Ausschreibung „Verflechtungsgeschichtliches pädagogisches Materialangebot am Beispiel des Nationalsozialismus und des Kolonialismus“:

Globalgeschichte, Verflechtungsgeschichte, Transnationalität und Migration bewegen wissenschaftliche und fachliche Diskussionen über einen zeitgemäßen Umgang mit Geschichte seit Beginn des 21. Jahrhunderts. So werden nationalgeschichtliche Engführungen geöffnet und gesellschaftliche Veränderungen aufgriffen, wie sie etwa durch Globalisierung und Migration hervorgerufen sind.

Auch historisch-politische Bildung nimmt verstärkt Perspektiven der Globalgeschichte, von Verflechtungs- oder Beziehungsgeschichte ein. Dabei entstehen neue und partizipative Bildungsangebote, veränderte Erzählungen und (digitale) Lerninhalte mit erweiterten Geschichtsbezügen, oftmals als kritische Interventionen zu etablierten Perspektiven. In diesen Prozessen sieht die Stiftung EVZ wichtige Anregungen für die Bildung zur Geschichte und Verarbeitung des Nationalsozialismus und für die weitere Entwicklung der Erinnerungskultur.
Dabei sind historische Verflechtungen von Verhältnissen, Erfahrungen und geographischen Räumen in Wissenschaft und Diskurs noch nicht hinreichend ausgelotet und für die historisch-politische Bildung bisher nur wenig aufbereitet. Um diese Prozesse mitzugestalten und zu stärken, schreibt die Stiftung EVZ die Förderung eines Projektes aus:

Es soll praxisorientiertes Material entwickelt werden, welches für die historisch-politische Bildung in Deutschland einen verflechtungsgeschichtlichen Ansatz ausführt und verbreitet – exemplarisch für die Verflechtungen von Nationalsozialismus und Kolonialismus und ihrer jeweiligen Aufarbeitungsdiskurse. Für die Entwicklung, Implementierung und Verbreitung stehen insgesamt bis zu 150.000 Euro zur Verfügung

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