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#75befreiung. Digitales Gedenken 2020 (Teil 1)

Dr. Iris Groschek arbeitet bei der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Von Iris Groschek

Welche Form hat Gedenken im 75. Jahr der Befreiung vom Nationalsozialismus? Wie wird dieses Ereignis online repräsentiert und vermittelt? Wie digital kann Erinnerung sein? Dieser Artikel stellt am Beispiel des Hashtags #75befreiung digitale Formen des Gedenkens und Erinnerns zu den Jahrestagen der Befreiung vor.

Rund um den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz 2020 nutzen Gedenkstätten und Erinnerungsorte das Interesse an den zu diesem Zeitpunkt viralen Hashtags #Auschwitz75 (der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau) und #WeRemember (des World Jewish Congress) um ihrerseits online nicht nur darauf hinzuweisen, dass mit der Befreiung des KZ Auschwitz am 27. Januar 1945 für viele Menschen in den Konzentrationslagern das Leiden noch nicht vorbei war, sondern auch um die Stimmen von Überlebenden und Angehörigen online zu verstärken. Ab dem 20. Januar 2020 wurden die Hashtags #75befreiung (für deutschsprachige Beiträge) und #75liberation (für englischsprachige Beiträge) etabliert. Drei Wochen lang teilten Gedenkstätten, Institutionen und Initiativen unter den verbindenden Hashtags und einem zusätzlichen täglich wechselnden Stichwort auf TwitterInstagram und Facebook Geschichten, Personen und Momente rund um das Thema „Befreiung“. Die Stichworte waren von den Initiatorinnen auf dem Histocamp 2019 in einer Session zur Diskussion gestellt worden[1], bezogen sich auf das große Thema der Befreiung, waren aber auch so formuliert, dass sie unterschiedlich interpretiert und so von verschiedenen Institutionen mit ihren Inhalten gefüllt werden konnten. Stichworte reichten von #unerzählt über #Nachbarschaft bis #nachderBefreiung.

Auf dem Histocamp wurde auch der Kontakt zum Institut für Digital Humanities der Universität Köln hergestellt, das die Aktion durch das Aufsetzen zweier Bots auf Twitter unterstützte.[2] Diese Bots retweeteten in eigenen Accounts die jeweils mit dem deutsch- oder englischsprachigen Hashtag erkannten Kurznachrichten auf Twitter. Dies passierte automatisch für 29 festgelegte Accounts von Gedenkstätten und händisch bei den Accounts, die nur einmal den Hashtag nutzen oder im Laufe des Jahres hinzukamen. Insgesamt wurden bis Juni über 3.800 Twitter-Nachrichten über die Bots ausgespielt[3]. Sichtbarkeit und Reichweite sind für die online-Vermittlung wichtige Bezugspunkte. Allein der Tweet mit der Ankündigung der dreiwöchigen Aktion auf dem Twitter-Account der KZ-Gedenkstätte Neuengamme erreichte 22.900 Personen, wurde 73 Mal geteilt und 95 Mal geliked und hatte damit eine im Vergleich zu anderen eigenen Tweets hohe Sichtbarkeit. 

Die Kommunikation von Gedenkstätten auf Social Media soll im besten Fall glaubwürdig, authentisch, informativ, interaktiv, angemessen und dabei an die verschiedenen Communities angepasst sein und diese ernst nehmen. Das kann auch bei in der Zeichenanzahl begrenzten Tweets erreicht werden. So kann die Aussagekraft durch Zufügung von Zitaten und Bildern in einem grafischen Template erweitert werden. Zur analogen Bewerbung der Aktion wurden von einigen Gedenkstätten Postkarten gedruckt und in den Ausstellungen ausgelegt. So wurde nicht nur online, sondern auch vor Ort nach der Bedeutung des Jahrestags für die Besucher*innen gefragt. Einige der so mitgeteilten Gedanken wurden später online gestellt und damit eine weitere Ebene der Interaktion eröffnet. In den Timelines der Follower*innen der teilnehmenden Accounts entstand eine breite Vielfalt an erzählten Einzelereignissen, Quellen, Fotos und Statements. Dadurch, dass auch Twitter-Accounts von Medien wie der taz, der Neue Zürcher Zeitung oder der Tagesschau im Januar den Hashtag nutzen, wurde weitere Aufmerksamkeit auf #75befreiung generiert. Ein weiterer Höhepunkt der Nutzung wurde im April und Mai erreicht, als die Gedenkstätten die Hashtags zu den konkreten Jahrestagen der Befreiung wieder aufnahmen. Beispielsweise erhielt der Twitter-Account der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in der Woche um den 3. Mai, dem Jahrestag der Befreiung der Häftlinge des KZ Neuengamme, mit 194 neuen Followern den bisher größten wöchentlichen Anstieg. Ein weiterer Höhepunkt der digitalen Aufmerksamkeit war der 8. Mai 2020. In dieser Zeit wurde der Hashtag vor allem zur Kommunikation der Forderung von Aktivist*innen eingesetzt, den 8. Mai als Feiertag zu begehen – #75befreiung wurde darüber hinaus auch von deutschen Botschaften im Ausland, den US-Konsulaten in Deutschland oder Landesparteiaccounts eingesetzt.

Neben der kommunikativen Plattform Twitter, wird zunehmend Instagram mit seinen Möglichkeiten, in Bild, Bewegtbild und dem Einsatz von „Stories“ von Gedenkorten und Dokumentationsstätten an NS-Verbrechen genutzt: Die Anzahl ihrer Accounts auf Instagram steigerte sich von fünf im Januar 2019 auf 38 Anfang April 2020. Auch hier zeigt sich eine zunehmende Nutzung der Hashtags: Als der Hashtag im Januar neu eingeführt wurde, wurde #75befreiung 336 Mal, im Mai bereits 2170 Mal genutzt (#75liberation im Januar 102 Mal, im Mai 874 Mal). 

Die Chance eines niedrigschwelligen Angebots, das Social Media bietet, wird zunehmend von Gedenkstätten und Lernorten gesehen. Dass die Gedenkstätte Auschwitz im Januar 2020 eine Million Follower auf Twitter erreichte, gab sogar eine Meldung in den klassischen deutschen Medien. Auch die innerhalb eines Jahres gesteigerten Follower*innenzahlen der Social Media Kanäle (insbesondere Twitter und Instagram) sämtlicher Gedenkstätten-Accounts zeigen, dass Interesse sowohl von Seiten der Online-Communities, als auch von Seiten der Gedenkstätten inzwischen vorhanden ist. Gedenkstätten haben 2020 gelernt, Social Media nicht nur als Nebenprodukt zu sehen, sondern es aktiv gestaltend zu nutzen und communitygerecht zu kommunizieren, Trends aufzugreifen, ohne beliebig zu werden und eine authentische, ernsthafte und glaubhafte Stimme in den Online-Medien zu werden. Anstatt stille Orte zu sein, können sie über historische Themen informieren und ihre Stimme nutzen, um online präsent zu sein, um zu kommunizieren, um zuzuhören, um Kontakte zu schließen, z.B. zu Angehörigen, um Interessent*innen an der eigenen Arbeit zu finden, zu vernetzen, zu informieren und zu stärken. Community-Building hilft dabei, Nutzer*innen zu motivieren, sich für historische Themen zu interessieren und daran weiter zu wirken, dass Erinnerung und Gedenken zukunftsgewandt bleibt. 

Diese Entwicklung hat auch mit dem sich 2020 geänderten Blick auf die Relevanz des Digitalen zu tun. Während die Gedenkstätte Auschwitz ihre internationale Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung noch wie geplant vor Ort am 27. Januar 2020 durchführen konnte, führten die weltweiten Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie Covid-19 ab März dazu, dass Reisen von Überlebenden und Angehörigen nicht durchgeführt werden konnten und Gedenkstätten ihre analogen Veranstaltungen und Gedenkfeiern absagen mussten. Damit kam dem digitalen Gedenken eine neue Aufmerksamkeit und Relevanz zu. #75befreiung wurde jetzt zum Hintergrund nicht nur für digitale Kommunikation, sondern auch für digitale Gedenkfeiern. 

Die fast vollständige Absage von Gedenkritualen zu den jeweiligen Befreiungstagen und die Notwendigkeit der Übertragung von Gedenken in das Digitale stellte manche Gedenkstätten ungeplant vor neue Herausforderungen, die unterschiedlich gelöst wurden. So gab es weiterhin klassische, vor Ort durchgeführte Gedenkzeremonien, die quasi stellvertretend unter Ausschluss einer anwesenden Öffentlichkeit stattfanden und eine digitale Öffentlichkeit durch das Übertragen dieser Zeremonie mit anwesend sein ließen. Die klassischen Medien berichteten über diese analogen, kleinen Gedenkfeiern, übertrugen live oder stellten Berichte zusammen. Andere Gedenkstätten gaben die Möglichkeit einer Interaktion oder Mitwirkung, indem sie im Vorfeld die Möglichkeit individuellen Gedenkens anboten. Mitarbeiter*innen übernahmen dann stellvertretend vor Ort das Auslegen der zugesandten Bilder, Texte, Bitten und dokumentierten dies in Film und Bild. Die dritte Form des digitalen Gedenkens fand in Form von eigenen Websites statt. Nicht nur die KZ-Gedenkstätte Neuengamme stellte zugesandte kurze Filme mit individuellen Grußbotschaften von Überlebenden, Angehörigen und den ursprünglich geladenen Redner*innen, ohne eine Reihenfolge vorzugeben, online. Der NDR hat daraus eine kurze filmische Collage erstellt, die innerhalb einer Woche knapp 20.000 Aufrufe erhielt. Viele Überlebende haben die Möglichkeit wahrgenommen, so ihre Stimme öffentlich zu erheben. Viele Gedenkstätten kommunizierten über solche speziellen zum Jahrestag online gestellten Webseiten, die Videofilme oder schriftliche Statements beinhalteten. Filme reichten von selbstgedrehten Videobotschaften von Überlebenden und Angehörigen über professionell gestaltete visuelle Kurzclips bis hin zu historischem Hintergrundinformationen oder künstlerischen Interventionen. Auch kleinere Gedenkstätten, wie die Gedenkstätte Isenschnibbe-Gardelegen, konnten mit ihrer partizipativen Online-Collage eine größere Aufmerksamkeit auf ihre Themen und ihren Ort erreichen, die über das Lokalinteresse hinaus ging. Für Einzelinitiativen oder kleine Gedenkorte sind die Beteiligung an gedenkstättenübergreifenden Online-Aktionen, wie #75befreiung in Social Media oder #rememberingfromhome, einer online-Namenslesung der Gedenkstätte Yad Vashem, ähnlich der Aktion #WeRemember des WJC, Möglichkeiten, sich digital zu positionieren oder digitale Erinnerung mitzugestalten.

Die meisten dieser – in vielen Fällen erstmals ausprobierten – neuen, virtuellen oder zumindest digitalen Formen des Gedenkens boten die Chance, für einen größeren Kreis und auch in der zunehmend digitalisierten zukünftigen Welt Gedenken relevant und lebendig zu halten. Durch die Zusammenstellung von Interviewfilmen, Statements, darunter von Überlebenden und Angehörigen, Musikbeiträgen und Kunstprojekten entstanden „virtuelle Räume der Begegnung und des Austauschs, die zu einer ebenso kritischen wie kreativen Beschäftigung mit der Geschichte der nationalsozialistischen Verbrechen einladen“, wie es auf der Website der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten heißt.

Die Aufmerksamkeit, die einzelne Postings, und seien es Verweise auf weitere, wesentlich aufwändigeren Online-Angebote der Gedenkstätten, in Social Media im Jahr 2020 erhielten, ist verglichen mit Zahlen aus vorherigen Jahren groß. So erreichte die Ankündigung der Webseite der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zum Jahrestag der Befreiung auf Facebook 32.000 Personen, auf Twitter erreichte ein Tweet zum stillen Gedenken am Jahrestag 172.000 Personen (erreichte über 255 Retweets und über 1400 Likes). Eine ähnliche Aufmerksamkeit erhielt ein kurz zuvor gesendeter Tweet über das Schicksal von Jacqueline Morgenstern, die im Alter von zwölf Jahren im KZ Neuengamme ermordet wurde (958 Likes 204 Retweets, zwölf Replies). Diese beiden so unterschiedlichen Tweets zeigen nur zwei Beispiele, wie Social Media an Gedenkstätten eingesetzt wird, für aktuelle Hinweise als auch für die Erinnerung an Schicksale. Content kann pädagogisch sein, historische Informationen weitergeben oder zur Interaktion im Netz aufrufen. Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten sieht ihre Social-Media-Accounts als wichtigen Teil ihrer Kommunikationsstrategie, auf denen sie „nicht nur über Aktuelles berichten und Informationen zu unserer Arbeit geben, sondern auch zu aktuellen politischen Debatten der Erinnerungskultur Stellung beziehen.“ Ein Beispiel dafür ist die Thüringer Erklärung der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, die Teil der Webseite zum 75. Jahrestag der Befreiung ist. 

Unter dem Stichwort #75befreiung wurden nicht nur verschiedene Angebote der Gedenkstätten in  Social Media oder auf eigenen Webseiten zum Jahrestag zusammengefasst. Ergänzt wurden sie durch weitere digitale Storytelling Angebote, wie der Blog mit Fotos von Überlebenden und Texten zu den Jahrestagen der Befreiung verschiedener Konzentrationslager des antifaschistischen Magazins „der rechte rand“ oder das digitale Angebot der Gedenkstätte Dachau mit dem Namen „Die Befreiung“, das mittels Augmented Reality eine neue Form der Begegnung im Digitalen anbietet: In Zusammenarbeit mit dem Bayrischen Rundfunk wurde das Geschehen der Befreiung in einem virtuellen Rundgang nachvollzogen, indem historische Bilder über Fotos der gegenwärtigen Gedenkstätte gelegt und mit Audioinformationen ergänzt wurden. 

Das Folgen von Gedenkstätten-Accounts, das Lesen oder Anschauen von Statements, selbst das aktive Beteiligen an Gesprächen online kann eine persönliche Begegnung nicht ersetzen, aber kann eine neue Form der Begegnung ermöglichen, für Menschen, die nicht die Möglichkeit haben, Gedenkorte oder Zeitzeug*innengespräche aufzusuchen. Hier ist nur der Platz darauf hinzuweisen, dass 2020 weitere Formate online etabliert wurden. Zuerst wurden Formate angeboten, die analogen Formen ähnelten, so wie Online-Vorträge wie sie beispielsweise in der Reihe zur politischen Bildung von der BS Anne Frank über Youtube angeboten werden, längere Vorträge zu historischen Themen (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) über Facebook, bis hin zu Rundgängen (Dauerausstellung Villa ten Hompel) durch Ausstellungsräume (Stiftung Lager Sandbostel). Weitere Formate nahmen die Möglichkeiten der Online-Kommunikation neu auf: So wurden Livechats (Livestreams) auf Instagram etabliert, auf denen Follower*innen mit Gedenkstättenmitarbeitenden direkt ins Gespräch kommen können, aber auch digitale Gespräche mit Zeitzeug*innen auf Youtube (Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas) oder Zoom. Diese Formate zeigen, dass Gedenkstätten und Lernorte neben dem Gedenken im virtuellen Raum vor allem auf Online-Vermittlung setzen. Kurzvideos von Expert*innen und Vermittler*innen an Gedenkstätten, die schon im Zuge der Hashtag-Aktion #75befreiung entstanden, beschäftigen sich dabei mit einzelnen Themen (beispielsweise „Schuhe auf dem Todesmarsch“ als Beitrag zum Stichwort #todesmarsch der Gedenkstätte Belower Wald) oder adressieren vom Home-Arbeitsplatz gezielt Schüler*nnen bzw. Lehrkräfte, denen zusätzlich Arbeitsbögen zu den Kurzvideos zur Verfügung gestellt werden: Die Gedenkstätte Mauthausen hat unter dem Stichwort Bildungsarbeit Digital auf ihrem Youtube-Kanal bis Ende Juni 50 Kurzvideos zu unterschiedlichen Fragestellungen, Orten und Themen online gestellt. Auch die Gedenkstätte Sachsenhausen stellt einzelne Themen zu ihrem Ort in Kurzclips unter dem Titel „Perspektiven auf die Geschichte des KZ Sachsenhausen“ oder #DigitalMemorial, einem weiteren in diesem Jahr unter der Eindruck der zunehmenden Digitalität entstandenen Hashtag, auf Youtube vor. Dieser „Snackable Content“, ein kurzer Inhalt, den Rezipient*innen leicht verstehen sollen, folgt den Regeln des Internets und den Gewohnheiten der Online-Communities, zeigt aber auch Grenzen auf. Wie „snackable“ soll und kann kommunizierter Inhalt von KZ-Gedenkstätten sein? Hier finden Gedenkstätten, wie an den genannten Beispielen gezeigt, unterschiedliche Wege, um Vorträge und Kurzclips zu verknüpfen, um einzelne Themen anzusprechen und bei Interesse vertiefendes Material oder ein Gespräch anzubieten – und insgesamt angemessen historisch-politisch zu informieren und ins Gespräch zu kommen. Die digitale Kommunikation ist in diesem Jahr eine aktuell und intensiv genutzte Form der Weitergabe von Erinnern und Wissen, des Gedenkens und der historisch-politischen Bildung. 

Weiterlesen 

Teil 2 des Beitrages (erscheint in der Septemberausgabe des LaG-Magazins) 

sowie 

https://blog.museumsperlen.de/75-jahre-befreiung-kz-dachau/ 

https://texperimentales.hypotheses.org/3875 

https://digitalholocaustmemory.wordpress.com/2020/05/08/ve-day-websites-physical-sites-75-years-since-the-end-of-world-war-ii/ 

https://www.dw.com/de/wegen-corona-virtuelles-gedenken-an-kz-befreiungen/a-53190011 

https://www.kulturprojekte.berlin/en/project/75-jahre-kriegsende/ 

https://zeitgeschichte-online.de/themen/75liberation

https://www.nzz.ch/international/2-weltkrieg-75-jahre-kriegsende/wie-sich-die-erinnerungskultur-durch-social-media-gewandelt-hat-ld.1535666   


[1] Session durch Iris Groschek (KZ-Gedenkstätte Neuengamme), Tessa Bouwman (Gedenkstätte Bergen-Belsen), Juliane Grossmann (Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin).

[2] Jürgen Hermes: Jahrestag einer Befreiung - #75befreiung, 19.1.2020 (https://texperimentales.hypotheses.org/3875). Bei Interesse ist der Code für den Bot über GitHub abrufbar: https://github.com/DH-Cologne/IDHRetweety .

 

[3] Am 8. Mai hatte der deutsche Bot 584 Follower, darunter der SPD Parteivorstand, der Account “Die Polierer” (Stolperstein Initiative) oder die Neue Zürcher Zeitung, die wiederum eine große Anzahl eigener Follower und daher eine große Reichweite haben. Der englische Bot 175 Follower, darunter die USC Shoah Foundation oder die Recherche- & Informationsstelle Antisemitismus. Zwischen Mitte Januar und Mitte Mai retweetete der deutschsprachige Account 2956 Tweets, der englischsprachige Account 909 Tweets, die den gemeinsamen Hashtag genutzt hatten. 

 

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