Zeitzeuginnengespräch: Renata Pavelková und Jiřina Přibylová. Deutsche Besatzung und NS-Judenverfolgung in Tschechien

Datum: 
20. Juni 2019
Ort oder Sender: 

Berlin

Im März 1939, noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, besetzte die deutsche Wehrmacht die Stadt Prag. Die Zeitzeuginnen erlebten die Besatzungszeit als Kinder.

Renata Pavelková (geb. 1938) wurde von den Nationalsozialisten verfolgt, weil ihr Vater jüdischer Herkunft war. Er verlor seine Arbeitsstelle, die Tochter durfte nicht zur Schule gehen. Im Februar 1945 wurden beide in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Der Vater infizierte sich dort mit Typhus und starb wenige Tage nach der Befreiung.

Jiřina Přibylová (geb. 1938) stammt aus einer christlich-tschechischen Familie. Während der Besatzung erlebte sie Unterdrückung und beobachtete die Verfolgung jüdischer Nachbarn. Beim Rückzug der Wehrmacht 1945 versteckte sich die Familie auf dem Land. Anfang der 1950er Jahre waren mehrere Verwandte Opfer der stalinistischen Verfolgung.

Programm

Begrüßung und Einführung: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit

Zeitzeugin: Renata Pavelková (Prag), Zahntechnikerin im Ruhestand

Zeitzeugin: Jiřina Přibylová (Prag), Verwaltungsmitarbeiterin im Ruhestand

Moderation und Gespräch: Šárka Jarská (Prag), Mitarbeiterin der Organisation Živá paměť (Lebendige Erinnerung)

Mit Simultanübersetzung Tschechisch-Deutsch.

Datum

Donnerstag, 20. Juni 2019, 19:00 Uhr

Ort

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Britzer Str. 5
12439 Berlin-Schöneweide