Gekaufte Freiheit - Häftlingshandel zwischen DDR und Bundesrepublik Deutschland

Datum: 
09. Oktober 2012
Ort oder Sender: 

Berlin

Zwischen 1963 und 1989 kaufte die Bundesregierung über 33.000 politische Häftlinge aus den Gefängnissen der DDR frei. Rund 3,5 Millionen D-Mark flossen so in die klamme Devisenkasse des SED-Staates.

Die Veranstaltung geht diesem besonders geheimnisumwitterten Kapitel deutsch-deutscher Geschichte nach: Wie lief der Häftlingshandel ab? Welche Interessen hatten die beiden deutschen Regierungen, dieses brisante Geschäft über Jahrzehnte zu verfolgen? Wer waren die Freigekauften, was bedeuteten Haft und Ausreise in den Westen für sie? Welche politische Tragweite hatten die lange geheim gehaltenen Verhandlungen für die offiziellen innerdeutschen Beziehungen und für die Stabilität der SED-Diktatur?

Es diskutieren und referieren Prof. Dr. Helmut Altrichter, Jan Hoesch, Dr. Christian Richter und Dr. Jürgen Schmude.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

Datum und Uhrzeit

Dienstag, 9. Oktober um 18.00 Uhr

Ort
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstr. 5
10117 Berlin