Wer, wenn nicht wir? - Schülerbilder gegen Gewalt und Rassismus

Datum: 
28. Januar 2014 - 18. März 2014
Ort oder Sender: 

Ludwigshafen/Rhein

Den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Montag, 27. Januar, nimmt das Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63 in Ludwigshafen zum Anlass, die Ausstellung "Wer, wenn nicht wir? Schülerbilder gegen Gewalt und Rassismus" zu eröffnen, die bis 18. März zu sehen ist.

Initiatorin der Wanderausstellung "Wer, wenn nicht wir? Schülerbilder gegen Gewalt und Rassismus" ist die Ludwigshafener Grafikerin Silvia Izi, die bereits seit 20 Jahren mit dem Projekt Schülerinnen und Schüler dazu auffordert, sich künstlerisch mit den Themen Gewalt und Rassismus auseinanderzusetzen und so mit hilft, Vorurteile gegenüber anderer Kulturen zu hinterfragen und Akzeptanz für Andersdenkende zu schaffen. Gleichzeitig haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, ihre Hoffnungen, Wünsche und Visionen für die Zukunft bildnerisch umzusetzen und ihnen eine Plattform zu geben. In ganz Deutschland hat die Ausstellung mittlerweile schon über 80 Mal stattgefunden. Zur Eröffnung gibt die Initiatorin Silvia Izi eine Einführung, einen weiteren Vortrag hält Malte Blümke, Vorsitzender des Philologenverbands Rheinland-Pfalz.

Die Ausstellung wandert nicht nur – sie wächst auch. Denn an jedem Ausstellungsort beteiligen sich Schulen an der Aktion und steuern immer wieder eigene und neue Werke bei.  An der Ausstellung im Ernst-Bloch-Zentrum wirken die Berufsbildende Schule Technik 1, das Carl-Bosch-Gymnasium und die Integrierte Gesamtschule Ernst Bloch in Ludwigshafen-Oggersheim mit. Bis zum Dienstag, 18. März, sind die Kunstwerke dienstags und mittwochs von 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 14 bis 20 Uhr zu sehen. Für Schulklassen lassen sich gesondert Öffnungszeiten vereinbaren. 

Vor der Vernissage zeigt das Ernst-Bloch Zentrum ab 15.30 Uhr die Filme "Jalda und Anna. Erste Generation danach" (D 2012, Regie: Katinka Zeuner, Ben Laser) sowie "Klänge des Verschweigens" (D 2012, Regie: Klaus Stanjek). Die beiden Dokumentarfilme wurden 2013 mit dem William-Dieterle-Filmpreis ausgezeichnet. Klänge des Verschweigens wurde "wegen seiner filmischen Qualitäten und seiner inhaltlichen Brisanz" mit dem Hauptpreis gewürdigt. Der Dokumentarfilmer Klaus Stanjek beschäftigt sich mit seinem verstorbenen Onkel Willi Heckmann, der als Homosexueller von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager inhaftiert wurde. "Jalda und Anna. Erste Generation danach" porträtiert das Leben zweier moderner deutscher Jüdinnen und wurde mit dem Sonderpreis ausgezeichnet. Der Filmpreis, der an den in Ludwigshafen geborenen Schauspieler und Regisseur William Dieterle (1893 bis 1972) erinnert, wird alle drei Jahre von der Stadt Ludwigshafen vergeben.

Die Ausstellungseröffnung und die Filmvorführungen sind Teil der Gedenkfeierlichkeiten der Stadt Ludwigshafen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz, in dem die Nationalsozialisten über eine Million Menschen gezielt getötet hatten. Seit 1996 gedenkt man in Deutschland an diesem Datum der Opfer des Nationalsozialismus. International gilt der Tag seit 2005 offiziell als Holocaust-Gedenktag.

Der Eintritt zu Kino & Kritik und zu Vernissage ist frei. 

Informationen zur Ausstellung gibt es im Internet unter www.werwenn.de.