Die sowjetische Armee fand 1945 hunderttausende Zwangsarbeiter:innen in Berlin vor. Die Repatriierung dieser Displaced Persons wurde für die Alliierten zur Mammutaufgabe.
Vor 80 Jahren, im Frühjahr und Sommer 1945, wurde Berlin zum Transitort: Neben den hier befreiten Zwangsarbeiter:innen strömten auch andernorts Befreite in die Stadt. Die Alliierten errichteten provisorische Sammellager und versuchten, die Menschen möglichst schnell in ihre Heimatländer zurückzubringen.
Ab Spätsommer 1945, vor allem in den Folgejahren, kamen auch immer mehr jüdische Nachkriegsflüchtlinge aus Osteuropa nach Berlin, um von hier ins britische Mandatsgebiet Palästina oder Übersee auszuwandern.
Begrüßung: Dr. Christine Glauning
Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit
Sowjetische DPs: Dr. Oxana Kosenko
Universität Ulm
Jüdische DPs: Dr. Angelika Königseder
Technische Universität Berlin
Moderation: Dr. Markus Nesselrodt
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Begleitend zur Ausstellung „Vergessene Befreiung. Zwangsarbeiter:innen in Berlin 1945“. Um 18 Uhr findet eine Kuratorenführung statt.
Zudem ist die Klanginstallation „Befreiung“ von Marc Sinan auf dem Gelände zu hören.
Sprachen: Deutsch