Lernort

Bildungsangebote der Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin

In den Mahn-und Gedenkstätten Wöbbelin, die im Landkreis Ludwigslust-Parchim beherbergt sind, findet man ein reichhaltiges pädagogisches Angebot für Schüler/innen unterschiedlicher Altersklassen, sowie Multiplikator/innen und andere Interessierte. Es werden Führungen durch die Ausstellung sowie unterschiedliche Projekte angeboten. Dabei werden Einführungsmedien und Arbeitsblätter zur Verfügung gestellt.

Zu den Hauptzielen der Gedenkstätte gehören die Vermittlung der Geschichte des Konzentrationslagers Wöbbelin, eines Außenlagers von Neuengamme, sowie Informationen über die Todesmärsche. Darüber hinaus gehören Überlegungen zu einem angemessenen Umgang mit der Geschichte sowie das Nachdenken über zeitgemäße Formen der Erinnerungsarbeit zu den Programmpunkten des Bildungsangebots.

Da die Gedenkstätte über ein breit gefächertes Programm an Bildungsangeboten verfügen, können die unterschiedlichsten Wünsche und Altersstufen bedient werden. Für Schüler/innen ab 14 Jahre werden zweistündige Führungen, Kurzprojekte von drei bis fünf Stunden oder mehrere Projekttage bzw. Projektkurse angeboten. Für Schüler/innen von der vierten bis zur sechsten Klasse werden einzelne Projekttage angeboten. Des Weiteren werden Fachkonferenzen im Fach Geschichte abgehalten und Weiterbildungen für Lehrer/innen angeboten. Für Multiplikator/innen werden Fortbildungen, Seminare, Workshops und Tagungen durchgeführt.

Anhand eines Beispiels kann veranschaulicht werden, wie die Arbeit mit Schüler/innen der vierten bis sechsten Klasse in Wöbbelin umgesetzt wird. Nachdem die Schüler/innen fächerübergreifend auf den Besuch in der Gedenkstätte vorbereitet werden, wird sich zunächst dem Thema angenähert, in dem mit den Schüler/innen in einem Brainstorming Begriffsdefinitionen geklärt werden. Dazu gehören die Diskussionen um die Themen Krieg, Diktatur und Demokratie sowie um die unterschiedlichen Opfergruppen. Anschließend wird auf dem Gedenkplatz die Geschichte des Konzentrationslagers erzählt. Dort wird auch über die künstlerische Umsetzung des Platzes diskutiert. Schließlich werden die Schüler/innen im Museum Wöbbelin über die Todesmärsche informiert. Sie haben danach die Möglichkeit in Form von Zeichnungen ein Denkmal zu entwickeln oder Gedichte zu dem Thema zu schreiben. So bietet dieses Programm eine ausgewogene Führung, in der die Kinder selber aktiv werden können aber auch informiert werden.

Einen Einblick in die Arbeit zur mehrfachen Vergangenheit des Ortes Wöbbelin, der auch Theodor-Körner-Gedenkstätte ist, finden Sie in dem Beitrag der Gedenkstättenleiterin Ramona Ramsenthaler (Link: http://lernen-aus-der-geschichte.de/Lernen-und-Lehren/content/11068)

Weitere Informationen zum Bildungsangebot der Gedenkstätte Wöbbelin sind hier erhältlich. Darüber hinaus verweisen wir auf den informativen Beitrag der Gedenkstättenleiterin Ramona Ramsenthaler in dieser Ausgabe des LaG-Magazins.

 

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