Der NS-Völkermord an den Roma in der sowjetischen Erinnerungskultur. Ein Vortrag mit Filmbeispielen

Datum: 
21. März 2017
Ort oder Sender: 

Berlin

„Sündige Apostel der Liebe“ ist der erste und bislang einzige Spielfilm im postsowjetischen Russland, der sich ausdrücklich mit der nationalsozialistischen Verfolgung sowjetischer Roma während der deutschen Okkupation auseinandersetzt. Es gab allerdings auch eine sowjetische Form des Gedenkens, die heute mehr oder weniger in Vergessenheit geraten ist. Das „Moskauer Staatliche Zigeunertheater ‚Romėn‘“ brachte mehrere Stücke auf die Bühne, die sich mit dem Schicksal der Roma während der deutschen Okkupation auseinandersetzten. Mitglieder des Ensembles initiierten auch die Errichtung des ersten und einzigen Denkmals für ermordete Roma in der Sowjetunion. Hinzu kamen zwei sowjetische Filme, die sich dem Thema annäherten.

Der Historiker Martin Holler diskutiert den filmischen Umgang mit historischen Fakten und verortet die Werke im Kontext der sowjetischen und russischen Erinnerungskultur.

Programm

Vortrag und Diskussion mit Martin Holler (Historiker, Berlin)

Während des Vortrags werden Ausschnitte aus den folgenden Filmen gezeigt:

SÜNDIGE APOSTEL DER LIEBE (Grešnyje apostoly ljubvi, Russland, 1995, Regie: Dufunja Vishnevskij),

WHO RETURNS WILL LOVE TO THE END (Kto vernetsja – doljubit, Sowjetunion 1966, Regie: Leonid Osyka) und TSYGAN (Cygan, Sowjetunion 1967, Regie: Evgenij Matveev). 

Datum

21. März 2017, 19.00 Uhr

Ort

DokuZ Sinti und Roma Berlin
Prinzenstraße 84.2.
Aufbau-Haus
10969 Berlin