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Empfehlung Unterrichtsmaterial

Stichwort Antisemitismus

Stichwort Antisemitismus, Themenblätter zum Unterricht (Nr. 56), Bundeszentrale für politische Bildung, Autorin: Juliane Wetzel, Bonn 2006

Offenem AntisemitismusIn den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts geprägter Begriff für Judenfeindschaft. Als ein Produkt der bürgerlichen Industriegesellschaft ist der Antisemitismus überwiegend politisch, wirtschaftlich und rassistisch motiviert. Er richtet sich gegen Juden als ethnische und kulturelle Minderheit in Europa. Die seit der Antike vorkommende religiös motivierte Judenfeindschaft bezeichnet man als Antijudaismus. begegnet man in Deutschland heute eher selten. Gleichzeitig tauchen alte Formen der Judenfeindschaft im neuen Gewand auf. Die Online-Ausgabe der Themenblätter beschäftigt sich mit diesen versteckten Formen des antijüdischen Vorurteils. Spätestens seit den jüngsten Äußerungen des iranischen Staatspräsidenten Ahmadinedschad wird in Deutschland wieder verstärkt über die Funktion des Antisemitismus diskutiert. Problematisch ist, dass die Feindschaft gegen Juden häufig nicht mehr als solche erkannt wird. Antisemitismus zeigt sich in aktuellen Formen, z.B. in Verschwörungstheorien im Internet, in Trivialisierungen des HolocaustDer Begriff Holocaust  kommt aus dem Griechischen, bedeutet "vollständig verbrannt" und bezeichnet den Völkermord an den 6 Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Dieser Völkermord zielte auf die vollständige Vernichtung der europäischen Juden. Er wurde mit dem staatlich propagierten Antisemitismus begründet und im Zweiten Weltkrieg seit 1941 systematisch, ab 1942 auch mit industriellen Methoden durchgeführt. oder unter dem Deckmantel des AntizionismusDer Antizionismus gibt vor, im Gegensatz zum Antisemitismus nicht Juden und Jüdinnen zu bekämpfen, sondern den Zionismus, d.h. konkret den Staat Israel und die Israelis. Die gesonderte Ausrichtung auf Israel geht auf die Zeit nach 1945 zurück. Ausgehend vor allem von der Sowjetunion, die nach anfänglicher Unterstützung Israels den Antizionismus zur Staatsdoktrin erhoben hatte, wurde der Antizionismus als Antisemitismus in neuen Kleidern nahezu weltweit gesellschaftsfähig., bei dem an Stelle "der Juden" nun "der Staat Israel" tritt. Damals wie heute dient der Antisemitismus als ein allgemeingültiges Mittel der Abwehr, das in den Augen seiner Fürsprecher keiner weiteren Erklärungen bedarf.

An diesem Punkt setzen die Themenblätter an: es werden Beispiele für aktuelle Formen des Antisemitismus gegeben, die anhand der Arbeitsblätter im Unterricht thematisiert werden können. Dieses Unterrichtsmaterial wurde von Juliane Wetzel im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung für den Unterricht an Berufsschulen zusammengestellt, ist aber auch in weiterführenden Schulen verwendbar. Es steht vorerst nur Online als pdf-Datei zur Verfügung, wird aber demnächst in gedruckter Fassung bei der Bundeszentrale für politische Bildung zu bestellen sein.

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Unter "Materialien" nachschauen: Weitere Informationen und PDF-Version unter: http://www.bpb.de/publikationen/CKNRSN,0,Stichwort_Antisemitismus.html