Ausgrenzung – Erinnerung – Mahnung: Rundgang zu Gräbern von Sinti und Roma und anderen NS-Opfern

Datum: 
20. März 2015
Ort oder Sender: 

Frankfurt am Main

Um den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft in besonderer Weise zu gedenken und für zukünftige Generationen die Erinnerung daran wach zu halten, welche schrecklichen Folgen Krieg und Gewaltherrschaft haben, werden ihre Gräber dauerhaft erhalten – so schreibt es das Gesetz vor. Doch wem dieses dauerhafte Ruherecht zu Teil wird, ist im Gräbergesetz genau festgelegt. Nicht dazu zählen beispielsweise die Gräber von Sinti und Roma, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden, dieses Vernichtungssystem aber überlebten.

Im Umgang mit den Grabstätten von Opfern des Nationalsozialismus spiegeln sich die Erinnerungskultur in Deutschland sowie geschichtspolitische Debatten in der Bundesrepublik in besonderer Weise wider. Die Gestaltung der Anlagen, die Platzierung der Grablagen und der Pflegezustand wecken nicht selten den Anschein einer fortgesetzten Ungleichwertigkeit. Nicht zuletzt sind auch Friedhöfe, die zwar als Orte des Friedens und Gedenkens gedacht sind, soziale Räume und als solche mitunter Schauplätze von Ausgrenzung, Anfeindung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Inwiefern es eines anderen Umgangs mit den Gräbern von NS-Verfolgten auf inländischen Friedhöfen bedarf und wie Ansätze dafür aussehen können, möchten wir bei dem Rundgang erörtern. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, den Frankfurter Hauptfriedhof als einen Ort des Gedenkens kennenzulernen und gemeinsam ein Zeichen der Anerkennung der Opfer, insbesondere der Sinti und Roma zu setzen.

Weitere Informationen könne Sie dem Flyer unter "Download" entnehmen.

Datum

Freitag, 20. März 2015, 16:30 Uhr

Ort

Frankfurter Hauptfriedhof

Treffpunkt: Eingangsbereich am Hauptportal
Eckenheimer Landstraße 194
60320 Frankfurt am Main