Projekt

"Culture on the Road"

Auf den Spuren der Jugendkulturen im Zeichen von Toleranz, Gleichberechtigung und Gewaltfreiheit 

Culture on the Road bietet Workshops zu verschiedenen Jugendkulturen von Jugendlichen für Jugendliche an und setzt sich im Zeichen der Toleranz gegen menschenverachtende Gewalt ein. 

Schon seit 10 Jahren tourt das Archiv der Jugendkulturen e.V. inzwischen mit dem Projekt „Culture on the Road“ durch ganz Deutschland. Es hat sich zur Aufgabe gemacht mit Jugendlichen zum Thema Jugendkulturen zu arbeiten und gleichzeitig über Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Homophobie und Sexismus aufzuklären. In Form von Projekttagen können sich die Jugendlichen über verschiedene Jugendkulturen informieren und selbst in den Bereichen, die sie interessieren, aktiv werden. Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und Multiplikator/innen. Das Workshop- und Vortragsrepertoire umfasst ein breites und vielseitiges Themenspektrum: angefangen bei Jugendkulturen allgemein über einzelne Jugendszenen bis hin zu Antidiskriminierungs-, Foto-, Video- und Literaturwerkstätten. Das Projekt bezieht sich damit stark auf die Themenwelten der Jugendlichen und bringt dabei verschiedene Medien zum Einsatz. Es weckt außerdem das Interesse an Jugendkulturen sowie anderen Szenen und macht Aufmerksam auf die möglichen Schattenseiten – wie beispielsweise rechte Tendenzen innerhalb einer Szene.

Die Projekttage werden von einem Team aus Fachleuten der politischen Bildung und Vertreter/innen diverser subkultureller Szenen wie HipHop, Reggae/Dancehall, Skaten, Techno, Gothic, Punk, Hardcore, Emo, Heavy Metal, Streetdance und Skinheads angeboten. Im Sinne der Peergroup-Education haben andere Jugendliche die Möglichkeit die Jugendkulturen kennenzulernen und Vorurteile abzubauen. Dabei werden die nötigen Materialien wie zum Beispiel DJ-Anlagen, Mikrophone, Sprühdosen, Musik oder Skateboards zur Verfügung gestellt. Ziel der Projekttage ist es, die Vielfalt der Jugendkulturen den Jugendlichen näherzubringen und ein Bewusstsein für politische Themen herzustellen. Die Szeneangehörgen Jugendlichen setzten sich dabei aktiv für Toleranz, Gleichberechtigung und Gewaltfreiheit ein. Sie setzen damit ein klares Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

Das Konzept von „Culture on the Road“ ist es, einen oder mehrere Projekttage individuell auf die Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmer/innen zuzuschneiden. In ausführlichen Vorbereitungsgesprächen wird deshalb eng mit den Organisator/innen zusammengearbeitet und geklärt, um welche Zielgruppe es sich handelt. Die Jugendlichen haben außerdem die Möglichkeit, vorab anhand eines Fragebogens selbst Themen auszuwählen. Die Projekttage finden in der Regel für bis zu 300 Teilnehmer/innen in Schulen, Ausbildungsstätten oder Jugendclubs statt. Auch können die Räumlichkeiten des Archivs der Jugendkulturen in Berlin-Kreuzberg genutzt werden.
Das Archiv der Jugendkulturen zeigt sich in Bezug auf Orts- und Themenwahl sehr flexibel. Aufgrund der bundesweiten Vernetzung mit zahlreichen Schulen, Initiativen oder Vereinen, kann „Culture on the Road“ zudem auf eine Vielzahl an Kooperationspartnern zurückgreifen.

In einem anderem Artikel dieser Ausgabe wird noch ein weiteres Projekt des Archivs der Jugendkulturen, das sich um das Leben von Jugendlichen in Berlin-Neukölln dreht, vorgestellt. 

 

 

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