Mit dem Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges schlosen sich über 300 Jüdinnen und Juden aus Palästina, damals britisches Mandatsgebiet, den Internationalen Brigaden an. Sie wollten gegen den Faschismus kämpfen.

Je nach Quelle waren 6.000 bis 7.000 Jüdinnen und Juden Teil der Internationalen Brigaden – ein proportional hoher Anteil. Die 56-minütige WDR-Produktion von Eran Torbinger, „300 Juden gegen Franco“, greift die Teilnahme jüdischer Freiwilliger auf. 

Im Mittelpunkt der Dokumentation steht, anhand von Zeitzeugengesprächen, Briefen und Berichten, die Geschichte der jüdischen Freiwilligen, in der Mehrzahl junge Männer aus dem damaligen Palästina. Die meisten von ihnen waren Kommunist_innen, die auf eine Koexistenz mit der arabischen Bevölkerung hofften und daher in mancherlei Hinsicht eher gesellschaftliche Außenseiter_innen waren. Doch auch junge Zionisten wie David Karon verließen Palästina, entgegen dem Großteil der zionistischen Bevölkerungsmehrheit, die sich gegen den Faschismus wandte, aber den Aufbau einer jüdischen Heimstatt prioritär sah.

Der Film zeigt, dass die Freiwilligen sehr wohl wussten, was Faschismus und Nationalsozialismus bedeuteten, gerade für sie als Jüdinnen und Juden. Sie begriffen ihren Kampf, über politische Ideale hinaus, als einen für das Leben. 

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