Der Film

Die Villa Emma befand sich in Nonantola in Norditalien, wo 73 jüdische Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Österreich, Polen und Jugoslawien vor der Verfolgung der Nationalsozialisten geschützt wurden. Obwohl auch in Italien antijüdische Gesetze von der Regierung erlassen wurden, nahmen die Bürgerinnen und Bürger der italienischen Kleinstadt die Kinder auf. Die Behörden wussten von ihrer Anwesenheit in der bis dahin leer stehenden Villa und tolerierten sie. Die Flüchtlinge blieben mit Hilfe jüdischer Hilfsorganisationen und der Unterstützung der Bevölkerung des Ortes ein Jahr in Nonantola. Nach der Besetzung durch die deutsche Wehrmacht, ließ der Priester des Ortes einige Kinder in seine Abtei bringen. Viele Kinder wurden auch von der Zivilbevölkerung des Ortes aufgenommen und in ihren Häusern versteckt. Später gelang den Kindern und Jugendlichen die Flucht in die Schweiz. Ein knapp 30-minütiger Film auf Planet Schule erzählt die Geschichte dieser Kinder und Jugendlichen. Der Film kann auch anhand einzelner Szenen angeschaut werden.

Unterrichtsmaterialien

Unter der Überschrift „Judenverfolgung im Nationalsozialismus“ sind drei thematisch fokussierte Unterrichtsmaterialien auf der Seite von Planet Schule veröffentlicht. Bei dem Material zur Villa Emma liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Helfen im Nationalsozialismus. Nur eins der insgesamt vier Arbeitsblätter bezieht sich direkt auf den Film und soll die Geschehnisse zusammenfassen und eine Diskussion über die Helfenden anregen. Die weiteren Materialien behandeln weitere so genannte Stille Helden - Menschen, die Jüdinnen und Juden bei Flucht und Überleben geholfen haben.

Fazit

Der Film eignet sich gut zum Einstieg in die Thematik „Helfen“ und ist auch für jüngere Sülerinchnen und Schüler, ab der 6. Klasse geeignet. Die dazugehörigen Unterrichtsmaterialien beziehen sich kaum auf den Film und zeigen keine Methodenvielfalt. Sie können Anregungen zur Arbeit mit dem Film und zu der Thematik geben, bedürfen aber einer Ausgestaltung und Erweiterung durch die jeweiligen Lehrerinnen und Lehrer.

 

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