Bau- und Begegnungscamp am Denkort Bunker Valentin

Datum: 
13. Juli 2013 - 27. Juli 2013
Ort oder Sender: 

Bremen

Beim »Bunker Valentin« handelt es sich um die Bauruine einer überbunkerten U-Boot-Werft der deutschen Kriegsmarine aus dem Zweiten Weltkrieg und zugleich um eines der größten Rüstungsprojekte des nationalsozialistischen Deutschland.

Im Schutze des Bunkers plante die nationalsozialistische Führung, U-Boote im Fließbandverfahren fertig zu stellen. Im „U-Boot-Krieg“ erhofften sie sich, noch einmal eine Kriegswende herbeizuführen. Bis zu 10.000 Zwangsarbeiter aus ganz Europa wurden in den Jahren 1943 bis 1945 Tag und Nacht auf der Baustelle des Bunkers eingesetzt: Zivile Zwangsarbeiter aus Ost- und Westeuropa, Kriegsgefangene, KZ-Gefangene und Insassen eines Arbeitserziehungslagers der Bremer Gestapo. Mehr als 1100 von ihnen starben während der Bauarbeiten an den Folgen von körperlicher Erschöpfung, Unterernährung, Krankheiten und der willkürlichen Gewalt ihrer Bewacher.

Nach dem Krieg befand sich der Bunker fast 50 Jahre im Besitz der Bundeswehr. Seit Anfang 2011 wird der Bunker Valentin erstmals zivil genutzt. In einer fünfjährigen Projektphase wird aus dem Bunker Valentin der ›Denkort Bunker Valentin‹ – ein historisch-politischer Lernort zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Bunkerbaus und des Nationalsozialismus. In diesem Zusammenhang ist u.a. ein Rundweg als Teil einer Außenausstellung geplant, der die Geschichte des Bunkers erläutern und Informationen zu den umliegenden Flächen bieten soll. Dies gilt vor allem für das ehemalige Lager- und Baustellengelände, auf das nur noch wenige Spuren hinweisen.

Arbeit

Freilegung von Fundamentresten einer ehemaligen Betonmischanlage aus der Baustellen-Zeit, die in den Erinnerungen der Überlebenden als eines der härtesten Arbeitskommandos auf der Bunkerbaustelle beschrieben wird.

Studienteil

Kriegsrüstung und Zwangsarbeit in der Region Bremen-Farge; Zwangsarbeiter auf der Baustelle des Bunkers und die unterschiedlichen Lagertypen; Erinnerungsgeschichtliche Entwicklungen nach 1945

Unterkunft

In einem Jugendzentrum oder Sportvereinsheim im Schlafsaal, auf Isomatten oder Matratzen (Schlafsäcke, Laken und Kopfkissen bitte selbst mitbringen);

Bemerkungen

Viele Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung: z.B. Stadt- und Museumsbesichtigungen in Bremen, Bremerhaven oder Oldenburg, Bootstouren auf der Weser, sportliche Aktivitäten wie Volleyball, Tischtennis und Fußball auf dem Gelände der Unterkunft, Freibad in der Nähe.

Bau- und Begegnungscamp am Denkort Bunker Valentin SCI 1.37 Bremen-Farge

Datum

13.07. - 27.07. 2013

Weitere Infos unter: www.sci-d.de/cms/index.php