Gespräch mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen aus Belarus und Schüler_innen aus beiden Ländern

Datum: 
21. April 2016
Ort oder Sender: 

Berlin

Als Teilstaat der UdSSR war Belarus von den Folgen der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik besonders betroffen. Die deutsche Besatzung kostete im heutigen Belarus zwischen 1941 und 1944 mehr als drei Millionen Menschen das Leben. Mehr als 400.000 Männer, Frauen und Kinder wurden zur Zwangsarbeit ins Deutsche Reich verschleppt. Die Auswirkungen der Zwangsarbeit auf die Gesellschaft und die Betroffenen waren immens und reichen bis in die Gegenwart.

In Zusammenarbeit mit der belarussischen Organisation „Verständigung“, der Berliner Ellen-Key Schule und der Schule Nr. 5 in Molodetschno (Belarus) ist es dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit gelungen, zwei belarussische ehemalige Zwangsarbeiterinnen, die in Berlin Zwangsarbeit leisten mussten, einzuladen. Sie werden vom 16. bis 24. April zusammen mit Schülern aus Deutschland und Belarus in Berlin auf Spurensuche gehen. Das Projekt wird durch die internationale Jugendbegegnungsstätte des Dokumentationszentrums organisiert.

Als Ergebnis dieser Begegnung zwischen den Generationen und Nationen stellen die deutschen und belarussischen Schüler in dieser Veranstaltung die Lebenswege der von Ihnen begleiteten ehemaligen Zwangsarbeiter der Öffentlichkeit vor. Anschließend sind die belarussischen Zeitzeuginnen zum Gespräch bereit.

Datum

Donnerstag, 21. April 2016, 19.00 Uhr 

Ort

Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide
Britzer Str. 5
12439 Berlin