Unbequeme Orte - Gedenkstätten und Gedenkorte

Datum: 
03. April 2014 - 06. April 2014
Ort oder Sender: 

Dresden, Pirna, Sächsische Schweiz

Reiseseminar zu Gedenkstätten in Sachsen

Der Umgang mit Gedenkorten und gesellschaftlichen Formen des Gedenkens ist höchst ambivalent. Insbesondere in den neuen Bundesländern kommt hinzu, dass viele Gedenkorte eine doppelte Vergangenheit haben. Das Gefängnis Bautzen II wurde bspw. im Nationalsozialismus, in der SBZ und durch die Stasi genutzt. Die historischen Kontexte sind jeweils andere, den Opfergruppen wurde zu unterschiedlichen Zeiten verschieden gedacht.

Worum geht’s?

Gemeinsam sollen verschiedene Orte des Gedenkens im 20. Jahrhundert aus verschiedenen Aspekten angeschaut werden. Durch eine bewusste Auseinandersetzung wie diese Orte auf uns wirken und die Einführung in historisches Faktenwissen können so  gesellschaftliche Debatten und der Umgang mit dem Gedenken im öffentlichen Raum besser eingeordnet werden.

Arbeitsweise

Neben den bekannteren Gedenkorten in Sachsen wie Pirna Sonnenstein und Bautzen II werden auch unbekanntere Gedenkorte wie die ersten Konzentrationslager auf der Burg Hohnstein und Königstein besucht werden.

In Vorträgen werden die historischen Zusammenhänge erläutert und gemeinsam den Fragen nachgegangen:  Wessen wird gedacht und wie? Welche Erwartungen können und sollen diese Orte erfüllen? Wie gehen wir mit diesen unbequemen Orten um?

Auch neue Formen des Gedenkens mit digitalen Medien und private Initiativen werden vorgestellt.

Datum

03.04.-06.04.2014

Zum Programm.

Übernachtung

Brücke/Most-Zentrum
Reinhold-Becker-Str. 5
01277 Dresden

Teilnahmebeitrag: 139 EUR inkl. Ü/HP 

Anmeldung  bis 20.03.2014, unter

E-Mail: s [dot] gaertner [at] bmst [dot] eu
Tel.: 0351-43314224

In Kooperation mit dem Herbert-Wehner-Bildungswerk und der Hochschule Mittweida.

Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.