Geschichtsvermittlung in KZ-Gedenkstätten

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Ein Interview mit Christian Geißler, Lehrer für Sonderpädagogik und das Fach Politik; seit 2001 freiberuflicher Referent der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung; Mitarbeiter des Modellprojekts "Gedenkstättenpädagogik und Gegenwartsbezug – Selbstverständigung und Konzeptentwicklung" (2007-2010). Alle Audiofiles finden Sie auch unter Download.

Von Jenny Linde

Gedenkstättenpädagogik

Gezielte pädagogische Vorhaben in Gedenkstätten werden von Christian Geißler als „Gedenkstättenpädagogik“ definiert. Da der Begriff „Pädagogik“ allerdings auch auf „Erziehung“ verweist, findet er „historisch-politische Bildung in Gedenkstätten“ angemessener.

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Gegenwartsbezug

Der Gegenwartsbezug ist allgegenwärtig und stellt sich durch die Besucher/innen, die Pädagog/innen sowie durch die Gestaltung der Orte her. Bloße Vermittlung von Geschichte ist daher nicht möglich. Gezielte Gegenwartsbezüge sollten transparent gemacht werden.

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Inklusion

Die (Be-)Achtung von Vielfalt und damit verbundener Diskriminierung ist Ziel der inklusiven Gedenkstättenpädagogik. Die Darstellungen historischer Personen und Gruppen sollten auf Verengungen analysiert werden. Den Gruppen sollte man vielfältige Zugänge ermöglichen. Auch auf die Nutzbarkeit und Zugänglichkeit der Gedenkstätten für alle Menschen sollte geschaut werden.

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Aufgabe und Rolle

Nicht alle Menschen, die in Gedenkstätten Geschichte vermitteln, verstehen sich auch als Pädagogen und Pädagoginnen. Ihre Aufgabe ist dennoch eine pädagogische: den Besucherinnen und Besuchern die Geschichte der Orte zu vermitteln, ihnen einen empathischen Zugang zu den Opfer zu ermöglichen und eine politisch-moralische Handlungsorientierung zu leisten.

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Wunsch

Christian Geißler wünscht sich ein inklusiveres Angebot sowie eine ausgewogenere Balance  in den pädagogischen Angeboten zwischen Subjektorientierung und Inhaltsorientierung.

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Gedenkstättenpädagogik ohne Zeitzeug/innen

Die Arbeit wird sich ändern, allerdings nicht so sehr für die Besucher/innen, sondern eher für Pädagog/innen. Denn deren Arbeit ist oft durch die Begegnung mit Zeitzeug/innen motiviert. Der „mediale Zeitzeuge“ bzw. die "mediale Zeitzeugin"  ist eine neue Chance für die Gedenkstättenpädagogik.

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