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'Gastarbeiter' in Deutschland

Die vom SWR-International kuratierte Ausstellung „Zwischen Kommen und Gehen... und doch Bleiben“ dokumentiert die Geschichte der sogenannten Gastarbeiter in Deutschland zwischen 1955 und 1973. In der Wanderausstellung sind vor allem persönliche Gegenstände der Migrant/innen zu sehen, die durch Informationstafeln über den historischen Kontext ergänzt werden. Seit ihrer Eröffnung im Jahre 2005 war die Ausstellung an 17 Stationen im Sendegebiet des Südwestrundfunks zu sehen. Auf der Homepage zur Ausstellung befinden sich neben einigen historischen Informationen auch eine Bildergalerie und zwei Podcasts.

Im Rahmen eines Projektes an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe entstand eine Ideen- und Materialsammlung zur Ausstellung, die Lehrkräften zur Vor- und Nachbereitung der Wanderausstellung dienen soll. Der Fokus liegt dabei zunächst auf dem globalen Phänomen der Migration und anschließend auf der konkreten Projektarbeit mit einem/r Zeitzeug/in. Die beiden Autorinnen Pia Mathes und Sonja Hohnecker haben darüber hinaus Hinweise auf thematisch passende Bücher, Internetlinks und Filme zusammengestellt. Abgerundet wird die kostenlos verfügbare Broschüre durch weitere Anregungen zur Unterrichtsgestaltung und einen umfangreichen Kopiervorlagenanhang.

Dossier zur Geschichte des Anwerbeabkommens

Am 30. Oktober 1961 beschlossen das Auswärtige Amt in Bonn und die türkische Botschaft die Entsendung von Arbeitskräften aus der Türkei nach Deutschland. Das sogenannte Anwerbeabkommen jährte sich 2011 zum 50. Mal, was die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) zum Anlass nahm, ein umfangreiches Online-Dossier zu erstellen. Neben historischen Dokumenten wie dem Wortlaut des Abkommens, aber auch des Anwerbestopps (1973) überzeugt das Dossier vor allem mit den sehr persönlichen Portraits türkischer Einwander/innen. Es sind insbesondere diese Einzelschicksale, die sich für den Einsatz in der Bildungsarbeit zum Thema Migration nach Deutschland und Migrant/innen als Nachbar/innen eignen.

 

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