Empfehlung Unterrichtsmaterial

Die Berliner Mauer. Quellen - Fragen - Kontexte

Sarah Bornhorst, Elena Demke (Hrsg.), Die Berliner Mauer. Quellen, Fragen, Kontexte, Berlin 2011. Herausgegeben im Auftrag des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, der Stiftung Berliner Mauer und des Landesinstituts für Schule und Medien Berlin-Brandenburg.   

Nachdem am 13. August 1961 ab ein Uhr morgens zwischen Ost- und Westdeutschland kein Grenzübergang mehr möglich war, begann der Bau der Berliner Mauer. Dieser Mauerbau gilt als Resultat der Auseinandersetzungen des Kalten Krieges und den Konflikten zwischen den Supermächten. Ob sich die Entscheidung zum Mauerbau aufgrund von innenpolitischen oder wegen außenpolitischen Entscheidungen durchgesetzt hat, bleibt bis heute eine der Forschungskontroversen.
Vor diesem Hintergrund werden in dem Unterrichtsmaterial „Die Berliner Mauer“, herausgegeben von Sarah Bornhorst und Elena Demke, unterschiedliche Themen, Fragen und Kontexte rund um den Bau der Mauer erläutert.

Das Material

Das Unterrichtsmaterial, welches zu einem Großteil aus Quellen besteht, richtet sich vor allem an Schüler/innen, die bereits gut mit Quellen umgehen können. Von unterschiedlichen Autor/innen werden im Material sieben verschiedene Themen unter folgenden Aspekten behandelt: „Der Mauerbau“, „Folgen des Mauerbaus für Herrschaft und Gesellschaft in der DDR“, „Das Grenzregime der DDR an der Berliner Mauer, „Flucht in Berlin“, „Mauer und Alltagsleben in Berlin“, „Zur internationalen Bedeutung der Mauer“ und „Der Mauerfall“. Jedes Thema schließt eine inhaltliche Einführung in den Gegenstand ein. Darauf folgt verschiedenes Quellenmaterial. Vor allem sind diese in Form von Gesprächsauszügen, Bildern und Karikaturen vorzufinden. In manchen Kapiteln wird auf Statistiken, Zeitungsartikel, geografische Karten oder architektonische Schemazeichnungen des Grenzstreifens zurückgegriffen. Zudem werden die Quellen erläutert. Dabei fehlt es nicht an einer Auswahl von Begriffen und Abkürzungen aus dem Alltag des DDR-Jargons. Fester Aufgabenstellungen für die Schüler/innen werden nicht angeboten, dafür schließt jedes Thema mit Hinweisen für die Lehrkraft, wie mit dem Material gearbeitet werden kann, ab. Darin ist eine Beschreibung welche Sachverhalte durch das entsprechende Kapitel mit Hilfe der Quellenanalyse erarbeitet werden können, enthalten. Des Weiteren werden Tipps für die Anregung einer weiteren Kontextualisierung gegeben. Auf diese Art und Weise können Lehrer/innen sowie Multiplikator/innen eigenständig Quellen, mit denen gearbeitet werden soll, aussuchen. Dazu können Aufgabenstellungen formuliert werden. Das Material bietet den Schüler/innen so die Möglichkeit den Umgang mit unterschiedlichen Quellen zu lernen.

Methodenreflexion

Für Lehrer/innen und andere Multiplikator/innen wird darüber hinaus eine methodische Reflexion zu den unterschiedlichen Formen von Quellen angeboten. Hier kommen verschiedene Autor/innen zu Wort, die nicht nur die Besonderheit einer bestimmten Quellengattung der DDR-Geschichte hervorheben, sondern auch aufbereiten, wie Schüler/innen an diese Quellen herangeführt werden können, um mit ihnen zu arbeiten.
Wem die zahlreichen Informationen des Unterrichtsmaterials nicht ausreichen, wird am Ende des Materials eine kommentierte Zusammenstellung von weiteren Materialien und Websites zum Kontextwissen zur Verfügung gestellt. Diese sind ebenfalls nach den Themen, die sich im Buch finden, sortiert.
Das Material kann über die Stiftung Berliner Mauer oder die Gedenkstätte Berliner Mauer bezogen werden.

 

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