Pädagogische Handreichung – Arbeit für den Frieden. Menschen im Ersten Weltkrieg

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Im Rahmen einer Ausstellung mit Bildern von Georges Victor-Hugo, hatte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ein Material zur Friedenserziehung entwickelt. Darin werden diverse Handreichungen für den Unterricht und didaktische Hinweise zur Verfügung gestellt. Des Weiteren sind dort Erfahrungsberichte von unterschiedlichen Projekten zum Thema Erster Weltkrieg enthalten.

Arbeit mit Gedichten

Anhand einer Gedichtanthologie können Gedichte von französischen, englischen und deutschen Autoren behandelt werden. Die Gedichte beziehen sich auf einen der jeweils drei europäischen bzw. globalen Kriege: den deutsch-französischen Krieg(1870-1871), den Ersten Weltkrieg (1914-1918) und den Zweiten Weltkrieg (1939-1945).
Die Gedichte, die den Ersten Weltkrieg thematisieren, stammen größtenteils von Autoren, die zur Zeit des Ersten Weltkriegs gelebt haben. Lediglich zwei der sechs Gedichte, sind von zeitgenössischen Autoren verfasst. Da die Gedichte in französischer, englischer und deutscher Sprache vorhanden sind, können sie auch im Sprachunterricht eingesetzt werden.

Quellenanalyse

Ein weiterer großer Teil der Handreichung, behandelt das Thema „Leben und Tod ostfriesischer Soldaten im Ersten Weltkrieg“. Dabei wird der Anspruch verfolgt, Soldaten nicht als durch Propaganda verblendete Masse, sondern auch als Individuen zu betrachten. Mit Hilfe der Veranschaulichung von vier soldatischen Lebensgeschichten aus dem Ersten Weltkrieg, soll dieses Ziel erreicht werden. Dabei wird auf verschiedene Quellen, wie Feldpostkarten, Karikaturen oder Briefe zurückgegriffen.

Projektbeispiele

Anhand der Vorstellung von vier weiteren Projekten, können sich Lehrer/innen Anregungen zum Thema Erster Weltkrieg holen. So behandelt ein Projekt den Vergleich der unterschiedlichen Verarbeitung von Krieg und Verlust in der englischen und deutschen Gesellschaft. Eine weitere Vorstellung beschreibt die Vorgehensweise zur Schülerrecherche nicht mehr identifizierbarer Namen und Daten am Beispiel des Denkmals der Gefallen des Ersten Weltkriegs in Rhauderfehn (Niedersachsen). Weiterhin wird die Arbeit zur Auseinandersetzung deutscher, britischer, amerikanischer und französischer Kriegspropaganda sowie die Analyse der Vorgehensweise und Manipulation von Propaganda, vorgestellt. Als viertes wird ein Projekt veranschaulicht, in dem Schüler/innen herausgefunden haben, wie Familienerinnerungen gepflegt werden und sich im Stadtbild in Form von Denkmälern wiederfinden. Schließlich bietet die Handreichung ein ausführliches dreisprachiges Glossar (deutsch, englisch, französisch) an.

Die Materialiensammlung kann für den Geschichts- und Politikunterricht genutzt werden. Auch für den Sprachunterricht bietet sich die Sammlung an, allerdings ist die Handreichung nicht durchgehend dreisprachig. Dennoch können Teile der Materialien, wie zum Beispiel die Gedichte, im Sprachunterricht behandelt werden. 

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