Staatssicherheit im Gehege - Über Tierliebe, große Politik und geheime Deals im Ost-Berliner Hauptstadt-Zoo

Datum: 
26. Juni 2018
Ort oder Sender: 

Berin

Der Tierpark Berlin war für die DDR von höchster politischer Bedeutung. Die Stasi sponserte nicht nur zwei Brillenbären und Anlagen, sondern beobachtete auch die Republikflucht eines Tierpflegers sowie die Verhandlungen um exotische Tiere. Das Schaufenster des Ostens wurde protegiert und überwacht. Zoodirektor Heinrich Dathe verkehrte in den höchsten Kreisen und konnte sich manche Freiheit erlauben: Doch war der Zoo ein geschützter Raum, gar ein Refugium für Andersdenkende?

Programm

Jan Mohnhaupt, Autor von „Der Zoo der Anderen. Als die Stasi ihr Herz für Brillenbären entdeckte und Helmut Schmidt mit Pandas nachrüstete“, liest aus seinem Buch und spricht mit dem ehemaligen Zoodirektor und Kollegen Dathes, Dr. Lothar Dittrich, über das „Wettrüsten“ der Berliner Zoos, den Einfluss der Stasi und Dittrichs Flucht in den Westen.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv". Darin präsentieren Archivare, Rechercheure und Forscher Geschichten aus den Stasi-Unterlagen und erläutern die Arbeit mit dem Archivgut der DDR-Geheimpolizei.

Im Anschluss an den Vortrag lässt sich das Thema bei einer Führung durch das Stasi-Unterlagen-Archiv vertiefen.

Der Eintritt ist frei.

Datum

Dienstag, 26. Juni 2018, 18.00 Uhr

Ort

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
"Haus 22"
Ruschestraße 103
10365 Berlin
Telefon: (030) 23 24-89 18
Fax: (030) 23 24-71 79
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