Filmvorführung: „Zigeuner sein“

Datum: 
18. Mai 2017
Ort oder Sender: 

Berlin

In seinen Dokumentarfilmen hat der „poetische Provokateur“ Peter Nestler immer wieder unbequeme Themen aufgegriffen. 1970, als er seinen Film „Zigeuner sein“ drehte, war der NS-Völkermord an Sinti und Roma ein weitgehend verdrängtes Thema, ideologische und personelle Kontinuitäten an der Tagesordnung. Nestler schafft es in seinem Film, die Definitionsmacht der Mehrheit über die Minderheit aufzubrechen. Er gibt den Überlebenden des Völkermordes und ihren Angehörigen das Wort und öffnet so den Blick auf ihre leidvollen Erfahrungen während des Nationalsozialismus und ihre schwierige Lage in der Nachkriegszeit.

Nestler, 1966 von Deutschland nach Schweden emigriert, feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass hat das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma ihn zu einer Filmvorführung nach Berlin eingeladen.

Als Laudatoren gratulieren Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, und Hans Helmut Prinzler, Direktor der Stiftung Kinemathek und ehemaliger Leiter des Filmmuseums Berlin.

Mit einem Grußwort ist außerdem Moritz Pankok, Kurator der Galerie Kai Dikhas, vertreten.

Im Anschluss an die Filmvorführung führt Peter Nestler ein Podiumsgespräch mit dem Regisseur Rainer Komers.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Filmreihe „Fakten/Fiktionen*: MENSCHEN IM OBJEKTIV“

Datum

Donnerstag, 18. Mai, 17.30 Uhr

Ort

DokuZ Sinti und Roma Aufbau
Haus am Moritzplatz
Prinzenstr. 84
Aufgang 2, 3.OG
10969 Berlin
(Zugang über Oranienstraße)