Der Verein

Der Verein "Agentur für Bildung - Geschichte, Politik und Medien e.V." fördert die historisch-politsche Bildung und führt eigenständig und in Kooperation Projekte durch. Neben dem Angebot des Webportals ist der Verein offen für neue Aufträge und Kooperationen. An folgenden Aktivitäten war der Verein bisher beteiligt:

Qualitätstandards für Bildungsportale

Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern Karta (Polen) und Memorial (Russland) haben wir Qualitätstandards für Bildungsportale entwickelt. In dem englischsprachigen PDF-Dokument werden sämtliche Grundlagen beschrieben, die unseres Erachtens bei der Entwicklung von Bildungsportalen zentral sind.

Jüdische Zeitgeschichte online – Konzeption von Online-Modulen als didaktisches Material zur jüdischen Zeitgeschichte

Der inhaltliche Fokus der vier Online-Modulen liegt neben der Darstellung und Vermittlung der historischen Entwicklung jüdischen Lebens in der BRD und DDR nach 1945 (DP Camps; Gründung des Zentralrates der Juden in Deutschland; Wiederentstehung von Gemeinden, usw.) – insbesondere auf dem Themenfeld „Zuwanderung“. Hierbei sollen sowohl die politische Entwicklung der Einwanderung jüdischer Zuwanderer von 1989 bis ins Jahr 2000, als auch die Bemühungen um Integration (z. B. ZWST und der jüdischen Gemeinden) thematisiert werden. Dazu gehören auch die Fragen nach der Situation in der Sowjetunion und den Gründen für die Auswanderung, nach den Identitäten der Zuwanderer (Russe, Ukrainer, Jude, Deutscher…) und dem Jüdisch-Sein. Denn gerade die Identitätsfragen und auch die Suche nach den jüdischen Wurzeln ist bezeichnend für die Situation der Neueinwanderer im heutigen Deutschland. Die Module sind nach der Erstellung auf dem Portal "Lernen aus der Geschichte" zu finden. Kooperationspartner bei den Online- Modulen ist das Jüdische Museum Frankfurt.Das Projekt wird gefördert vom Leo Baeck Programm und der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung.

Jurymtglied des Wettbewerbs des Deutsch-Polnischen Jugendwerks

Die Jury des dreijährigen Wettbewerbs setzt sich aus deutsche und polnische Historiker, Journalisten, Bundestags- und Sejm-Abgeordnete, die DPJW-Geschäftsführer sowie Vertreter der zuständigen Ministerien und des Deutsch-Polnischen Jugendrates zusammen. Lernen aus der Geschichte war Jurymitglied des Wettbewerbes „Erinnerung bewahren – Zachować pamięć“ (2009).

Das Deutsch-Polnische Jugendwerk wurde 1991 von den Regierungen Deutschlands und Polens gegründet und wird von ihnen finanziert. Das Jugendwerk fördert Begegnungen junger Menschen aus beiden Ländern, organisiert Schulungen, Konferenzen und Weiterbildungsprogramme.

Beratung der Initiative Kulturhauptstadt Stettin 2016

Die Stadt Stettin - nur 130km entfernt von Berlin - möchte sich als Kulturhauptstadt für das Jahr 2016 bewerben. Die Bewerbung soll auch Möglichkeiten und Ideen der deutsch-polnischen, historisch-politischen Bildung enthalten. Lernen aus der Geschichte e.V. berät gemeinsam mit dem "Deutschen Historischen Museum" und den "Staatlichen Museen zu Berlin" die Initiative.  Mehr Informationen über die Initative

Sendung "Wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt" in der Sendereihe "Pisa Plus" im Deutschland Funk am 30.01.2010

Pädagogische Konzepte für den Umgang mit der NS-Zeit in Schulen

Aus der Geschichte lernen - das klingt einfach, ist aber für viele Lehrerinnen und Lehrer eines der schwierigsten Themen in der Schule. Wie lassen sich den Schülern Alltag und Terror, Faszination und Menschenverachtung der NS-Zeit erklären? Was tun, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt, die von ihren persönlichen Erlebnissen berichten können?

Welche Chancen bieten Klassenfahrten zu Gedenkstätten, aber auch virtuelles Gedenken im Internet? Ist das Interesse am Thema gesunken oder hat es sich nur verlagert, wenn Gedenkstätten berichten, dass die Besucherzahlen von Schulklassen zurück gehen? In PISAplus diskutieren HörerInnen und Expertinnen über sinnvolle pädagogische Konzepte für den Umgang mit der NS-Zeit in deutschen Schulen.

In der einstündigen Sendung waren Prof. Dr. Bettina Alavi (PH-Heidelberg) und Birgit Marzinka (Lernen aus der Geschichte e.V.) zu Gast.

Sendung nachhören

"Inklusion als Menschenrecht - Handbuch für die pädagogische Praxis"

Träger des Projekts ist das "Deutsche Institut für Menschenrechte". Der Begriff der Inklusion hat in den vergangenen Jahren in der pädagogischen Fachdebatte wie auch auf der Ebene des internationalen Menschenrechtsschutzsystems zunehmend an Bedeutung gewonnen. Mit ihm geht eine grundlegend veränderte Perspektive auf die Verwirklichung des Menschenrechts auf Bildung einher.

Das Projekt "Inklusion als Menschenrecht" entwickelt ein Handbuch, das Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Anregungen und Methoden für die Gestaltung einer inklusiven Bildungspraxis zur Verfügung stellen soll. Durch aktuelle und historische Beispiele aus unterschiedlichen Lebensbereichen soll die Geschichte und Reichweite von Unrechtserfahrungen, aber auch von Erfolgen sozialer Bewegungen wie der Behindertenrechtsbewegung sichtbar und greifbar werden. Auch die Schnittstellen zu anderen zentralen Menschenrechtsthemen wie etwa den Frauen- und Kinderrechten sollen Beachtung finden. Das Projekt wird von der Stiftung EVZ gefördert.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Webseite des Deutschen Instituts für Menschenrechte

Geschichte begreifen

Das Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung über die historisch-politische Bildung zum Nationalsozialismus will nicht nur Informationen über Ereignisse, Namen und Daten vermitteln. Vielmehr sollen Lernende angeregt werden, dieses Wissen zu reflektieren und es mit ihrer Gegenwart zu verbinden. Mehr als sechs Jahrzehnte nach den Verbrechen des Nationalsozialismus finden wir kaum noch Zeitzeugen, die aus erster Hand über ihre Erlebnisse berichten können. Wie Jugendlichen die Geschichte dennoch auf lebendige Weise erfahren und erforschen können, zeigt dieses Dossier. Der Fokus der insgesamt 23 Texte liegt auf projektorientierten Methoden. Außerdem werden exemplarische Konzepte und Erfahrungen aus der schulischen und außerschulischen Praxis vorgestellt. Das Dossier wurde von der Agentur für Bildung Geschichte, Politik und Medien e.V. (ehemals Lernen aus der Geschichte e.V.) erstellt. Zum Dossier

Dokumentation der Seminarreihe "Entdecken und Verstehen"

Die Seminarreihe der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" behandelt an mehreren Terminen und unterschiedlichen Orten das Thema "Bildungsarbeit mit Zeugnissen von Opfern des Nationalsozialismus" in den beiden Jahren 2009 und 2010. Lernen aus der Geschichte dokumentiert per Audiointerviews und Seminarbericht die Reihe im Auftrag der Stiftung.

DP-Camp Projekt

Träger des Projekts war das Medienkompetenzzentrum Düppel und die evangelische Gemeinde Berlin-Schlachtensee. Lernen aus der Geschichte hatte die pädagogische Durchführung inne. In dem außerschulischen Jugendprojekt erforschten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Geschichte der Displaced Person Camps nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin. Ihre Interviews und Workshops dokumentieren die Jugendlichen im Weblog www.dpcamp.de. Das Projekt wurde am 20. November 2010 mit dem Berliner Medienpreis "Mediamax Sonderpreis" ausgezeichnet.

Weitere Projekte finden Sie auf unserer Vereinshomepage.

Presse, Qualtitätstandards, Tätigkeitsberichte und Satzung: