»In zweieinhalb Stunden gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und …«. Die Bearbeitung Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit an Gedenkstätten für NS-Opfer

Datum: 
11. April 2018
Ort oder Sender: 

Berlin

Die zurückliegende Diskussion um Pflichtbesuche an Gedenkstätten für NS-Opfer ist exemplarisch für die vielfältigen Erwartungen, mit denen diese Einrichtungen konfrontiert sind. Der Fokus der pädagogischen Angebote an und in Gedenkstätten liegt zunächst auf dem Feld der historischen Bildung, insbesondere in der Vermittlung der spezifischen Geschichte des jeweiligen historischen Ortes und der Erinnerung an die Opfer. Doch der Bezug zur Gegenwart, zu aktuellen gesellschaftlichen Themen wie auch den Lebensrealitäten der Teilnehmenden ist allgegenwärtig. Gleichzeitig existiert eine Vielzahl von Angeboten im Feld der historisch-politischen Bildung, in denen die Beschäftigung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust einen wesentlichen Bestandteil in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus und anderen Phänomenen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit darstellt.

Hieran schließen sich verschiedene Fragen an: Welchen Beitrag können und sollten pädagogische Angebote an und in Gedenkstätten zur Prävention von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung leisten? Wie historisch kann und sollte die politische Bildung, wie politisch die historische Bildung sein? Und welche Synergien gibt es zwischen diesen Arbeitsfeldern?

Der Fachtag, organisiert in Kooperation des Anne Frank Zentrums, der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz und der Stiftung Topographie des Terrors, nimmt diese Fragen zum Ausgangspunkt. Wir laden pädagogische Mitarbeiter*innen an NS-Gedenkstätten, Multiplikator*innen und Träger im Feld der Antisemitismusprävention ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und ihre Erfahrungen und Perspektiven auszutauschen.

Informationen zum Programm entnehmen Sie bitte der Datei unter "Download".

Datum

Mittwoch, 11. April 2018, 10.00 – 16.00 Uhr

Ort

Dokumentationszentrum Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8
10963 Berlin