,

NS-„Euthanasie“-Opfer Erna Kronshage

, , , , ,

Erna Kronshage wird im Dezember 1922 als Kind eines Bauernehepaars im Landkreis Bielefeld geboren. Mit knapp 20 Jahren wird sie am 24. Oktober 1942 als „gemeingefährliche Kranke“ in die Provinzialheilanstalt Gütersloh eingewiesen. Dort wird sie kaum ein Jahr später zwangssterilisiert, 1943 dann „aus Luftschutzgründen“ in die Wojewodschafts-Anstalt für Psychiatrie Dziekanka in Gniezno (Polen) verlegt und dort am 19. oder 20. Februar 1944 umgebracht. Sie ist eines der Opfer der dezentral organisierten Tötungsaktionen an (unterstellt) geistig und körperlich behinderten Menschen, die nach dem Ende der zentral angeordneten T4-Tötungsaktionen nach 1941 bis zum Ende des Krieges 1945 weiter liefen.

Ein Neffe Erna Kronshage hat den eine Website (Link: https://eddywieand-sinedi.de) zum Opferschicksal Erna Kronshages und darüberhinaus Fakten und Online-Ausstellungen zum Thema „Eugenik-Verbrechen“ erstellt, die nicht nur ihrem Angedenken dienen soll, sondern ihr individuelles Schicksal mit den Hintergrund-Infos für die Bildungsarbeit zur Verfügung stellen soll. Dazu wurden zahlreiche historische Fotos und Dokumente zusammengetragen. Für die Bildungsarbeit kann die Internetseite als eine wertvolle Ressource mit zahlreichen Quellen dienen und anhand des Schicksals von Erna Kronshage das Thema NS-“Euthanasie“ an einem Einzelfall bearbeitet werden.

Bibliographie

Nach oben scrollen
Lernen aus der Geschichte
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von Ihnen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.

Weitere Informationen zu unseren Datenschutzrichtlinien finden Sie hier.