Lesung und Zeitzeugengespräch: Das Tagebuch des Michele Sacco, ehemaliger italienischer Militärinternierter

Datum: 
20. April 2017
Ort oder Sender: 

Berlin

Als italienischer Soldat, der sich weigerte, für das Nazi-Regime zu kämpfen, geriet der damals 22jährige Michele Sacco, der in Apulien auf den Feldern als Tagelöhner arbeitete, nach dem 8. Septemper 1943 in deutsche Gefangenschaft. Er kam nach Berlin, wo er in unterschiedlichen Arbeitslagern bis zum Ende des Krieges blieb. Er teilte somit das Schicksal der 600.000 italienischen Militärinternierten, die gezwungen wurden, unter unmenschlichen Bedingungen für die Kriegsmaschinerie Hitlers zu arbeiten. 

Davon berichtet er in einem Tagebuch, das er unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Italien niederschrieb und später mehrmals bearbeitete. Zum ersten Mal kehrt Michele Sacco an die Orte seiner Gefangenschaft zurück, um über seine Erfahrungen zu sprechen.

Datum

20. April, 19.00 Uhr

Ort

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit
Britzer Straße 5
12439 Berlin 

Programm

Einführung:  Dr. Christine Glauning
Moderation:  Prof. Luigi Reitani
Lesung: Georg Gehlhoff

Auf Italienisch und Deutsch mit Konsekutivübersetzung

Luigi Reitani, Leiter des Italienischen Kulturinstituts Berlin, Herausgeber des Tagebuchs von Michele Sacco

Georg Gelhoff, Mitarbeiter des Italienischen Kulturinstituts Berlin

Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit