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Die deutsch-niederländische Geschichte verstehen und begreifen – vom 2. Weltkrieg bis heute: Ein Besuch im Nationaal Monument Kamp Vught

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Beitrags-Autor: NMKV

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Eckdaten

Kontakt: 
www.nmkampvught.nl
Telefon: 0031 73 656 67 64
E-Mail: info [at] nmkampvught [dot] nl
 

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag (Februar – Dezember) 10.00 – 17.00 Uhr
Montag (April – September) 10.00 – 17.00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag 12.00 – 17.00 Uhr
Geschlossen: Montag (Oktober – März), 25.12. und 31.12. 1.1., 10. – 31.1.

Baracke 1B
Öffnungszeiten:
Mittwoch, Samstag & Sonntag 12.00 – 17.00 Uhr
Geschlossen: 25.12., 31.12. 1.1., 10. – 31.1.

Eintrittspreise (Kombinationsticket für Baracke 1B und die feste Ausstellung)

€ 6,00 Erwachsene
€ 3,00 Kinder und Jugendliche von 10 bis einschließlich 17 Jahren
Eine Führung für deutsche SchülerInnen kostet 40 Euro.

 

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Die Spuren des Zweiten Weltkrieges sind nur an wenigen Stellen der Niederlande so gut sichtbar wie im "Nationaal Monument Kamp Vught".

Wo sich heute ein modernes Zentrum der Erinnerungen befindet, wurden mehr als 31.000 Menschen gefangen gehalten. Heutzutage wird an diesem besonderen Ort ein Einblick in die Vergangenheit gewährt und eine Verbindung zur Gegenwart hergestellt.

"Nationaal Monument Kamp Vught" zeigt ein Bild des Lagerlebens. Besucher können eine nachgebaute Baracke besuchen. Zudem wurden einige Wachtürme nachgebaut. Das ehemalige Krematorium ist erhalten geblieben und kann besichtigt werden.

Gedenken bedeutet nachdenken. Darum ist hier auch Raum für aktuelle Themen, Hintergründe und Diskussionen. Es werden neben dem (öffentlichen) Gedenken am 4. Mai und Anfang Juni Wechselausstellungen und Filme gezeigt sowie Lesungen und Konzerte organisiert.

Ein Blick auf eine besondere Nachkriegsgeschichte – ein Besuch in der Baracke 1B

Baracke 1B ist die letzte übrig gebliebene Baracke des ehemaligen „Konzentrationslagers Herzogenbusch“: ein einzigartiges Kriegserbe und ein Ort der Erinnerung. Baracke 1 B ist der geeignete Ort, an dem "Nationaal Monument Kamp Vught" die vielseitige Geschichte dieses historisch beladenen Ortes zeigen kann.

Die Ausstellung „Wenn Wände erzählen könnten“ spiegelt 4 verschiedene Zeiträume wider: das Konzentrationslager (1943 – 1944), das Auffanglager für ca. 6.000 deutsche, zwangsumgesiedelte Bürger aus dem Grenzgebiet (1944 – 1945), ein noch immer unbekannter Teil der deutschen Geschichte und das Internierungslager für NSB-Mitglieder (Nationalsozialistische Bewegung Niederlande), der Kollaboration verdächtigte Niederländer und Reichsdeutsche (1944 – 1949). Seit 1951 dient ein Teil des Lagers als Wohnort „Lunetten“ für molukkische, ehemalige KNIL-Soldaten (Königlich Niederländisch Indisches Militär), und deren Angehörige.

In Baracke 1B vereinen sich die Schicksale zehntausender Menschen, die während der letzten siebzig Jahr gezwungen waren, sich an diesem Ort aufzuhalten. Geschichten von Verzweiflung und Hoffnung, von Träumen und Idealen, von bewussten Entscheidungen und dem Zufall, von Traumata und Tabus.

Alle Texte in der Ausstellung sind in niederländischer und englischer Sprache. 

Für Schulklassen können deutschsprachige Führungen gebucht werden, zu dem kann als Vorbereitung einer der angebotenen Filme gesehen oder ein Spaziergang zu dem nahegelegenen Denkmal „Fusilladeplaats“ gemacht werden.
Die feste Ausstellung, eine Wechselausstellung und die Ausstellung in Baracke 1B sind zu besichtigen.

Ein Besuch im "Nationaal Monument Kamp Vught" zeigt ein Beispiel, wie man außerhalb Deutschlands mit der Vergangenheit umgegangen ist und betont zudem einzigartige Aspekte der deutsch-niederländischen Geschichte, die eine grosse Bedeutung haben – bis und für heute.

Der historisch sehr beladene Ort an sich, eine Kombination aus Militärgelände, Gefängnis und Gedenkstätte, regt zum nach- und weiterdenken an.

 

 

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