„[…] Als in Spanien der Bürgerkrieg ausgebrochen war, sandte Franco einen Hilferuf an Deutschland um Unterstützung, besonders in der Luft. Man darf nicht vergessen, Franco stand mit seinen eigentlichen Truppen in Afrika, konnte nicht herüberkommen, da die Flotte in den Händen der Kommunisten war oder, wie sie ich damals nannte, der zuständigen Revolutionsregierung in Spanien. Das Entscheidende war, dass zunächst seine Truppen nach Spanien kamen.

Der Führer überlegte [es] sich, ich drängte lebhaft, die Unterstützung unter allen Umständen zu geben. Einmal, um der Ausweitung des Kommunismus an dieser Stelle entgegenzutreten, zum zweiten aber, um meine junge Luftwaffe bei dieser Gelegenheit in diesem oder jenem technischen Punkt zu erproben.

Ich sandte mit Genehmigung des Führers einen großen Teil meiner Transportflotte und sandte eine Reihe von Erprobungskommandos meiner Jäger, Bomber und Flakgeschütze hinunter und hatte auf diese Weise Gelegenheit, im scharfen Schuss zu erproben, ob das Material zweckentsprechend entwickelt wurde. Damit auch das Personal eine gewisse Erfahrung bekam, sorgte ich für einen starken Umlauf, das heißt ich sandte wieder neue hin und die anderen zurück.“

Internationaler Militärgerichtshof, Der Prozeß gegen die Hauptkriegverbrecher. Nürnberg 1947. Band IX, S. 316f.

Literatur

  • Walter L. Bernecker: Der Spanische Bürgerkrieg. Materialien und Quellen. Frankfurt am Main, 1986, S.79f.

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