Bildungsträger

Gedenkstätte Buchenwald

Die Gedenkstätte Buchenwald bietet Schulklassen ein pädagogisches Begleitprogramm in Form von Führungen sowie einem Tagesprogramm, das flexibel mit Rundgängen, Filmen und Arbeiten mit Dokumenten und Fundstücken gestaltet werden kann.
 
Darüber hinaus steht auf der Homepage der Gedenkstätte auch didaktisches Material zum Download bereit, mit dem Lehrer/innen selbstständig einen Besuch in Buchenwald durchführen können. Es gibt zwei Materialien zum KZ Buchenwald – eines für Haupt- und Realschule, das andere für Gymnasium - und eine Materialsammlung zum Speziallager Buchenwald. Ein weiteres Arbeitsmaterial beschäftigt sich mit dem Thema „Arbeit, Technik und Verantwortung am Beispiel der Erfurter Firma Töpfe & Söhne“.
 

Didaktische Materialien zum KZ-Buchenwald

Die Autoren der Materialien für die Haupt- und Realschulen Ingo Bartels und Klaus-Ulrich Meier sind Lehrer an hessischen Hauptschulen und verfügen über langjährige Erfahrung in der Gestaltung von Gedenkstätten-Exkursionen. Ihr Vorschlag gliedert sich in drei Phasen: Vor dem Gedenkstättenbesuch bekommen die Lernenden inhaltliches Hintergrundwissen zum NS vermittelt und können sich gemäß der Themen von zwölf Arbeitsblättern (beispielsweise Leben in einer KZ-Baracke, Zwangsarbeit oder Kinder und Jugendliche im KZ) in eben so viele Gruppen einteilen. Diese Gruppen sollen durch die Informationstexte, Quellen, Zeitzeugenaussagen und Dokumente auf ihren Arbeitsblättern zur Entwicklung eigener Forscherfragen angeregt werden, die dann bei dem Gedenkstättenbesuch mithilfe einer Führung, eines erneuten, selbstständigen Rundgangs und eines abschließenden Gesprächs mit einem Experten bearbeitet werden können. Vorschläge zur Nachbereitung im Unterricht runden das Material ab.
 
Das Material für Gymnasien besteht aus 14 Arbeitsblättern ebenfalls zu unterschiedlichen Themen und ist verstärkt quellenkritisch ausgerichtet. Ein Foto oder Dokument ist der Ausgangspunkt jedes Arbeitsblattes; es wird stets durch einen quellenkritischen Kommentar und die Geschichte des Fotos kontextualisiert. Ein Lexikoneintrag, ein Zeitstrahl sowie ein kurzes Zeitzeugenzitat zum Thema ergänzen das Arbeitsblatt. Die Lernenden sind aufgefordertihr Foto im Museum zu finden und weitere Fotos, Fakten und Biografien zu ihrem Thema in der Ausstellung, dem Gelände und den Digitalen Sammlungen der Gedenkstätte zu recherchieren. Das Booklet zu den Arbeitsblättern gibt Anregungen zur Vor- und Nachbereitung des Besuches.
 

Arbeitsblätter zum Sowjetischen Speziallager

Identisch aufgebaut sind die Arbeitsblätter zum Sowjetischen Speziallager Nr. 2. Statt eines Fotos ist hier ein Exponat der Ausgangspunkt, das – ergänzt durch quellenkritische Informationen – im Museum gefunden und durch eine angeleitete Spurensuche kontextualisiert werden soll. Behandelte Themen sind Verhaftung und Vernehmung, das sowjetische Lagerpersonal, der Hunger, medizinische Versorgung, Benachrichtigung der Angehörigen, das Beerdigungskommando, „Faust“ im Speziallager und einiges mehr. Lagepläne der Ausstellung mit Hinweisen auf zum Thema passende Informationen, Exponate und Zeitzeugenberichte sollen bei dieser eigenständigen Recherche unterstützen.
 
Die drei vorgestellten Materialien stellen umfangreiche historische Dokumente und Zeitzeugenberichte zu vielseitigen Themen zur Verfügung. Sie leiten Lernenden an, sich selbstständig mit einem Thema auseinander zu setzen und einen Tag auf Spurensuche in der Gedenkstätte Buchenwald zu gehen. Eine interessante Ergänzung würden aber sicherlich Materialien darstellen, die vergleichende Aspekte des Konzentrationslager und Sowjetischen Speziallagers Buchenwald aufgegriffen hätten.
 
Die Materialien findet Sie auf der Homepage der Gedenkstätte Buchenwald unter dem Menüpunkt „Pädagogische Angebote“ kostenlos zum Download.

 

 

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