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Interviews zur Bildungsarbeit mit Zeitzeugnissen

Im Rahmen der Seminarreihe „Bildungsarbeit mit Zeugnissen“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ wurden seit 2009 in Berlin, Leipzig und Frankfurt am Main Seminare zu methodischen Zugängen zu Zeitzeugnissen aus dem Nationalsozialismus wie Zeichnungen, Musik, Theater und Literatur durchgeführt. Lernen aus der Geschichte hat in diesem Zusammenhang Interviews mit Expert/innen zu den jeweiligen Themen durchgeführt. Diese sind auf unserem Internetportal als Podcast zu hören und werden an dieser Stelle in einem Überblick vorgestellt.

Interview mit Volker Ahmels - Musik
Volker Ahmels ist Leiter des Zentrums für Verfemte Musik an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock und Direktor des Konservatoriums Schwerin. Im Interview berichtet er von einem Musikworkshop mit Jugendlichen, plädiert für einen Dialog zwischen historischer und künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und empfiehlt Lehrern eine interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Interview mit Dr. Gabriele Knapp – Musik
Dr. Gabriele Knapp ist Diplom-Pädagogin und Musiktherapeutin. In ihrem Interview definiert sie Lieder als musikalische Quelle, geht auf die Funktion von Musik in den Lagern ein und beschreibt wie Geschichte mit Musik durch Kontextualisierung erfahrbar gemacht werden kann.

Interview mit Juliane Brauer – Musik
Juliane Brauer ist promovierte Historikerin und Musikwissenschaftlerin. Sie spricht über die Funktion von Musik in Lagern, über den Stellenwert der Lieder in der Erinnerungskultur, wobei sie besonders auf das Lied der Moorsoldaten eingeht und plädiert dafür, die Lieder als Schlüssel zur Geschichte der Konzentrationslager zu nutzen.

Interview mit Dr. Sascha Feuchert und Dr. Markus Roth - Literatur
Sascha Feuchert ist Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Markus Roth ist stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur.

Feuchert und Roth sprechen im Interview über die Aura von Texten, in Textgattungen der Holocaustliteratur sowie über die Dominanz von Texten ehemals politisch verfolgter Häftlinge. Sie weisen auf den doppelten Zeugnischarakter autobiographischer Berichte hin, berichten von Erfahrungen mit Texten in der Bildungsarbeit und diskutieren den Wert von Texten im Vergleich zu Zeitzeugengesprächen.

Interview mit Katharina Obens - Zeitzeugenarbeit
Katharina Obens ist Diplom Psychologin, Promovendin und Lehrbeauftragte an der Freien Universität Berlin. In dem Interview berichtet sie von einer Vorstudie zu Zeitzeugeninterviews in der Bildungsarbeit, die sie im Rahmen ihrer Dissertation durchführte. Sie betont die große Bedeutung der Vor- und Nachbereitung eines Zeitzeugengesprächs und gibt einige praktische Hinweise.

Interview mit Dr. Wolf Kaiser - Zeitzeugenarbeit
Dr. Wolf Kaiser ist pädagogischer Mitarbeiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz. Er berichtet von der Entwicklungsgeschichte der Zeitzeugenarbeit in den vergangenen zwanzig Jahren und zeigt Chancen sowie Grenzen des biografischen Ansatzes für das Geschichtswissen auf.

Interview mit Alexander von Plato – Zeitzeugenarbeit
Prof. Alexander von Plato ist Historiker, Gründer und Leiter des Instituts für Geschichte und Biographie der Fernuniversität Hagen bis 2007, danach Gastprofessor in Wien. Er betont die große Bedeutung, die Zeitzeugeninterviews in der Schule zukommen und zeigt auf, wie wissenschaftlich geführte Interviews in der Bildungsarbeit verwendet werden können.

 

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