Krieg gegen Kinder

Erst in den letzten Jahren erfährt eine Opfergruppe nationalsozialistischen Rassenwahns öffentliche Wahrnehmung: die Säuglinge polnischer und sowjetischer Zwangsarbeiterinnen. Die Anweisung Himmlers, die Kinder möglichst wenige Tage nach der Geburt von den Müttern zu trennen und in "Ausländerpflegestätten einfachster Art" unterzubringen, kam einer Mordempfehlung gleich. Über den Grad der Vernachlässigung entschieden Verantwortliche vor Ort. Nicht nur nationalsozialistische Stellen, sondern auch kommunale Behörden, Betriebe, Krankenkassen, Ärzte und Arbeitsämter waren an der Organisation der Säuglingslager beteiligt. In der Nachkriegszeit fielen die Lager und das Schicksal der Kinder dem kollektiven Vergessen anheim.

"Krieg gegen Kinder" ist ein nicht-kommerzielles, privates Online-Projekt, das sich diesem Thema umfassend widmet. Neben umfangreichen Hintergrundinformationen bietet die Website eine interaktive Datenbank, die den bisherigen Kenntnisstand über die "Entbindungsheime" und "Ausländerkinderpflegestätten" dokumentiert. Sie enthält historische und aktuelle Quellenangaben, Kurzinformationen zur jeweiligen Kinder- und Entbindungseinrichtung sowie Quellen- und Literaturangaben. Weitere Forschungen zum Thema Ausländerkinderlager – auch im Rahmen von Schulprojekten – sollen damit angeregt und unterstützt werden.

Link

http://www.krieggegenkinder.de

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