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Der italienische Faschismus im Zweiten Weltkrieg – online lernen

Auf seinen Lernseiten bietet Wolfgang Currlin kostenfrei Möglichkeiten zum historischen Lernen an, die sich ab der Sekundarstufe II für den Geschichtsunterricht eignen. Die hier vorgestellte Einheit beschäftigt sich eingehend mit dem italienischen Faschismus und setzt diesen gekonnt in einen internationalen, historiographischen Kontext.

Aus Perspektive der Faschisten waren die 1920er Jahre in Italien eine politische Hochphase. Dieser Umstand änderte sich jedoch spätestens Ende der 1930er Jahre, als der Zweite Weltkrieg ausbrach und das italienische Regime mit dem nationalsozialistischen Deutschland ein Bündnis einging. Die Verbündeten waren gleichzeitig verfeindet, wenngleich kein offener Krieg gegeneinander geführt wurde. Unter Mussolini zog Italien etwa gegen Griechenland in den Krieg, jedoch mit völlig unzureichender Ausstattung im Winter. Als Griechenland später von den Deutschen eingenommen wurde, war jeder Machtanspruch Italiens untergraben. Der Zweite Weltkrieg zeichnete sich damit für Mussolini und den italienischen Faschismus vor allen Dingen durch eine zunehmende Anpassung an Deutschland und eine steigende Schwächung durch die Kämpfe aus, was sich letztlich in der Anerkennung der Staatsideologie in Italien selbst zeitigte.

Die Webseite bietet einzelne Bilder und Links zu externen Quellen, ist jedoch sehr textlastig, weshalb es ratsam ist, weitere Quellen für den Unterricht heranzuziehen. Der Text selbst eignet sich jedoch hervorragend zum unmittelbaren Einsatz im Unterricht, da die Sprache einfach gehalten ist. Zusätzlich sind weitere Quellenverweise zu wissenschaftlichen Texten vermerkt, was es Lehrkräften ermöglicht, sich selbst für den Unterricht tiefergehend Einblick in das Thema zu verschaffen. Das Kapitel „Zweiter Weltkrieg und Untergang des Faschismus“ ist eines von 15 Kapiteln, die sich mit unterschiedlichen Aspekten des italienischen Faschismus befassen. Die Webseite wirkt in ihrem Design etwas veraltet, was jedoch bei der Lektüre des Textes nicht weiter stören sollte. 

 

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