Land ökonomisch ausgelaugt, finanziell ruiniert und im militärischen Wettlauf mit den USA unterlegen. Michail Gorbatschow, der im März 1985 KPdSU-Generalsekretär geworden war, leitete unter den Schlagworten "Glasnost und Perestroika" Reformen ein, die schließlich zur Auflösung des Ostblocks und der UdSSR führten.

In einer täglichen Serie stellt DRadio Wissen ab 1. Dezember 15 Sekretäre kommunistischer Parteien vor.

1. Wladimir Iljitsch Lenin

Lenin begründete nach der erfolgreichen Oktoberrevolution die Sowjetunion, die sieben Jahrzehnte bestand. Aus der Feder des Begründers der UdSSR stammen außerdem viele theoretische Grundlagenschriften, mit denen die kommunistischen Systeme ihre Überlegenheit gegenüber den westlichen Demokratien legitimiert haben.

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2. Josef Stalin

Er herrschte mit ungewöhnlicher Brutalität gegen sein eigenes Volk, sein Mythos als "Väterchen" blieb davon unberührt. Wie kein zweiter hat Stalin die Sowjetunion geprägt und eine brutale Herrschaft über die Satellitenstaaten ausgeübt. Aus dem rückständigen Agrarstaat Russland hat er nach dem Zweiten Weltkrieg eine Weltmacht gemacht.

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3. Nikita Chruschtschow

Nikita Chruschtschow führte die Sowjetunion nach Stalins Tod – er war Reformer und konservativer Hardliner zugleich. Dreimal schickte Chruschtschow die Rote Armee los, um die Interessen der UdSSR durchzusetzen: 1953 in die DDR, 1956 nach Ungarn und 1962 nach Kuba. Gleichzeitig sorgte er aber auch für Entstalinisierung und Reformen.

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4. Josip Tito

Tito hielt einerseits Jugoslawien auf Distanz zur UdSSR und erlaubte andererseits eine Nähe zum Westen wie in keinem zweiten kommunistischen Land des Ostblocks. Er war beim Volk beliebt, pflegte den Mythos des legendären Partisanen, der seine Heimat gegen die deutschen Besatzer verteidigt hat und wurde von vielen durch seine moskau-kritische Haltung als legendärer Staatsmann gesehen.

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5. Mao Zedong

Mao einte das Milliardenvolk der Chinesen – auf Kosten von Millionen Menschen. Kaum ein zweiter kommunistischer Führer übte so viel Faszination aus und beging gleichzeitig so viele Verbrechen am eigenen Volk wie Mao Zedong.

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6. Rudolf Slansky

Seine Karriere als Generalsekretär endete in einem Schauprozess, der weltweites Aufsehen erregte: Rudolf Slansky war einst Zögling Stalins, aber bei dessen Verfolgungswahn gegen mögliche Abweichler und Andersdenkende im Ostblock wurde ihm seine jüdische Herkunft zum Verhängnis.

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7. Imre Nagy

Das Zentralkomitee der ungarischen KP hat am 23.10.1956 den 1955 gestürzten Ministerpräsidenten Imre Nagy wieder in sein Amt eingesetzt. Mit ihm zog eine Reihe weitere "Titoisten" in das Politbüro ein. Er gilt als Held des ungarischen Volksaufstands 1956. Imre Nagy hat versucht, die Revolution in Ungarn zu retten, aber er ist am Willen der Kreml-Führung gescheitert. Denn es galt, keinerlei Abweichungen vom Moskau-Kurs innerhalb des Ostblocks zuzulassen.

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8. Fidel Castro

Fidel Castro führt die Revolution auf Kuba an und regiert die karibische Zuckerinsel mehr als 45 Jahre. Mit ihm stellte sich für die USA ein ganz neues Problem: Ein kommunistischer Staat vor der eigenen Haustür - knapp 90 Meilen von Florida entfernt. Castro wurde durch diese Antihaltung fast zwangsläufig in die Arme der Sowjetunion getrieben, hielt aber durch seine führende Rolle bei den "Blockfreien" immer Distanz zu Moskau.

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9. Walter Ulbricht

Ulbricht baute im Auftrag Stalins einen sozialistischen ostdeutschen Staat auf. Die DDR war im geostrategischen Konzept der Sowjetunion der am weitesten nach Westen vorgeschobene sozialistische Staat des Ostblocks. Deshalb brauchten Stalin und seine Nachfolger einen besonders treuen Vasallen an der Spitze des Staates.

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10. Wladislaw Gomulka

Wladislaw Gomulka stand zwei Jahrzehnte an der Spitze des polnischen Staates. Anfänglich setzen die Menschen Reformhoffnungen in ihn, aber Ende der 60er Jahre stellte sich heraus, dass Gomulka auf Parteidisziplin und Moskauhörigkeit setzte. 

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11. Erich Honecker

Nach dem Sturz Walter Ulbrichts im Mai 1971 war Honecker bis zum Oktober 1989 Generalsekretär der SED. Er startete seine Amtszeit als Hoffnungsträger; am Ende sah er die Zeichen der Zeit nicht und scheiterte an seiner eigenen Unfähigkeit, den Staat zu reformieren.

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12. Leonid Breschnew

Leonid Breschnew steht von Juni 1964 bis November 1982 an der Spitze der Sowjetunion. Er gilt als Langweiler und Apparatschik, ist aber auch verantwortlich für die Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968 und für den Einmarsch in Afghanistan im Dezember 1979. 

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13. Alexander Dubcek

Dienstag, 20.12.2011, Kultur 09:15 Uhr
Von Januar bis August 1968 stand Alexander Dubcek an der Spitze der CSSR. Der Prager Frühling sollte den "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" hervorbringen. Aber Soldaten und Panzer des Warschauer Paktes verwandelten Ende August 1968 den Traum in einen Alptraum: Der Aufstand wurde zusammengeschossen.

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14. Nicolaie Ceausescu

Mittwoch, 21.12.2011, Kultur 09:15 Uhr
Nicolae Ceausescu ist von 1965 bis 1989 Generalsekretär der rumänischen Kommunistischen Partei. Er wird als Reformer und Hoffnungsträger begrüßt. Aber ein immenser Personenkult und ein ausufernder Überwachungsstaat haben sein Image ins Gegenteil verkehrt. Nach seinem Sturz wird er durch ein Schnellgericht abgeurteilt und am 25. Dezember 1989 standrechtlich erschossen.

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15. Michail Gorbatschow

Michail Gorbatschow ist von 1985 KPdSU-Generalsekretär und ab 1990 auch Präsident der Sowjetunion. "Glasnost" und "Perestroika" lauten die Schlagworte, mit denen er die Sowjetunion reformieren wollte. Aber mit mehr Demokratie und Offenheit kamen Unabhängigkeitsbestrebungen im gesamten Ostblock auf. Am Ende dieser Entwicklung stand mit seinem Rücktritt vom Amt des Staatspräsidenten am 26. Dezember 1991 der Zusammenbruch des kommunistischen Systems - knapp 70 Jahre nach der Gründung der Sowjetunion durch.

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