Yale schließt Forschungsinstitut

Zur rein wissenschaftlichen Forschung gesellte sich politischer Aktivismus – die amerikanische Eliteuniversität Yale schließt zum Monatsende ein Institut zur Erforschung des Antisemitismus. Und sie gründet gleich ein neues Zentrum, das sich auf die wissenschaftlichen Aspekte konzentrieren soll.

Die Aufmerksamkeit war groß vor fünf Jahren, als die Yale Universität ein Zentrum gründete, um das Feld Antisemitismus wissenschaftlich aufzuarbeiten: The Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism (YIISA). Es sollte ein Institut sein, an dem sich viele Forscher aus der ganzen Welt treffen, um Vorurteile gegen Juden zu erforschen.

Agitation statt Debatte

Fünf Jahre später hat die Universität nun das Aus verkündet. Offizielle Begründung: Zu wenige Publikationen, zu wenige Studenten. Hinter der Entscheidung steckt allerdings mehr. Denn der Schließung vorausgegangen war eine internationale Konferenz mit über hundert Wissenschaftlern, die sich vor allem ein Thema gesetzt hatte: Der Antisemitismus im modernen Islam. Im Anschluss wurden Stimmen laut, man habe nicht nur debattiert, sondern teilweise politisch agitiert.

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