Erinnerungsbildung in der Migrationsgesellschaft auf dem Hintergrund von Rassismus und Antisemitismus

Erinnerungsbildung beschreibt einen Ansatz zur Thematisierung von vielfältigen Geschichts-beziehungen in den Nachwirkungen des Nationalsozialismus. Dabei hängen diese Be-ziehungen ab von den Erfahrungen im gegenwärtigen gesellschaftlichen Umgang mit der Verbrechensgeschichte der Shoah, des Vernichtungskrieges und der Ausgrenzungs- und Ver-folgungspraktiken gegen viele als abweichend definierte Gruppen. Rassenpolitik und anti-semitische Ideologie sind wesentliche Gegenstände der Geschichtsvermittlung. Wissen und Reflexion zu beiden Zusammenhängen auf dem Hintergrund der NS-Politik der Volks-gemeinschaft betrachte ich als zentral für eine migrationsgesellschaftliche Geschichts-aneignung. Die Migrationsgesellschaft bildet den allgemeinen Kontext, von dem aus Geschichte erinnert wird. Erinnerungsbildungsarbeit kann dazu beitragen, die NS-Geschichte nicht als Element nationaler Identität zu beanspruchen, sondern als Herausforderung, jede abstammungsbezogene Gemeinschaftsdefinition in Frage zu stellen.

Astrid Messerschmidt hat die Professur für Interkulturelle Pädagogik/Lebenslange Bildung an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe inne. 

Das Webinar findet am 17. Juni um 17.00 Uhr statt. Wir werden demnächst den Link veröffentlichen unter dem Sie dann in das virtuelle Klassenzimmer kommen. Falls Sie sich mündlich beteiligen wollen, benötigen Sie ein Headset, ansonsten einen Internetbrowser. Für Mobile Geräte existiert eine App für Adobe Connect, durch die Sie das Webinar besuchen können. Wir freuen uns über möglichst viele Besucher/innen.

Das Webinar ist das erste von sechs zum Themenbereich Diversity/ interkulturelles, historisches Lernen. Weitere bisher zugesagte Referent/innen sind Bettina Alavi und Michele Barricelli. Weitere Webinarreihen sind zu Vorbereitung von Gedenkstättenbesuchen und historisches Lernen mit digitalen Medien. Alle Webinare haben den Nationalsozialismus und den Holocaust als Oberthema. 

Kooperationspartner/innen der Webinarreihe sind:

erinnern.atPädagogisches Zentrum des Fritz Bauer Instituts und des Jüdisches Museum Frankfurt, Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte - Freie Universität Berlin, Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland

Die Webinarreihe wird gefördert durch die International Holocaust Remembrance Alliance.

ReferentIn: 
Astrid Messerschmidt
Datum: 
17. Juni 2013

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