Veranstaltung 7. September 2026 Babelsberg
Summer School “Film und immersive Medien in der Erinnerungsarbeit”
Die Summer School an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF widmet sich in diesem Jahr den
utopische Potentialen audiovisueller Erinnerung.
Im Fokus stehen: Filmisches Archivmaterial und Found Footage; Immersive Medien und KI in der Erinnerungsarbeit; Verflochtene Erinnerung und konkurrierende Narrative; Zukunftsperspektiven und utopische Potentiale von Erinnerung.
Die Summer School kann einzeln besucht werden und bildet gleichzeitig den Auftakt für die Teilnehmer:innen des Memory Media Lab.
Kurstermin: 07. – 10. September 2026
Bewerbungsfrist: 28. Juli 2026. Die Plätze sind begrenzt. Zusagen erfolgen bis zum 15. Juli 2026.
(Teilnahme ist kostenlos, ein Unkostenbeitrag für Mittagessen, Getränke und Snacks in Höhe von 88,00 EURfür vier Tage wird erhoben.)
Teilnehmendenzahl: max. 25 Personen
Veranstaltungsort: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Zielgruppe: Gedenkstättenmitarbeiter*innen sowie Multiplikator*innen und Pädagog*innen der politischen Bildungsarbeit, Wissenschaftler*innen, Mitarbeiter*innen aus dem Museumskontext und Archiven
Sprache: Deutsch
Inhalt
Die Summer School beleuchtet anhand verschiedener Themenschwerpunkte, wie wir uns mit Geschichte audiovisuell auseinandersetzen und Zeitzeugnisse im digitalen Raum erfahrbar und vermittelbar machen können.
Der thematische Fokus der diesjährigen Summer School lautet: Utopische Potentiale audiovisueller Erinnerung.
Neben der Vermittlung medialer Formate für zukunftsfähige Erinnerungsarbeit möchten wir in diesem Jahr auch nach den Utopien der Vergangenheit fragen und vergessenen Gesellschaftsentwürfen und Hoffnungen nachspüren.
Ist es möglich, Ressourcen und Potentiale zu entdecken, mit denen den Herausforderungen der Gegenwart begegnet werden kann? Welche Visionen einer Zukunft lassen sich daraus entwickeln, die gestaltbar erscheinen und nicht nur überfordernd und deterministisch?
Wir werden dies anhand folgender Schwerpunkte reflektieren:
-Umgang mit Found Footage / Archivmaterial
-Verflochtene Erinnerung und konkurrierende Narrative
-Künstliche Intelligenz: Projektbeispiele und Reflexion ihrer gesellschaftspolitischen Dimensionen
-Utopische Potentiale von Erinnerung
Methodischer und didaktischer Aufbau
Referent*innen setzen mit theoretischen Inputs und Vorträgen den wissenschaftlichen Rahmen zur Auseinandersetzung mit medialer Erinnerung. Daneben werden konkrete Technologien und Projekte vorgestellt, die an der Filmuniversität, im deutschsprachigen und internationalen Raum entwickelt und erprobt wurden.
In praxisorientierten Workshops und Gesprächen wird die eigene Perspektive auf die Geschichte reflektiert und diskutiert, wie Film und immersive Medien in die eigene Praxis integriert werden kann. Verschiedene Filmvorführungen bieten zudem Raum zur diskursiven Auseinandersetzung mit Erinnerungsperspektiven und (Grenz-)Erfahrungen. Diese Screenings werden zum Teil von Filmgesprächen mit den Filmschaffenden begleitet. Jeder Tag endet mit einer kreativen Übung zum Thema.
Lernziele & Takeaways
-Einblick in aktuelle Vermittlungsprojekte, die verschiedene digitale Medien und Technologien nutzen, um Geschichte immersiv erfahrbar zu machen
-Erwerb von technologischen und medienästhetischen Grundlagenkenntnissen für die (Weiter-)Entwicklung eigener, praxisorientierter Vermittlungsangebote
-Austausch und Gespräche mit einschlägigen Expert*innen, Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Forscher*innen aus dem Bereich
-Bei 80% aktiver Teilnahme eine Teilnahmebescheinigung der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Olga Ulybysheva
Projektkoordinatorin Memory Media Lab
o.ulybysheva@filmuniversitaet.de