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Gedenkort SA-Gefängnis Papestrasse in Berlin eröffnet

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Beitrags-Autor: Ingolf Seidel

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In den ehemaligen Eisenbahnerkasernen an der General-Pape-Straße befand sich von März bis Dezember 1933 das Gefängnis der sogenannten Feldpolizei der SA, einer Sondereinheit der SA-Führung. Hier wurden mindestens  2000 Menschen, mehrheitlich politische Gegner der NS-Bewegung, inhaftiert und viele von ihnen misshandelt. 400 Namen konnten inzwischen ermittelt werden. Die Zahl der Ermordeten wird auf 40 geschätzt.

Das Gebäude des ehemaligen SA-Gefängnis Papestraße im Gebäude Werner-Voß-Damm 54a gehört zu den wenigen erhaltenen historischen Zeugnissen des frühen NS-Terrors in Berlin. Die früheren Gefangenenkeller wurden erst 1992 durch die Geschichtswerkstatt Papestraße wiederentdeckt. Sie sind weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten.

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat auf Anregung und mit Unterstützung des Fördervereins Gedenkstätte Papestraße e.V. die Einrichtung eines für die Öffentlichkeit zugänglichen Gedenkortes auf den Weg gebracht. Viele Partner haben seitdem das Vorhaben unterstützt und fachlich begleitet. Die bauliche Realisierung des Gedenkortes wurde durch das Programm "Stadtumbauwest" ermöglicht.

Der Gedenkort wird dauerhaft in die Bildungsarbeit der Museen Tempelhof-Schöneberg integriert.

Bis zur Eröffnung der Ausstellung zur Geschichte der ehemaligen Haftstätte im Jahr 2013 werden am jeden 1. und 3. Sonntag im Monat Führungen veranstaltet. Außerdem sollen Vorträge und Jugendprojekte angeboten werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Gedenkortes Papestraße.

 

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