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Antifaschismus in der DDR

DDR

Das nationalsozialistische „Erbe“ war ein gesamtdeutsches Erbe. Die konsequente Verfolgung von NS-Tätern durch den SED-Staat galt und gilt bis heute für viele Ostdeutsche als unumstritten. Antifaschismus war zugleich Staatsdoktrin und vor allem eines der wichtigsten Instrumente in der politischen Auseinandersetzung zwischen „Ost“ und „West“. Darüber hinaus manifestierte der SED-Staat mittels Antifaschismus Machterhalt und Selbstlegitimierung gegenüber der eigenen Bevölkerung. Doch wer in der DDR „Nazi“ war, bestimmte allein die SED-Führung. So wundert es nicht, dass auch in der DDR NS-Täter und Belastete für politische Interessen des SED-Staates instrumentalisiert und später neonazistische Subkulturen tabuisiert wurden.

Die Dokumentationen „Das Braune Erbe – Der Antifaschismus der DDR“ und „Die Nationale Front – Neonazis in der DDR“ stützen sich auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und geben so erstmals einen vertiefenden Einblick in den bislang wenig reflektierten Teil ostdeutscher Geschichte. Beide Filme zeigen historische Ereignisse in ihrer Ambivalenz und stellen diese in den politischen Zusammenhang der gesellschaftlichen Entwicklung.

„Das Braune Erbe – Der Antifaschismus der DDR“ untersucht den Prozess der Entnazifizierung nach 1945 bis Mitte der 1960er Jahre und deckt die politische Instrumentalisierung von NS-Tätern durch den SED-Staat auf.

„Die Nationale Front – Neonazis in der DDR“ beschreibt die Herausbildung neonazistischer Subkulturen in den 1980er Jahren, schildert deren Wirken in der Gesellschaft und den Umgang des SED-Staates damit. Darüber hinaus enthält die DVD als Bonusmaterial umfangreiche Zeitzeugeninterviews.

Der Film ist eine Gemeinschaftsproduktion von armadafilm und des Rundfunk Berlin-Brandenburg, gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 2006 und 2007.

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