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Überblick über Dokumentationen zur DDR mit didaktischem Material

Im Rahmen der Filmförderung unterstützt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die Erstellung von Dokumentarfilmen zu DDR-Thematiken, die zusammen mit didaktischem Begleitmaterial der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit zur Verfügung stehen.            

Die DVD  „Antifaschismus in der DDR“ enthält zwei Dokumentationen, erstens zum Prozess der Entnazifizierung nach 1945 bis Mitte der 1960er Jahre sowie zweitens
zur Herausbildung neonazistischer Subkulturen in den 1980er Jahren.

Jugendliche in der DDR

Gleich mehrere Dokumentarfilme widmen sich dem Leben und Aufbegehren junger Menschen in der DDR. „Das kurze Leben des Chris Gueffroy“ ist ein Porträt von Christ Gueffroy, der als letztes Todesopfer vor dem Fall der Mauer auf der Flucht erschossen wurde. „Für Mick Jagger in den Knast“ zeigt die Ereignisse am 7. Oktober 1969, dem 20. Geburtstag der DDR, an dem rund 120 Jugendliche inhaftiert wurden, die auf ein laut Gerüchten stattfindendes Mick-Jagger-Konzert in Westberlin warteten. Die DVD wurde bereits in einem Beitrag von Lernen aus der Geschichte vorgestellt. Der Film „4 Schüler gegen Stalin“ dokumentiert das Schicksal von vier jungen Leuten, die zum 70. Geburtstag von Stalin am 20. Dezember 1949 eine illegale Radiosendung ausstrahlen, die die stalinistischen Gewaltverbrechen anklagt. „Die wahre Geschichte der Glatzkopfbande“ erzählt der gleichnamige Film – fünf Jugendliche, die sich bei einem Urlaub an der Ostseeküste 1961 eine Glatze scheren ließen und dafür mit insgesamt 27 Jahren Gefängnis bestraft wurden. Ebenfalls einen Einblick in die Lebenswelt rebellierender Jugendlicher in der DDR der 1970er und 1980er Jahre bietet„Tod im Stasiknast“ anhand des ungeklärten Todes von Matthias Domaschk in der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in Gera.

Weitere Thematiken

Ebenfalls von Repression und Inhaftierung erzählen zwei weitere Filme: Dem berüchtigten Frauengefängnis in der Burg Hoheneck in der Nähe von Chemnitz widmet sich der Film „Ein Tag zählt wie ein Jahr“; „Schicksal Fünfeichen“ dokumentiert das sowjetische Speziallager Nr. 9 bei Neubrandenburg.

Weitere Filme, die durch die Stiftung Aufarbeitung gefördert wurden: „Der Beitritt - Die letzte Regierung der DDR“, „DER FALL X - Wie die DDR West-Berlin erobern wollte“, „Es gab kein Niemandsland. Ein Dorf im Sperrgebiet“ sowie „Das war Bitteres aus Bitterfeld.“

Alle Filme sind direkt über die Homepage der Bundesstiftung Aufarbeitung zu beziehen und werden für 7,50 Euro Schutzgebühr plus Versandkosten verschickt.
 

 

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