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„Power to the People“

„Power to the People“ ist eine Online-Ausstellung des Archivs Bürgerbewegung Leipzig e.V., das sich – so der Untertitel – mit „Wahrnehmung, Solidarität und Austausch mit dem ehemaligen „Ostblock““ beschäftigt. Die Ausstellung thematisiert dabei die Geschichte der sozialistischen Länder stets im Bezug auf die Ereignisse in der DDR und die gegenseitigen Kontakte sowie wechselseitigen Beziehungen. Einen Schwerpunkt bilden dabei Möglichkeiten und Ebenen des Kontaktes von DDR-Bürgerinnen und -Bürgern mit Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn, der Sowjetunion, Rumänien, Jugoslawien, Albanien und Bulgarien.

Über eine virtuelle Karte gelangt man zu den einzelnen Kapiteln, die jeweils ein Land behandeln. In der linken Spalte findet sich ein Abriss der Geschichte des jeweiligen Landes seit 1945 bis 1989, in der rechten Spalte Artikel zu einzelnen Themen, die Kontakte dieses Landes mit der DDR und ihren Bürgerinnen und Bürgern betreffen. Die Themen reichen von DDR-Fußballfans, die sich in Prag mit West-Fans verbrüdern, über den Empfang von Radio Tirana in der DDR, oder den Kauf von Konsumgütern durch DDR-Bürgerinnen und -Bürger in Ungarn, bis hin zur demonstrierten Freundschaft Honeckers mit dem rumänischen Diktator Ceauşescu.

Die einzelnen Seiten beinhalten neben den Texten unterschiedliche Medien wie Fotografien, zeitgenössische Zeitungsartikel und Dokumente, persönliche Dokumente wie Berichte von Reisen und auch Zeitzeugenberichte in Videoformat. Die Seite befindet sich noch im Aufbau und soll bis Ende 2012 vollständig online sein. Sie präsentiert interessante und vielseitige Details zu den persönlichen und offiziellen Beziehungen zwischen den sozialistischen Staaten.

Das Archiv Bürgerbewegung

Die Ausstellung wurde erarbeitet vom Archiv Bürgerbewegung Leipzig e.V., das die hinterlassenen Selbstzeugnisse der DDR-Opposition, der Bürgerbewegungen und der in den Jahren 1989/90 entstandenen Initiativen und Parteien sammelt. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Veröffentlichungen zu dem Themenkomplex und ein umfangreiches Presse-, Foto-, Ton- und Videoarchiv ergänzen diese Sammlung. Seit Juni 2012 ist das Archiv im Haus der Demokratie in Leipzig untergebracht und hat Dienstag bis Freitag von 10 bis 16 Uhr für Interessierte geöffnet.

 

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